von
Petra Alexander

Ich beziehe volle Erwerbsminderungsrente, allerdings mit dem bekannten "Abschlag". Deshalb habe ich mich an meinen Rentenversicherungsträger gewandt und darum gebeten, mich darüber aufzuklären, wie ich durch Einzahlungen meine zukünftige Altersrente aufbessern könnte und wieviel das bringt.

Daraufhin schrieb man mir, "die Erläuterungen zum Antrag auf freiwillige Versicherung und die aktuelle Beitragstafel" beigefügt zu haben (und verwies mich für weitere Information darauf, "bitte einen Termin in einer unserer Beratungsstellen vor Ort zu vereinbaren" . . .)
Es wurde mir der Vordruck V0061 beigelegt, sowie V0091. Letzterer weist "Berechnungsgrößen und Beitragswerte" auf. Ist damit besagte "Beitragstafel" gemeint? Und wenn ja, wie soll ich daraus entnehmen, welchen Ertrag ich hätte wenn ich eine Einzahlung leiste?

Das Formblatt V0061 bezieht sich auf die "freiwillige Versicherung in der Rentenversicherung" und weist aus, dass man "nicht versicherungspflichtig" sein darf, um dafür berechtigt zu sein.

Trifft das denn überhaupt auf mich zu?
Als Bezieher einer EM-Rente müsste "Versicherungspflicht" vorliegen, oder wenigstens vorgelegt haben?

von
Klugpuper

Ihre Situation ist nicht ganz einfach und daher ist ein eingehendes Beratungsgespräch angezeigt.

Als Rentenbezieher ist man nicht pflichtig (zumindest nicht aufgrund des Rentenbezuges), sonst würden von Ihrer Rente entsprechende Beiträge einbehalten werden.

von
W'*lfgang

Zitiert von: Petra Alexander
Als Bezieher einer EM-Rente müsste "Versicherungspflicht" vorliegen, oder wenigstens vorgelegt haben?

Hallo Petra Alexander,

in welcher Hinsicht?

Weder liegt eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit vor, noch ein aus Sozialleistungen herrührender versicherungspflichtiger Tatbestand - z. B. ALG, KG, Pflege.

Im Rahmen der EM-Rente sind Sie zur freiwilligen Versicherung berechtigt, da Sie sich 'im versicherungsfreien Raum' befinden. Ob das Sinn macht/grundsätzlich nicht, lassen Sie sich in der nächsten Beratungsstelle erklären.

Was nicht geht, ist die Ausgleichszahlung wegen Rentenminderung bei einer künftigen Altersrente - der Antrag dazu während einer schon laufenden EM-Rente schließt das aus.

Gruß
w.

von
Petra Alexander

Zitiert von: W'*lfgang
Zitiert von: Petra Alexander
Als Bezieher einer EM-Rente müsste "Versicherungspflicht" vorliegen, oder wenigstens vorgelegt haben?

Hallo Petra Alexander,

in welcher Hinsicht?

Weder liegt eine versicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit vor, noch ein aus Sozialleistungen herrührender versicherungspflichtiger Tatbestand - z. B. ALG, KG, Pflege.

Im Rahmen der EM-Rente sind Sie zur freiwilligen Versicherung berechtigt, da Sie sich 'im versicherungsfreien Raum' befinden. Ob das Sinn macht/grundsätzlich nicht, lassen Sie sich in der nächsten Beratungsstelle erklären.

Was nicht geht, ist die Ausgleichszahlung wegen Rentenminderung bei einer künftigen Altersrente - der Antrag dazu während einer schon laufenden EM-Rente schließt das aus.

Gruß
w.

Die freiwillige Versicherung ist also auch bei EM-Rente möglich, da man hier nicht versicherungspflichtig ist ... Was meinen Sie aber damit, ob das Sinn macht?
Hat das eine ähnliche oder die gleiche Rendite, wie "die Ausgleichszahlung wegen Rentenminderung bei einer künftigen Altersrente"?

Und wo kann man in dem Vorblatt V0091 die besagte "Beitragstafel" erkennen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Petra Alexander
Und wo kann man in dem Vorblatt V0091 die besagte "Beitragstafel" erkennen?

Hallo Petra Alexander,

die können Sie hier nachlesen:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/04_formulare_und_antraege/_pdf/V0091.htmlWas meinen Sie aber damit, ob das Sinn macht?

> Hat das eine ähnliche oder die gleiche Rendite, wie "die Ausgleichszahlung wegen Rentenminderung bei einer künftigen Altersrente"?

Ist nicht gesagt, sie kann deutlicher schlechter sein/null Effekt, wenn die freiwilligen Beiträge in der ohnehin bewerteten Zurechnungszeit (später ist das zu bewertende Rentenbezugszeit) eingezahlt worden sind.

Und was 'gut' ist, welche 'Laufzeiten' Sie bis zur zunächst vollständigen Auszahlung Ihres Kapitals als 'gut' ansehen ...

Ein einfaches Beispiel:
12 * 84,15 EUR = 1009,80 € Mindestbeitrag für 12 Monate,
4,55 € beträgt die sich daraus ergebende 'Brutto-Rente', ohne etwaige Abschläge, ohne Abzug KV/PV, ohne etwaigen Zuschuss zur PKV, ohne etwaige Steuervergünstigungen - und daneben kann es ja auch noch rein rentenmathematisch zusätzliche Auswirkungen haben.

1009,80 / 4,55 = 222 (Monate) ... so 'schlicht' eben mal gerechnet, bis der Tausender wieder auf Ihrem Konto ist. Sie mögen einschätzen, unter welchen der oben genauer genannten Möglichkeiten Sie das Alter erreicht haben, wo Sie die 'Null-Linie' erreichen - endlich, 'mein Schatz' ist wieder da ;-)

Wie gesagt, nur eine einfache Darstellung. Ohne Detailberatung DRV UND dann spezielle Beratung der steuerlichen Möglichkeiten können Sie die 'günstige Rendite' kaum selbst einschätzen.

Gruß
w.

von
Petra Alexander

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Petra Alexander
Und wo kann man in dem Vorblatt V0091 die besagte "Beitragstafel" erkennen?

Hallo Petra Alexander,

...
Ist nicht gesagt, sie kann deutlicher schlechter sein/null Effekt, wenn die freiwilligen Beiträge in der ohnehin bewerteten Zurechnungszeit (später ist das zu bewertende Rentenbezugszeit) eingezahlt worden sind.

...
Wie gesagt, nur eine einfache Darstellung. Ohne Detailberatung DRV UND dann spezielle Beratung der steuerlichen Möglichkeiten können Sie die 'günstige Rendite' kaum selbst einschätzen.

Gruß
w.

Danke, was bedeutet es, wenn "die freiwilligen Beiträge in der ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen. Wenn ich jetzt bereits EM-Rente beziehe und in wohl drei Jahren die Altersrente ansteht, müsste ich doch ausserhalb dieser "ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen?

Und findet das auch in der Rentenberatungsstelle statt, die spezielle Beratung zu den steuerlichen Möglichkeiten ??

von
Schade

Beratung zu speziellen steuerlichen Möglichkeiten findet garantiert nicht durch die DRV statt.

von
Fastrentner

Und findet das auch in der Rentenberatungsstelle statt, die spezielle Beratung zu den steuerlichen Möglichkeiten ??

[/quote]

Nein! Da müssen Sie schon einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein aufsuchen.

Experten-Antwort

Guten Tag Frau Alexander!

Wir möchten uns der Empfehlung Ihres zuständigen Rentenversicherungsträgers anschließen und Sie aufgrund der Komplexität der Möglichkeiten und deren Folgen auf eine unserer Auskunft- und Beratungsstellen verweisen.
Dort werden bestimmt all Ihre Fragen zur Rentenversicherung beantwortet.
Auf dem Gebiet der steuerrechtlichen Fragen dürfen wir Sie leider nicht beraten. Genauere Auskünfte geben Ihnen aber die Finanzbehörden, die Lohnsteuerhilfevereine oder die Steuerberater.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung

von
Petra Alexander

Zitiert von: Experte/in
Guten Tag Frau Alexander!

Wir möchten uns der Empfehlung Ihres zuständigen Rentenversicherungsträgers anschließen und Sie aufgrund der Komplexität der Möglichkeiten und deren Folgen auf eine unserer Auskunft- und Beratungsstellen verweisen.
Dort werden bestimmt all Ihre Fragen zur Rentenversicherung beantwortet.
Auf dem Gebiet der steuerrechtlichen Fragen dürfen wir Sie leider nicht beraten. Genauere Auskünfte geben Ihnen aber die Finanzbehörden, die Lohnsteuerhilfevereine oder die Steuerberater.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung

Wie Sie vielleicht wissen, gibt es in Ihren Beratungsstellen leider keine kurzfristigen Beartungstermine.
Ich bitte Sie daher hier nochmals, mir doch Auskunft zu der Frage zu geben: Was bedeutet es, wenn "die freiwilligen Beiträge in der ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen. Wenn ich jetzt bereits EM-Rente beziehe und in wohl drei Jahren die Altersrente ansteht, müsste ich doch ausserhalb dieser "ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Petra Alexander
Was bedeutet es, wenn "die freiwilligen Beiträge in der ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen. Wenn ich jetzt bereits EM-Rente beziehe und in wohl drei Jahren die Altersrente ansteht, müsste ich doch ausserhalb dieser "ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen?

Hallo Petra Alexander,

1. Wann begann die EMRT, welcher Versicherungsfall liegt zugrunde, wann endet(e) die Zurechnungszeit?

Die Zurechnungszeit ergibt sich aus der Anlage 1 /Versicherungsverlauf. Ganz am Ende der aufgelisteten Zeiten steht eine mögliche Zurechnungszeit, sofern die EM-Rente/der Versicherungsfall noch vor dem - je nach Beginn/Rechtslage - maßgebenden Datum festgestellt worden ist. Das kann bis Alter 60 sein (EM vor 01.07.2017), das kann bis 62 sein (EM ab 01.07.2017).

2. Um welche Altersrente geht es, wann soll sie beginnen, wann sind Sie geboren, liegt ein Schwerbehindertenausweis vor?

> Wie Sie vielleicht wissen, gibt es in Ihren Beratungsstellen leider keine kurzfristigen Beartungstermine.

Es gibt aber ein beheiztes Wartezimmer ...Situation/volle Terminkalender leider 'ärgerlich', aber gerade zum Jahresende bei Ihrer Thematik nur noch so lösbar.

Gruß
w.

von
Fastrentner

Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf. Selbst wenn Sie erst im Januar oder Februar 2018 einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle bekommen, wird das für evtl. Einzahlungen immer noch früh genug sein.
Also bitte etwas Geduld! Da gibt es deutlich zeitlich dringendere Probleme.

von
KSC

"Wenn ich jetzt bereits EM-Rente beziehe und in wohl drei Jahren die Altersrente ansteht, müsste ich doch ausserhalb dieser "ohnehin bewerteten Zurechnungszeit" liegen?"

Nein, genau das ist nicht zwangsläufig: Sie könnten ja ein 59 jähriger EM Rentner sein, dessen Zurechnungszeit bis 60 oder 62 geht, der mit 61 oder 62 in AR für Schwerbehinderte gehen will und dann lägen jetzt gezahlte Beiträg in der Zurechnungszeit und würden die spätere rente eventuell gar nicht erhöhen- oder liege ich falsch?

Ohne genauen Sachverhalt ist Ihre Frage auch im Forum nicht genau beantwortbar.......auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen.

von
Fortitude one

Hallo Frau Petra Alexander,

Ich beziehe volle Erwerbsminderungsrente, allerdings mit dem bekannten "Abschlag".

Der bekannte Abschlag sollte allen bekannt sein. 10,8% für immer.
Sie wollen durch Einzahlungen Ihre AR aufbessern? Wie wollen Sie das machen wenn Sie voll erwerbsgemindert sind?

Beispiel:
Erwerbsminderung eingetreten mit 50 . Bis 62. Lebensjahr Zurechnungszeit = 12 Jahre pro Jahr 1,4000 EP x 12= 16,8 EP

Ich empfehle jeden der eine volle Erwerbsminderungsrente erhält, sich damit abzufinden. Was sind schon 10,8%. Gesundheit geht vor.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Zitiert von: Fastrentner
Selbst wenn Sie erst im Januar oder Februar 2018 einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle bekommen,

Hallo fastrentner,

aus Sicht DRV völlig ok = wirksame Beitragsentrichtung für 2017 bei Antrag /-sbegehren - Terminvereinbarung dazu bis 03.04.2018 erfolgt. Aus Sicht Finanzamt/Altersvorsorgeaufwändungen sieht das allerdings anders aus, wenn 2017 für die direkte Einzahlung bereits rum ist und die freiwillige Versicherung auch dafür/Steuerersparnis genutzt werden sollte.

Petra wird wissen, warum Sie gerade erst jetzt und zu welchem Zweck eine mögliche Beitragszahlung anvisiert und das Jahr so einfach laufen gelassen hat und jetzt 'drängelt' ...

Gruß
w.

von
Silvia

Hallo W*lfgang

Zitat:
" Das kann bis Alter 60 sein (EM vor 01.07.2017), das kann bis 62 sein (EM ab 01.07.2017)."

Das korrekte Jahr, an dem sich die Zurechnungszeiten geändert haben, war 2014 ... zum Datum 01.07.2014!

Gruß Silvia :-)

von
W*lfgang

Zitiert von: Silvia
Hallo W*lfgang

Zitat:
" Das kann bis Alter 60 sein (EM vor 01.07.2017), das kann bis 62 sein (EM ab 01.07.2017)."

Das korrekte Jahr, an dem sich die Zurechnungszeiten geändert haben, war 2014 ... zum Datum 01.07.2014!

Gruß Silvia :-)

Silvia ...tzzz, wo ist nur die Zeit geblieben?! *g

Auf Korrekturhilfen ist eben Verlass! :-)

Gruß
w.

von
Fastrentner

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Fastrentner
Selbst wenn Sie erst im Januar oder Februar 2018 einen Termin in einer Auskunfts- und Beratungsstelle bekommen,

Hallo fastrentner,

aus Sicht DRV völlig ok = wirksame Beitragsentrichtung für 2017 bei Antrag /-sbegehren - Terminvereinbarung dazu bis 03.04.2018 erfolgt. Aus Sicht Finanzamt/Altersvorsorgeaufwändungen sieht das allerdings anders aus, wenn 2017 für die direkte Einzahlung bereits rum ist und die freiwillige Versicherung auch dafür/Steuerersparnis genutzt werden sollte.

Petra wird wissen, warum Sie gerade erst jetzt und zu welchem Zweck eine mögliche Beitragszahlung anvisiert und das Jahr so einfach laufen gelassen hat und jetzt 'drängelt' ...

Gruß
w.

Das sind doch nur Vermutungen von Ihnen. Inwieweit dann die freiwilligen Beiträge steuerlich zu betrachten sind ist auch nicht Aufgabe dieses Forums.
Daher bleibe ich bei meiner Aussage. Sie sollten nicht überall Probleme hineindichten, auch wenn Sie das scheinbar sehr gerne tun.