von
Silvia

Guten Tag,

aufmerksam geworden und somit anlehnend an folgendem Beitrag:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/gilt-erwerbsminderungsrenten-zeit-als-wartezeit-fuer-spaetere-altersrente.html?no_cache=1&cHash=11ddd175b95ef34a6e60ab78b855d0e9

möchte ich Sie bitten mir (Jahrgang 4/1957) zu erläutern, ob eine Umwandlung meiner "EMR auf unbestimmte Dauer" in eine Rente aufgrund Schwerbehinderung (GdB 70 unbefristet) möglich ist.

Folgende Daten aus meinem Rentenverlauf zum damaligem EM-Rentenbescheid:

Ermittlung der belegungsfähigen Monate: 399

Zurechnungszeiten in Monaten bis 4/2017: 135
Anrechnungszeiten wegen Schwangerschaften in Monaten: 5
Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit in Monaten: 7

Das sind in Summe 147 Monate beitragsfreie Zeiten.

Erfüllen die Monate der belegungsfähigen und die der beitragsfreien Zeiten in Summe (399 + 147 = 546 Monate) jetzt zusammen die allgemeine Wartezeit von 35 Jahren?

Wenn ja, wann und wie früh sollte/kann ich eine Umwandlung/Änderung beantragen?

Mit freundlichen Grüßen Silvia

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag Silvia,
ein Anspruch auf eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen besteht bei Ihnen (geboren im April 1957) frühestens ab einem Lebensalter von 60 und 11 Monaten allerdings mit einer Minderung von 10,8%.
Neben dem Lebensalter muss eine Schwerbehinderung mit einem Grad von mindestens 50 vom Hundert festgestellt sein und die sogenannte 35-jährige Wartezeit muss erfüllt sein.
Zur Erfüllung der 35-jährige Wartezeit werden folgende rentenrechtliche Zeiten mitgezählt:
Beitrags- und Ersatzzeiten, Anrechnungs- und Berücksichtigungszeiten , Zeiten aus Versorgungsausgleich oder Rentensplitting und aus Minijobs.
Die von Ihnen erwähnten „belegungsfähigen Monate: 399“ sind keine Größe, die zur Erfüllung einer Wartezeit herangezogen wird und hierbei somit ohne Belang.
Die „belegungsfähigen Monate“ spielen bei der Ermittlung des Gesamtleistungswertes in der Rentenberechnung und damit für die Höhe der Rente eine Rolle.
Ihre Angaben reichen nicht aus, um die Frage nach der 35-jährigen Wartezeit an dieser Stelle abschließend zu beantworten.
Ob in Ihrem Fall die 35-jährige Wartezeit erfüllt ist, können Sie einer aktuellen Rentenauskunft entnehmen. Diese können Sie z.B. hier anfordern:
https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/
Allgemein ist es ausreichend, wenn die Umwandlung einer Rente wegen Erwerbsminderung in eine Altersrente ca. 3 Monate vor dem Beginn der Altersrente beantragt wird.
Ob das auch in Ihrem Fall gilt, sollten Sie mit Ihrem Rentenversicherungsträger klären.
Gern können Sie diese Frage in einem persönlichen Gespräch mit einer Beraterin oder einem Berater der Deutschen Rentenversicherung klären. Die für Sie nächstgelegenen Auskunft- und Beratungsstelle finden Sie unter:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/01_kontakt_und_beratung/02_beratung/01_beratung_vor_ort/01_servicezentren_beratungsstellen_node.html
Weitere Informationen zum Thema finden Sie in der Broschüre „Die richtige Altersrente für Sie“:
http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/die_richtige_altersrente_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=22

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 06.10.2017, 12:02 Uhr]

von
Wartezeit

Zitiert von: Experte/in
und die sogenannte 45-jährige Wartezeit muss erfüllt sein.

?

von
Silvia

Sehr geehrter Experte,
vielen Dank für Ihre rasche Antwort.

Im Rentenbescheid aus 04/2008 wurde festgestellt, dass meine dahingehende Wartezeit mit 388 Monaten als belegt gilt und noch 32 Monate zur Erfüllung der 35 jährigen Wartezeit fehlen.

Ich bin seit 01/2006 EM-Rentnerin (seit 2009 unbefristet) und meine Frage zielt nunmehr darauf aus, ob die Zeiten der EM-Rente zur Wartezeiterfüllung zeitlich und anrechnungsfähig beiträgt, um damit die fehlenden 32 Monate auszugleichen.

Ein unbefristeter GdB 70 liegt seit 2004 vor!

Besten Dank Silvia

von Experte/in Experten-Antwort

@ Wartezeit
Guten Tag Wartezeit,
vielen Dank für den Hinweis auf den Tippfehler!
Natürlich muss es „sogenannte 35-jährige Wartezeit“ heißen.
Im Beitrag ist der Fehler mittlerweile korrigiert.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Silvia,
die Zeit des Bezugs einer Rente wegen Erwerbsminderung werden bei einer anschließenden Altersrente als Anrechnungszeit berücksichtigt, allerdings nur bis zum Ende der sogenannten Zurechnungszeit.
Die Zurechnungszeit beginnt mit dem Eintritt der Erwerbsminderung und endet in Ihrem Fall vermutlich mit Vollendung des 60. Lebensjahres.
Die genaue Dauer Ihrer Zurechnungszeit, entnehmen Sie bitte dem Versicherungsverlauf in Ihrem Bescheid über Ihre Renten wegen Erwerbsminderung.
Verlässliche und aktuelle Aussagen zur Erfüllung der 35-jährigen Wartezeit können Sie nur einer aktuellen Rentenauskunft entnehmen. Diese können Sie auch bei einer persönlichen Beratung erhalten bzw. anfordern.
Angesichts des komplexen Sachverhalts empfehle ich Ihnen dringend, das Angebot zu einer persönlichen Beratung in einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung anzunehmen.

von
W*lfgang

Zitiert von: Silvia
Im Rentenbescheid aus 04/2008 wurde festgestellt, dass meine dahingehende Wartezeit mit 388 Monaten als belegt gilt und noch 32 Monate zur Erfüllung der 35 jährigen Wartezeit fehlen.

Hallo Sylvia,

das wird eine Rentenauskunft aus 04.2008 sein mit diesen Wartezeitangaben, in einem Rentenbescheid stehen keine Zahlen/Monate zu der für eine bewilligte Rente erforderlichen Wartezeit.

Damit ist doch alles gelaufen:
- 388 Monate zur 35-jährigen Wartezeit hatten Sie bereits mit bis längstens 2007 gemeldete Versicherungszeiten erreicht/alte Rentenauskunft,
- Zurechnungszeit im EM-Rentenbescheid wurde bis 60 (04.2017) festgesetzt,
= 388 + rd. 9 Jahre Zurechnungszeit sind locker 41 Jahre für die 35-jährige Wartezeit.

Rentenbeginn wird der 01.04.2018 sein. Es wird demnächst Zeit/die Terminkalender sind teilweise schon bis Dezember voll, sich um einen Antragstermin zu kümmern. Wobei dieser 'Umwandlungs'-Antrag - rein vom Zeitaufwand her - zwischen 'Guten Tag und Aufwiedersehen' erledigt wird, brauchen sich dazu nicht mal hinzusetzen :-)

Gruß
w.

von
Silvia

Hallo W*lfgang und recht herzlichen Dank für Ihre fundierte Information.

"das wird eine Rentenauskunft aus 04.2008 sein mit diesen Wartezeitangaben, ..."

Richtig, diese Zeiten habe ich aus meiner Rentenauskunft aus 4/2005 und nicht wie von mir fälschlich mit Rentenbescheid aus 4/2008 angegeben.

Bereits im Jahr 4/2005 wurden 388 anrechenbare Monate dokumentiert, sodass mir noch 32 Monate bis zur Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren fehlten.

Im Rentenbescheid 2006 wurden 135 Monate Zurechnungszeiten ab 2/2006 - 4/2017 errechnet/benannt.

Wie vom Experten empfohlen, habe ich online nunmehr eine aktuelle Rentenauskunft erbeten.

Einen Termin, um den Umwandlungsantrag zu stellen, werde ich bei meiner zuständigen Beratungsstelle (Rathaus) kommende Woche erbeten.

An meiner Rentenleistung wird sich ja nichts ändern, ob ich weiterhin EMRT- auf unbestimmte Dauer bis zur Regelaltersrente beziehe oder die EMRT aufgrund meines GdBs.

Freundliche Grüße und ein erholsames Wochenende
Silvia

von
Fortitude one

Zitiert von: Silvia
Hallo W*lfgang und recht herzlichen Dank für Ihre fundierte Information.

"das wird eine Rentenauskunft aus 04.2008 sein mit diesen Wartezeitangaben, ..."

Richtig, diese Zeiten habe ich aus meiner Rentenauskunft aus 4/2005 und nicht wie von mir fälschlich mit Rentenbescheid aus 4/2008 angegeben.

Bereits im Jahr 4/2005 wurden 388 anrechenbare Monate dokumentiert, sodass mir noch 32 Monate bis zur Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren fehlten.

Im Rentenbescheid 2006 wurden 135 Monate Zurechnungszeiten ab 2/2006 - 4/2017 errechnet/benannt.

Wie vom Experten empfohlen, habe ich online nunmehr eine aktuelle Rentenauskunft erbeten.

Einen Termin, um den Umwandlungsantrag zu stellen, werde ich bei meiner zuständigen Beratungsstelle (Rathaus) kommende Woche erbeten.

An meiner Rentenleistung wird sich ja nichts ändern, ob ich weiterhin EMRT- auf unbestimmte Dauer bis zur Regelaltersrente beziehe oder die EMRT aufgrund meines GdBs.

Freundliche Grüße und ein erholsames Wochenende
Silvia


Hallo Silvia,

normalerweise wird sich an Ihrer Rentenleistung nichts ändern, aber auch eine unbefristete EMR kann von Zeit zu Zeit überprüft werden. Sollte das bei Ihnen vorkommen, würde ich die vorgezogene AR für Schwerbehinderte (3Jahre früher) in Betracht ziehen. Die 10,8% Abschläge sind ja bekanntlich für immer. Ob Regelaltersrente oder vorgezogene AR. Dann hätten Sie eine Sorge weniger.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
Silvia

Guten Tag

ich war nunmehr auf dem Rathaus, bezgl. eines Termins zur Antragstellung.

Die Dame dort empfahl mir einen Termin, zur Umwandlung meiner EMR in die vorgezogene Altersrente aufgrund Schwerbehinderung, bei der nächsten Regionalstelle der DRV auszumachen.
Dort erhielt ich die telefonische Auskunft, dass ich dies auf meinem zuständigen Rathaus erledigen sollte.

Wenn ich es richtig interpertiert habe, hat die Dame auf dem Rathaus eine solche Umwandlungs-Antragstellung noch nicht vorgenommen, da sie im Erstgespräch bereits meinte, sie müsse schauen, welches Formular dazu anzuwenden sei.

Meine Bitte nunmehr, würden/können Sie mir das anzuwendende korrekte Formular dazu benennen?
Kann ich selber den Antrag auch online stellen/der DRV übermitteln?

Vielen Dank und freundliche Grüße Silvia

von
Fortitude one

Hallo Silvia,

bitte schauen Sie mal hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/5_Services/04_formulare_und_antraege/06_gesamt/R_formulare_node.html

Es müsste das Formular R0110 sein.

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit.

von
W*lfgang

Zitiert von: Silvia
Die Dame dort empfahl mir einen Termin, zur Umwandlung meiner EMR in die vorgezogene Altersrente aufgrund Schwerbehinderung, bei der nächsten Regionalstelle der DRV auszumachen.
Silvia,

muss wohl ein sehr 'kleines' Rathaus (keine kreisfreie Stadt, kein Landkreis, eben kein Versicherungsamt vorhanden) gewesen sein. Da tröpfelt halt 2x im Jahr ein Rentenantragssteller rein und die bürokratische Ahnungslosigkeit nimmt ihren Lauf ;-) Sollte nicht sein, ist aber in dörflichen Gemeinschaften 'gelebte' Bürgernähe.

Fortitude one hat Ihnen schon den richtigen Vordruck genannt/verlinkt - ist wirklich recht simple, auch für nicht Fachleute. Wenn Sie zu einzelnen Fragen dennoch Nachfragebedarf haben – nur zu!

Gruß
w.
PS: Dürfte ich fragen, aus welchem Bundesland, welchem Kreis Sie kommen?

von
Silvia

Hallo W*lfgang

Bei Ihnen und bei Fortitude one möchte ich mich gerne für die Information und Unterstützung bedanken.

Ich denke, mit dem Wissen um die korrekte Bezeichnung/Nummer des Formulars, werde ich das "niedliche Rathaus" nun aufsuchen können.

Ich lebe seit anderthalb Jahren in Baden Württemberg, in einem verhältnismäßig klein besiedeltem Weinort.
Die nächste Regionalstelle ist in Freiburg.
Dort gab man mir telefonisch die Auskunft, dass bei Ihnen aktuell eine Wartezeit von 8 Wochen auf Terminvergaben bestünde und ich von daher den Antrag schneller bei uns auf dem Rathaus erledigt bekäme.

Gruß Silvia

von
Ines

Zitiert von: Silvia
Hallo W*lfgang

Bei Ihnen und bei Fortitude one möchte ich mich gerne für die Information und Unterstützung bedanken.

Ich denke, mit dem Wissen um die korrekte Bezeichnung/Nummer des Formulars, werde ich das "niedliche Rathaus" nun aufsuchen können.

Ich lebe seit anderthalb Jahren in Baden Württemberg, in einem verhältnismäßig klein besiedeltem Weinort.
Die nächste Regionalstelle ist in Freiburg.
Dort gab man mir telefonisch die Auskunft, dass bei Ihnen aktuell eine Wartezeit von 8 Wochen auf Terminvergaben bestünde und ich von daher den Antrag schneller bei uns auf dem Rathaus erledigt bekäme.

Gruß Silvia

Hallo Silvia

Ich würde noch warten
Vielleicht wird ja noch der ungerechte Abzug von 10,8% oder die verschiedenen Zurechnungszeiten wie bei ihnen bis 60 Jahren und andere bekommen bis 62 und demnächst bis schrittweise bis 65 abgeschafft.

Wie ich bei einer Sprecherin der Grünen und auch der Linken gehört habe die sagte es wäre bei den Flüchtlingen ungerecht wenn man bei 200 000 aufhört und der 200 001 hat Pech gehabt.

Das gleiche gilt für Erwerbsminderungsrentner die das Pech hatten am 30 Juni 2014 zu erkranken die müssen mit weniger Geld leben als jemand der am 1 Juli 2014 erkrankt ist da dieser 2 Jahre mehr zugerechnet bekommt.

Und das perfide an diesen System ist auch noch das der EMR der nach Juli 2014 krank wurde schon nach alter Regelung mehr bekommen hätte obwohl er weniger in die Rentenkasse eingezahlt hatte als derjenige der da schon länger gearbeitet hatte aber vor Juli 2014 erkrankt ist.

Das wir uns richtig verstehen ich gönne es den jüngeren EMR das er mehr bekommt weil er in der glücklichen Lage war z.B. bei BMW als Gabelstaplerfahrer gearbeitet zu haben aber warum der auch hart arbeitende Sanitärinstallateur nur weil in seinen Job wegen nicht Tarifbindung nochmal bestrafft wird wegen unterschiedlicher Zurechungszeit finde ich nicht in Ordnung.

von
Silvia

Hallo Ines,

danke für Ihr Statement.

Meine Entscheidung ist gefallen, der Termin ist ausgemacht und NEIN, ich werde nicht mehr abwarten, ob sich in irgendeiner Weise etwas zum Positivem (wie womöglich aber auch zum Negativem) ändern wird, da ich ausreichend Beitragsjahre vorliegen habe, um die Umwandlung in die vorgezogene Altersrente jetzt auch vornehmen zu können.

Ich werde demnach auf über 40 Jahre (nach meiner Rechnung 534 Monate = 44,5 Jahre) kommen und das reicht!

Ich weiß, nicht jeder EM-Rentner liest/hört/akzeptiert dies gerne und doch bin ich sehr dankbar, dass mir damals die Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr zur EMR zugesprochen wurde, trotz allen heutigen Verbesserungen.

Ich war aber nunmal damals schon erkrankt und konnte mir nicht den besten (finanziellen) Zeitpunkt dafür aussuchen zu erkranken und dadurch erwerbsgemindert zu werden.

Dazu gibt es die Stichtagsregelungen und des einen Pech ist des anderen Glück, so spielt das Leben.

Die Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr hat mir nicht nur die Möglichkeit einer für mich auskömmlichen und angemessenen EM-Rente beschert, sondern ist mir jetzt auch hilfreich, die fehlenden Monate zu den notwendigen 35 Versicherungsjahren als Anrechnungszeit auszugleichen.

Ich leiste den gesetzlich vorgeschriebenen Abschlag von 10,8 ohne zu jammern oder mich zu grämen, habe ich auch viele Jahre aufgrund der Hochrechnung/Zurechnung ab Eintritt des EM-Leistungsfalls bis zum 60. Lebensjahr an Geldleistung hinzugewonnen.

Ich kann im Leben nicht immer nur die Hände aufhalten - manchmal muss man auch abgeben können.

Und was sich politisch tun oder nicht tun wird ... ich habe dahingehend keine größere Erwartungshaltung.

Ich bin zufrieden wie es ist und möchte auch zukünftig nur noch meine gesundheitliche Stabilität behalten, um in Ruhe und Frieden mit meinem Ehemann alt zu werden und Freude an meiner sich vergrößernden Familie (Enkelkinder) zu haben.

Kein Geld der Welt wird und kann mir meine desolate Gesundheit ausgleichen!

Gruß Silvia

von
Fortitude one

Hallo Silvia,

ich kann Ihrem Beitag nur voll zustimmen. Im übrigen ist die Region Freiburg wo Sie Leben wunderschön und auch der Wein ist hervorragend. Ursprünglich komme ich auch aus Baden-Württemberg.
Ich bin mir sicher das Sie alles richtig machen.

Beste Grüße, viel Glück und bestmögliche Gesundheit.

von
Ines

[quote=285062]Hallo Ines,

danke für Ihr Statement.

Meine Entscheidung ist gefallen, der Termin ist ausgemacht und NEIN, ich werde nicht mehr abwarten, ob sich in irgendeiner Weise etwas zum Positivem (wie womöglich aber auch zum Negativem) ändern wird, da ich ausreichend Beitragsjahre vorliegen habe, um die Umwandlung in die vorgezogene Altersrente jetzt auch vornehmen zu können.

Ich werde demnach auf über 40 Jahre (nach meiner Rechnung 534 Monate = 44,5 Jahre) kommen und das reicht!

Ich weiß, nicht jeder EM-Rentner liest/hört/akzeptiert dies gerne und doch bin ich sehr dankbar, dass mir damals die Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr zur EMR zugesprochen wurde, trotz allen heutigen Verbesserungen.

Ich war aber nunmal damals schon erkrankt und konnte mir nicht den besten (finanziellen) Zeitpunkt dafür aussuchen zu erkranken und dadurch erwerbsgemindert zu werden.

Dazu gibt es die Stichtagsregelungen und des einen Pech ist des anderen Glück, so spielt das Leben.

Die Zurechnungszeit bis zum 60. Lebensjahr hat mir nicht nur die Möglichkeit einer für mich auskömmlichen und angemessenen EM-Rente beschert, sondern ist mir jetzt auch hilfreich, die fehlenden Monate zu den notwendigen 35 Versicherungsjahren als Anrechnungszeit auszugleichen.

Ich leiste den gesetzlich vorgeschriebenen Abschlag von 10,8 ohne zu jammern oder mich zu grämen, habe ich auch viele Jahre aufgrund der Hochrechnung/Zurechnung ab Eintritt des EM-Leistungsfalls bis zum 60. Lebensjahr an Geldleistung hinzugewonnen.

Ich kann im Leben nicht immer nur die Hände aufhalten - manchmal muss man auch abgeben können.

Und was sich politisch tun oder nicht tun wird ... ich habe dahingehend keine größere Erwartungshaltung.

Ich bin zufrieden wie es ist und möchte auch zukünftig nur noch meine gesundheitliche Stabilität behalten, um in Ruhe und Frieden mit meinem Ehemann alt zu werden und Freude an meiner sich vergrößernden Familie (Enkelkinder) zu haben.

Kein Geld der Welt wird und kann mir meine desolate Gesundheit ausgleichen!

OK
Das verstehe ich wenn man vielleicht 10 bis 20 Jahre von der Zurechnungszeit profitiert.

Wenn es aber wie bei mir nur 5 Jahre Zurechnungszeit sind und man auch noch kurz vor Juli 2014 erkrankt ist und deshalb nicht wie andere 2 Jahre mehr angerechnet bekommt sieht das schon anders aus.

Immerhin habe ich durch mein Arbeitseinkommen einiges eingezahlt.

Und man muss auch noch dauerhaft die 10,8% Abzüge dauerhaft und nach Ansicht mancher hier ohne zu murren akzeptieren.

MfG

von
Silvia

Guten Tag

Ich habe heute auf dem Rathaus den verkürzten Antrag auf Versichertenrente gestellt.

Unter Punkt 8.7 wird gefragt:
Beziehen oder bezogen Sie eine Versorgungsrente vom Versorgungsamt, Landschaftsverband oder einer entsprechenden ausländischen Stelle oder haben Sie diese beantragt?

Ich beziehe neben meiner EMRT gleichzeitig auch die VBL-Rente (VBL-Klassik), aufgrund meiner jahrelangen Tätigkeit im öffentl. Dienst als Zusatzrente.

Die Dame auf dem Rathaus hat die Frage mit JA beantwortet und als zahlende Stelle VBL Karlsruhe angegeben.

Ich zweifel gerade.
Ist das wirklich auch korrekt/damit gemeint?

Mit freundlchen Grüßen Silvia

von
Fastrentner

Zitiert von: Silvia
Guten Tag

Ich habe heute auf dem Rathaus den verkürzten Antrag auf Versichertenrente gestellt.

Unter Punkt 8.7 wird gefragt:
Beziehen oder bezogen Sie eine Versorgungsrente vom Versorgungsamt, Landschaftsverband oder einer entsprechenden ausländischen Stelle oder haben Sie diese beantragt?

Ich beziehe neben meiner EMRT gleichzeitig auch die VBL-Rente (VBL-Klassik), aufgrund meiner jahrelangen Tätigkeit im öffentl. Dienst als Zusatzrente.

Die Dame auf dem Rathaus hat die Frage mit JA beantwortet und als zahlende Stelle VBL Karlsruhe angegeben.

Ich zweifel gerade.
Ist das wirklich auch korrekt/damit gemeint?

Mit freundlchen Grüßen Silvia

Die VBL-Leistung ist nur in der Mitteilung an die KK (R0810) relevant.
Allerdings wird Ihr Rentenversicherungsträger diesen Sachverhalt erkennen und die fehlerhafte Eintragung im Rentenantrag ignorieren, da es sich bei der Betriebsrente um eine Leistung handelt, die keinen Einfluss auf die gesetzliche Rentenhöhe hat.

von
Silvia

Guten Tag

@Fastrentner, vielen Dank noch für Ihre Antwort auf meine letzte Frage.

Auf mehrfachem Hinweis aus dem Forum forderte ich eine aktuelle Rentenauskunft bei der DRV-Bund an.

Gestern erhielt ich ein Schreiben, dass Renteninformationen für Rentenbezieher nicht vorgesehen seien.

Heute Morgen rief ich die dazu ausstellende Stelle an und erläuterte meine Beweggründe.

Umgehend schaute der sehr freundliche und höfliche Mitarbeiter in meinen gespeicherten Datensatz rein und teilte mir mit, dass ich, wie von mir anhand meiner letzten Rentenauskunft aus 2005 und dem zum rückwirkendem Anerkenntnis erstelltem Rentenbescheid aus 2008 errechnet hatte, die Wartezeit von 35 Jahren/420 Monaten mit anrechenbaren 535 Monaten erfülle.

Ich lese hier leider sehr oft über angeblich "unfreundliche" Mitarbeiter zu telefonischen Nachfragen bei der DRV.
Diese Erfahrung kann ich in all den Jahren, wo ich mit der DRV bezgl. Rentenauskünfte zu tun hatte/habe, nicht bestätigen/teilen.

Und leider lese ich auch hier im Forum sehr viele unnötige zänkische und unsachliche sowie teilweise respektlose Kommentare an rat- und informationsgebende Forenteilnehmer.

Ich würde mir gerne insgesamt einen respektvolleren Umgangston wünschen, da das Forum als Informationsquelle zu Rentenbelange absolut top und hilfreich ist!

Ich danke noch einmal abschließend allen, die mir eine freundliche und auch wegweisende Antwort auf meine Fragen gaben.

Mit freundlichen Grüßen Silvia