von
XXX

Ich ziehe von Thüringen nach Berlin. Wegen einer schweren Erkrankung soll ich laut Reha Teilhabe am Arbeitsleben beantragen. ich bin derzeit bei der DRV Mitteldeutschland versichert. Wäre es sinnvoll den entsprechenden Antrag bei dem neuen Regionalträger)Wechsel DRV Berlin/ Brandenburg zu stellen? Laut Aussagen im Bekanntenkreis lehnt die DRV Mitteldeutschland alle Anträge Teilhabe am Arbeitsleben ab.

Experten-Antwort

Hallo XXX,

für Reha-Anträge ist sowieso immer der wohnortnahe Rentenversicherungsträger zuständig, selbst wenn der bisherige Rentenversicherungsträger vielleicht aufgrund von Sonderzuständigkeiten (Zusammentreffen mit Auslandszeiten) weiterhin für die rentenrechtlichen Sachverhalte zuständig bleiben sollte.

von
Schade

Wenn Sie demnächst umziehen ist es sinnvoll den LTA Antrag erst nach dem Umzug ins neue Bundesland zu stellen.
Und zwar aus Gründen der Bürokratie, nicht wegen des hohlen Geredes Ihrer Bekannten.

PS, ich habe noch einen ganz heißen Insidertipp. Wer ins Saarland zieht und LTA beantragt bekommt die LTA immer bewilligt und noch 1 kg Bratwurst und 555 Payback Punkte dazu.

von
XXX

Vielen dank für ihre Info.

Also bedeutet das wenn ich nach Berlin umziehe, wechselt die Zuständigkeit auf Berlin / Brandenburg, wenn ich bisher nur Versichertenzeiten in Deutschland zurückgelegt habe?

Hintergrund ist jener, das die DRV Mitteldeutschland keine Umschulungen bewilligt, ich aber wenigstens eine faire Chance benötige, um einen zielführenden Antrag stellen zu können.

von
=//=

JA! Das wurde doch bereits so beantwortet.

von
=//=

Ergänzung:
Ich halte es nicht für sinnvoll, bei einer schweren Erkrankung gleich einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen. Vielleicht sollte erst einmal eine medizinische Reha-Maßnahme durchgeführt werden. Es kommt bei einer Umschulung auf viele Faktoren an: das Alter des Versicherten, der Gesundheitszustand, den bisherigen schulischen und beruflichen Lebenslauf.
Von diesen Sprüchen "die DRV Mitteldeutschland zahlt grundsätzlich keine Umschulung" halte auch überhaupt nichts. Das sind für mich nur dumme Sprüche. Es ist völlig normal, dass keine LTA gezahlt werden, wenn die Voraussetzungen (s.o.) nicht erfüllt werden. Oder würden Sie einem 50-Jährigen eine Umschulung bezahlen, damit er dann mit 52 oder 53 eine ganz neue Tätigkeit ohne Berufserfahrung ausüben könnte bzw. er überhaupt eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hat??? Man sollte die ganzen Sachen auch mal aus dem Blickwinkel der DRV oder der AfA sehen.

von
Rentenschmied

Hallo und Mahlzeit,

bitte beachten, dass als Antragseingang und damit Beginn des Rehaverfahrens der erstmalige Antrag auf diese Leistungen oder ein Rentenantrag gilt. Die Zuständigkeit entscheidet sich bei den Regionalträgern dann nach dem Wohnort zum Zeitpunkt dieses Antrags und ändert sich während des Verfahrens, d.h. im Zweifel bis zur beruflichen (Wieder-)Eingliederung, nicht mehr.

Bei den Regionalträgern muss man dann nur noch beachten, dass es Verbindungsanstalten gibt, wenn man Zeiten im Vertrags- oder EU-Ausland zurückgelegt hat, die dann ohne örtliche Betrachtung zuständig werden.

Also wenn möglich, den Antrag erst nach dem Umzug und der Ummeldung am neuen Wohnort stellen. Wenn`s im Rahmen der Umdeutung des Reha- in einen Rentenantrag allerdings um den Leistungsfall geht, kann der spätere Antrag zu einer späteren Rente führen weil das Antragsdatum manchmal hilfsweise auch den Leistungsfall markiert. Nur so als Hinweis.

Beste Grüsse

von
XXX

Danke für die Info Rentenschmied.

Hier geht es um einen jungen Menschen der zurück ins Arbeitsleben möchte und Ziel und planlos durch die Träger gereicht wird ohne Ziel,Plan und Verstand.

von
=//=

Zitiert von: XXX
Danke für die Info Rentenschmied.

Hier geht es um einen jungen Menschen der zurück ins Arbeitsleben möchte und Ziel und planlos durch die Träger gereicht wird ohne Ziel,Plan und Verstand.

Hat dieser junge Mann denn überhaupt schon 15 Jahre Beitragszeiten? Wenn nicht, ist nicht die DRV, sondern die Agentur für Arbeit für berufliche Maßnahmen zuständig.
Ziel- und planlos kann es nur werden, wenn keine detaillierten Anträge gestellt werden. Dazu müssen die medizinischen Unterlagen eingereicht werden wie auch der Lebenslauf. Und zunächst muss die Zuständigkeit (nicht die Örtliche!) - DRV oder AfA - geklärt werden.

Wenn der junge Mann aber so schwer krank ist, welchen Umschulungsberuf stellt er sich denn vor? Es ist ja schön und gut, dass er wieder arbeiten will, ob er aber eine Umschulung "schafft", muss auch erst geprüft werden. Die ist nicht ohne und geht immerhin mindestens 2 Jahre. Auch dies wird vom Leistungsträger überprüft. Schließlich kostet eine Umschulung eine Menge Geld und wird nur bezahlt, wenn die Aussichten positiv sind. Man muss das Ganze halt immer auch realistisch sehen und nicht den Schwarzen Peter den Ämtern zuschieben.

von
W*lfgang

Zitiert von: =//=
Hat dieser junge Mann denn überhaupt schon 15 Jahre Beitragszeiten?

...weniger/EMRT-Voraussetzungen erfüllt, könnten aber auch schon reichen.

Gruß
w.

von
XXX

Hallo =/= und Wolfgang,

die 180 Monate (allgemeine Wartezeit) ist voll, desweiteren wurde im Rehabericht Teilhabe am Arbeitsleben angeregt.

Die DRV Mitteldeutschland lehnt gerne mit dem Vorwand ab, der Versicherte kann im alten Beruf noch beschäftigt werden bzw. im allgemeinen Arbeitsmarkt bzw. Lohnkostenzuschüsse. der lehnt Teilhabe demnach komplettb, da dies für den jungen Menschen nicht notwendig.

Die AfA vermittelt dann gern in 1000,00 Euro in Zeitarbeitsfirmen, weil man sich in Mitteldeutschland " ja " kennt. Den Arbeitgebern sol ja ständig "günstiges" Personal als Geschäftsmodell zugeführt werden.

Kein Wunder das die alten Bundesländer immer mehr in die DRV Mitteldeutschland als Ausgleichsabgabe "zahlen" müssen, da die laufenden Renten für ihre " Leute" bezahlt werden können..

von
W*lfgang

Zitiert von: XXX
Die DRV Mitteldeutschland lehnt gerne mit dem Vorwand ab, der Versicherte kann im alten Beruf noch beschäftigt werden bzw. im allgemeinen Arbeitsmarkt bzw. Lohnkostenzuschüsse. der lehnt Teilhabe demnach komplettb, da dies für den jungen Menschen nicht notwendig.

...da sag ich mal so: scheint ein 'Strukturproblem' der DRV zu sein, hier bundesweit _einheitliche_ Grundsätze für LTA-Maßnahmen zu schaffen. Gibt es da nicht eine Arbeitsgruppe 'oben', die das ausquasselt und einheitliche bewertet ;-)

Im Detail/regional/weiterhin ist das dann nur über Widersprüche/Rechtsweg nach oben rauf/was dauert, zu lösen, um an die beantragte Leistung zu kommen.

Vielleicht hätte schon die alte Groko auch mal die generelle Einheit der Verfahrensweisen in der DRV mit aufs Papier schreiben sollen ...2005, war ja erst 'gestern' ;-)

Gruß
w.

von
XXXX

Zitiert von: XXX
Ich ziehe von Thüringen nach Berlin. Wegen einer schweren Erkrankung soll ich laut Reha Teilhabe am Arbeitsleben beantragen. ich bin derzeit bei der DRV Mitteldeutschland versichert. Wäre es sinnvoll den entsprechenden Antrag bei dem neuen Regionalträger)Wechsel DRV Berlin/ Brandenburg zu stellen? Laut Aussagen im Bekanntenkreis lehnt die DRV Mitteldeutschland alle Anträge Teilhabe am Arbeitsleben ab.

Laut Aussagen im Bekanntenkreis lehnt die DRV Mitteldeutschland alle Anträge Teilhabe am Arbeitsleben ab.

Was interessiert mich das Geschwätz anderer. Komischer Bekanntenkreis. Da ist was faul.

von
Fastrentner

Zitiert von: Schade

PS, ich habe noch einen ganz heißen Insidertipp. Wer ins Saarland zieht und LTA beantragt bekommt die LTA immer bewilligt und noch 1 kg Bratwurst und 555 Payback Punkte dazu.

Das glaube ich nicht!

von
Rentenschmied

Hallo und Mahlzeit,

richtig, das Saarländische Verbraucherschutzministerium hat verfügt, dass ab April 2018 nicht mehr 1 Kg. Bratwurst sondern aus Gründen der Integration ausländischer Versicherter und der Inklusion nahrungsmittelunverträglicher Behinderter oder weltanschaulicher Gutmenschen an den saarländischen Schwenker jeweils 1 Kg. gluten- und laktosefreie vegane Tofuwurst zusteht.

Beste Grüsse

von
XXX

Zitiert von: Groko
Zitiert von: XXX
Danke für die Info Rentenschmied.

Hier geht es um einen jungen Menschen der zurück ins Arbeitsleben möchte und Ziel und planlos durch die Träger gereicht wird ohne Ziel,Plan und Verstand.

Der junge Mann sollte sich selbst um einen Arbeitsplatz bemühen. Mir scheint der Bursche hat weder Ziel noch Plan.

Sich um einen Arbeitsplatz bemühen und behalten kann der junge Mensch nur, wenn man ausreichend "belastbar" bzw. über die notwendigen "Fähigkeiten" für eine entsprechende "Beschäftigung" oder "Tätigkeit" hat. Dafür hat der Gesetzgeber das Teilhabe am Arbeitsleben entwickelt, um diesen Arbeitnehmer scnellstmöglich in die Gesellschaft zu integrieren, damit der "junge" Arbeitnehmer dies mit entsprechendem angemessenen Rentenbeiträgen zurückzahlen kann.

von
Groko

Zitiert von: XXX
Zitiert von: Groko
Zitiert von: XXX
Danke für die Info Rentenschmied.

Hier geht es um einen jungen Menschen der zurück ins Arbeitsleben möchte und Ziel und planlos durch die Träger gereicht wird ohne Ziel,Plan und Verstand.

Der junge Mann sollte sich selbst um einen Arbeitsplatz bemühen. Mir scheint der Bursche hat weder Ziel noch Plan.

Sich um einen Arbeitsplatz bemühen und behalten kann der junge Mensch nur, wenn man ausreichend "belastbar" bzw. über die notwendigen "Fähigkeiten" für eine entsprechende "Beschäftigung" oder "Tätigkeit" hat. Dafür hat der Gesetzgeber das Teilhabe am Arbeitsleben entwickelt, um diesen Arbeitnehmer scnellstmöglich in die Gesellschaft zu integrieren, damit der "junge" Arbeitnehmer dies mit entsprechendem angemessenen Rentenbeiträgen zurückzahlen kann.

Puderzucker?