von
Frau Meier

Guten Tag,

ich habe neben meiner vollen unbefristeten Erwerbsminderungsrente einen kleinen Minijob angenommen. Die Arbeitszeit beträgt 3,5 Std./Woche.
Dies habe ich der DRV mitgeteilt und bekomme dieser Tage einen Brief zum Ausfüllen für den Arbeitgeber. Es geht da um die wöchentliche Stundenzahl und den Verdienst (188,00 €/Monat).

Selbstverständlich werde ich das ausfüllen lassen, bin jetzt aber doch ein wenig beunruhigt wegen der Weitergewährung meiner Rente.

Ist das ein üblicher Vorgang? Wird jetzt evtl. auch medizinisch neu geprüft?
Vielen Dank

von
Schorsch

Solange Ihre Tätigkeit mit den im Rentenverfahren dokumentierten Leistungseinschränkungen harmoniert, besteht kein Grund zur Sorge.

Während hier immer wieder von einigen "Experten" behauptet wurde, dass sich die DRV bei Nebentätigkeiten nur für den Monatsverdienst interessiert jedoch nicht für die tatsächliche Arbeitszeit, haben Sie mit Ihrer Anfrage das Gegenteil dokumentiert.

Vielen Dank dafür!

MfG

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag Frau Meier,

nimmt die Bezieherin/der Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung eine Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit auf, prüft der Rentenversicherungsträger zunächst, ob weiterhin die Erwerbsminderung, also das im erstmaligen Rentenbescheid erwähnte eingeschränkte Leistungsvermögen vorliegt.
Laut Legaldefinition spricht man von voller Erwerbsminderung, wenn das Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter 3 Stunden pro Tag liegt.
Erst wenn dies weiterhin gegeben ist, wird geprüft, ob und inwieweit die jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen eingehalten werden.
Insofern handelt es sich bei dem von Ihnen beschriebenen Vorgang um ein übliches Verfahren.