von
webfox

Hallo Experten,

bin seit 1.12.2016 arbeitslos, für unter 15 Stunden vom Arzt der AA eingestuft und wurde im Februar zur Beantragung einer Reha von der Agentur aufgefordert. Dies habe ich gemacht, die Reha wurde in dieser Woche beendet (erwerbsfähig unter 3 Stunden auf dem allg. Arbeitsmarkt) und ich habe mich -wie gewünscht- am Tag nach der Entlassung wieder neu arbeitslos gemeldet und die Entlassungsbescheinigung abgegeben.

Doch wie geht es nun weiter?
Muss ich selbst jetzt aufgrund des Reha-Ergebnisses aktiv werden und Erwerbsminderungsrente beantragen oder werden DRV bzw. AA nach Erhalt des Rehaberichtes von sich aus auf mich zukommen? Gilt der Reha-Antrag ggf. nun als Rentenantrag und ich muss gar keinen eigenen Antrag mehr stellen (Formulare ausfüllen)?

Wer weiß Rat bzw. kennt sich da aus?

Vielen Dank und schöne Grüße

webfox

von
KSC

Kommt letztlich darauf an was Sie wollen:

Wenn Sie in Rente wollen, ist es doch kein Problem selbst aktiv zu werden und die Rente zu beantragen.

Wenn Sie gar nicht wollen (weil das ALG höher ist als die Rente) oder es Ihnen egal ist, können Sie zuwarten ob jemand sich meldet. Aber auch müssen Sie irgendwann die Rentenformulare ausfüllen.

von
Fortitude one

Ich gehe davon aus das Ihr jetziges ALG1 höher ist als Ihre volle EMR. Deshalb erst mal ruhe bewahren und abwarten. Vielleicht bekommen Sie auch automatisch die volle Erwerbsminderungsrente zugesprochen oder Sie werden dann selbst aktiv und stellen einen EMR Antrag.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation gilt als Rentenantrag, wenn
die Rehabilitation die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht abwenden konnte.
Schließt sich die Rentenversicherung der Einschätzung des Reha-Entlassungsberichtes an, werden
Ihnen von der Sachbearbeitung die erforderlichen Vordrucke zur Antragstellung zugesandt.

Selbstverständlich steht es Ihnen frei, von sich aus die Rente wegen verminderter
Erwerbsfähigkeit zu beantragen.