von
Renate

Hallo,
mein Mann ist im Mai 2018 verstorben (Jahrgang 1939 - Eheschließung 2007). Ich (Jahrgang 1946)erhalte Rente aus der dt. RV. Nun möchte ich die Witwenrente beantragen und habe mtl. Mieteinnahmen von 220€. Da ich aber seit 2010 keine Einkommensteuererklärung mehr abgeben muss (Veranlagung war mit Mieteinnahmen immer 0,00€) habe ich keinen Beleg (Einkommensteuerbescheid) über die Höhe der Mieteinnahmen. Ich habe nur noch einen Steuerbescheid von 2009. Reicht es wenn ich diesen zum Formular R681 dazu lege? Die Miete habe ich bislang nie erhöht. Oder brauche ich die Einnahmen gar nicht angeben?
Vielen Dank im Voraus

von
W*lfgang

Hallo Renate,

> Oder brauche ich die Einnahmen gar nicht angeben?

die Mieteinnahmen sind für Ihre Witwenrente nicht von Bedeutung/zählen gar nicht als Einkommen.

Für Sie gilt das 'alte' Hinterbliebenenrentenrecht weiter (vor 2002 geheiratet und wenigstens einer von beiden vor 1962 geboren), wo diese Einkommensart nicht zum anrechenbaren Einkommen zählt.

Gruß
w.
PS: Im Witwenrentenantrag wird daher keine Frage zu diesem Einkommen gestellt /der R0681 gar nicht zum Ausfüllen verlangt /die Fragen dazu sind einfach zu 'überspringen' – weiter geht’s bei Ziff. 123 ...lassen Sie sich beim Vordruckausfüllen helfen, dann ist das ratzfatz erledigt :-)

von
Fastrentner

Zitiert von: W*lfgang
Hallo Renate,

> Oder brauche ich die Einnahmen gar nicht angeben?

die Mieteinnahmen sind für Ihre Witwenrente nicht von Bedeutung/zählen gar nicht als Einkommen.

Für Sie gilt das 'alte' Hinterbliebenenrentenrecht weiter (vor 2002 geheiratet und wenigstens einer von beiden vor 1962 geboren), wo diese Einkommensart nicht zum anrechenbaren Einkommen zählt.

Gruß
w.
PS: Im Witwenrentenantrag wird daher keine Frage zu diesem Einkommen gestellt /der R0681 gar nicht zum Ausfüllen verlangt /die Fragen dazu sind einfach zu 'überspringen' – weiter geht’s bei Ziff. 123 ...lassen Sie sich beim Vordruckausfüllen helfen, dann ist das ratzfatz erledigt :-)

Hallo W*lfgang!
Eheschließung war 2007. Daher gilt neues Hinterbliebenenrecht!

von
W*lfgang

Zitiert von: Fastrentner
[quote=298365]Eheschließung war 2007. Daher gilt neues Hinterbliebenenrecht!

...*Schitt - zu schnell gelesen - natürlich, Danke für die Korrektur!

Dann legt Renate den letzten EST-Bescheid bei und nach Ablauf 2018 (jetzt allein mit allen Einkünften/Besteuerung der Witwenrente) den neuen für 2019, damit die DRV das zunächst/jetzt abgleichen kann. Mit Zusatzvermerken im Fragebogen ergänzt, wird abgewartet, wie die Mieteinnahmen dann steuerrechtlich/rentenrechtlich im Nachhinein zu bewerten sind.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Zitiert von: Renate
Hallo,
mein Mann ist im Mai 2018 verstorben (Jahrgang 1939 - Eheschließung 2007). Ich (Jahrgang 1946)erhalte Rente aus der dt. RV. Nun möchte ich die Witwenrente beantragen und habe mtl. Mieteinnahmen von 220€. Da ich aber seit 2010 keine Einkommensteuererklärung mehr abgeben muss (Veranlagung war mit Mieteinnahmen immer 0,00€) habe ich keinen Beleg (Einkommensteuerbescheid) über die Höhe der Mieteinnahmen. Ich habe nur noch einen Steuerbescheid von 2009. Reicht es wenn ich diesen zum Formular R681 dazu lege? Die Miete habe ich bislang nie erhöht. Oder brauche ich die Einnahmen gar nicht angeben?
Vielen Dank im Voraus

Hallo Renate,

da Sie 2007 geheiratet haben, ist bei Ihnen das sog. „neue“ Hinterbliebenenrentenrecht anzuwenden.
Das bedeutet für Sie, dass Ihre Mieteinnahmen grundsätzlich als Einkommen auf die Witwenrente anzurechnen sind und zwar in der Höhe, wie sie im Einkommensteuerbescheid als „Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung“ ausgewiesen würden.

Haben Sie keinen (aktuellen) Einkommensteuerbescheid, weil Sie keine Steuererklärung abgeben, sollten Sie Ihr Einkommen durch andere Unterlagen nachweisen:
Haben Sie außer den Mieteinnahmen kein weiteres Einkommen und hat das Finanzamt Ihnen eine Nichtveranlagungsbescheinigung ausgestellt, können Sie diese einreichen. Haben Sie noch weiteres Einkommen können Sie z.B. den entsprechenden Mietvertrag und ggf. Kontoauszüge dem Vordruck R0681 beifügen.

Ggf. wird der zuständige Sachbearbeiter noch einmal konkret bei Ihnen nachfragen, wenn er weitere Unterlagen benötigt.