2x 7,5h/Woche bei voller EMR ?

von
Thomas L.

Im Rahmen meiner unbefristeten vollen EMR hätte ich nun die Möglichkeiten einen Minijob (450€) anzunehmen bei dem ich an 2 Tagen in der Woche jeweils 7,5h arbeiten würde... also 15h/Woche

Wäre dies bei einer Überprüfung seitens der DRV rentenschädlich ?

von
KSC

Das kann Ihnen niemand sagen, müsste individuell im Einzelfall geprüft werden.

1)Grundsätzlich geht die DRV , wenn die 450 € eingehalten werden, davon aus dass auch die Zeitgrenzen beachtet werden. In vielen Fällen wird da gar nichts überprüft und nichts passiert.

Aber:

2) Ihr Beispiel hinkt schon wegen des Mindestlohnes. Wer wöchentlich 15 Stunden mit Mindestlohn (8,50 €) arbeitet, liegt monatlich weit über 450 €. Da reichen schon 13 Wochenstunden.

3) Bei einer überprüfung - die jederzeit möglich ist - bräuchte sich jemand, der an 2 Tagen in der Woche "praktisch ganztags" arbeitet und diese Arbeitsfähigkeit so wöchentlich unter Beweis stellt, sich nicht wundern, wenn man feststellt: der ist nicht mehr voll em, weil er auch an den übrigen Tagen sicher 1-2 Stunden arbeiten kann. Das wäre bereits ein Halbtagsjob.

Also ich würde solch dämliche Arbeitszeitmodelle als EM Rentner nicht wählen, weil ich damit "negative Folgen" geradezu heraufbeschwören würde.

Aber jeder ist seines Glückes Schmied - es kann auch gut gehen.

Sie können auch gerne im Archiv dieses Forums stöbern, ähnliche Fragestellungen tauchen in den letzten 5 Jahren garantiert hundertmal auf.

von
Schilas Mama

15 Stunden die Woche - dabei handelt es sich allerdings um keinen Minijob - selbst wenn nur Mindestlohn gezahlt würde, es sind mehr als 450,00 Euro.

Berechnung : 15 Std./Woche x 13 Wochen (Anzahl der Wochen im Quartal ) : 3 Monate = 65 Std. pro Monat.
65 x 8,50 Euro = 552,50 Euro im Monat

von
Thomas L.

Das mit dem Mindestlohn und den zuvielen Stunden ist mir schon bewusst. Ich würde dann schon entsprechend in einer Woche nur 1 Tag arbeiten so das es passt.
Mir geht es primär um die Stundenzahl am Tag und ob das rentenschädlich ist.

von
KSC

Diese Frage bekommen Sie im Forum nicht rechtssicher geklärt.

Es könnte festgestellt werden, dass Sie gesünder als bisher angenommen und damit nicht mehr voll erwerbsgemindert sind. Folge wäre dass die volle EM endet oder entzogen wird.

Es könnte aber auch festgestellt werden es ist rentenunschädlich, weil Sie trotz weiterer Arbeit immer noch voll em sind, die Arbeit letztlich auf Kosten Ihrer Gesundheit machen - Folge Rentenanspruch besteht weiter und wird ggfls. gekürzt, weil die 450 € überschritten werden.....

von
W*lfgang

Zitiert von: Thomas L.
(...und täglich grüßt das EM-Murmeltier...)

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Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Thomas L.,
bei einem Entgelt bis 450 € ist die Annahme gerechtfertigt, dass eine Arbeitszeit von 3 Stunden täglich nicht erreicht wird. Eine entsprechende Entgeltmeldung hätte also nicht unbedingt eine Überprüfung der medizinischen Voraussetzungen zur Folge. Außerdem könnte festgestellt werden, dass Sie die Beschäftigung auf Kosten der Gesundheit ausüben, und daher weiterhin voll erwerbsgemindert sind. Ein gewisses Restrisiko hinsichtlich einer Einzelfallprüfung besteht aber weiterhin, wenn Sie täglich mehr als 3 Stunden beschäftigt sind.