"Redaktion"

von
Schiko.

Im Herbst geht,s los. Laut Bild erhalten sogar vier Tage nach der Wahl alle örtlichen Finanzämter die Bruttorenten mitgeteilt.

Mir scheint hier wurde von Bild abgeschrieben.

Immer wieder berichten Sie: Voraussichtlich ab Oktober diesen Jahres übermitteln die Auszahlungsstellen von Renten etc. erstmals ihre Daten an die ZfA- - dies ist richtig-.

Gleichzeitig erklären Sie aber auch, diese Zentrale Zulagenstelle in Brandenburg leitet die Information an die Finanzämter weiter- dies ist falsch-.
Die Rentenbeträge werden an die Länderfinanzbehörden weitergeleitet.
Es sei dahingestellt ob diese Behörde für alle Rentner die Beträge weiter
meldet oder hierbei selektiert vorgeht sei dahingestellt.

Mir liegen von 8 verschiedenen Stellen Ausführungen vor die mir bestätigen,
dass die ZfA nicht direkt an das Finanzamt meldet.

Die Deutsche Rentenversicherung Bund -Zentrale Zulagenstelle für Altersver-
mögen- teilt mir am 26.3.09 mit:
"Ab dem 1.10.2009 stehen die Daten zur Verfügung und können an die Länder-
finanzverwaltungen weitergeleitet werden".

Auffallend auch diesmal wieder, Sie nennen zwar den Steueranteil bei Renten-
beginn in 2020 mit 80% und letztlich 100% im Jahre 2040.
Dies gilt aber auch für 7.664/ 15328 Existenzminimum bis 2008, die Erhöhung
ab 1.1.2009 auf 7834/ 15668 und ab 1.1. 2010 von 8004/ 16008 nennen Sie nicht.
Stelle immer wieder fest, der günstige Ertragsanteil, sogar ermäßigt auf 18%-
früher 27%- für Privatrenten wird nicht angesprochen.

Wenn nur der Ehemann Rente bezieht ist ja schon bei 2800 in der Regel auch Privatrente mit geringerer Steuer enthalten und es dürfen weit mehr als monatlich 2800 sein.
Durch die Abgeltungssteuer ab 2009 spielen künftig Kapitalerträge keine große
Rolle mehr. Es ist auch zu berücksichtigen, der steuerpflichtige Teil der Bruttorenten wird derzeit noch durch 10,15% für Kranken/Pflegeversicherung,
sogar bei Privatrente um 17,45%, vermindert.

"Angstmachen gilt nicht"

Mit freundlichen Grüßen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Schiko,

danke für Ihre Recherchen. Wir haben aus "Finanzämter", "Landesfinanzämter" gemacht - ohne allerdings die User damit entwarnen zu wollen. Ändern wird sich dadurch wohl nichts.

Hinsichtlich der anderen Kritikpunkte: Wir können nicht in jedem Artikel alle Details nennen. Der von Ihnen kritisierte Artikel fokusiert sich auf dieses Jahr. Dennoch danke, dass Sie mit Ihren Anmerkungen unseren Usern noch mehr Infos an die Hand geben.

Ihrem Schlußmotto schließen wir uns an: Angstmachen gilt nicht.

Schöne Pfingsten.
Ihre Red.