42 jahre

von
lora

ich bin 42 jahre und gehe nicht zur arbeit und bin über meinen mann krankenfamilienversichert.
mein mann ist schwer krank. was ist wenn er verstirbt?
dann bekomm ich doch eine kleine witwenrente bis 45 j. und ab 45j. die große? wie wäre ich dann krankenversichert?

von
Wolfgang Amadeus

Hallo Lora,

im Falle eines Falles würdest Du - wenn Ihr immer in der gesetzlichen Krankenversicherung gewesen seid - aufgrund des Bezuges der Witwenrente gesetzlich krankenversichert.

Probleme könnte es nur geben, wenn Du oder Dein Mann einige Zeit privat (statt gesetzlich) krankenversichert gewesen seid.

von
Wolfgang

Hallo lora,

wenn Sie beide nicht vor dem 02.01.1962 geboren sind, wird die kleine Witwenrente nur für 2 Jahre gezahlt. Bei einem Sterbefall ab 2012 wird die große Witwenrente zu dem vom 45. Lebensjahr Zug um Zug auf das 47. Lebensjahr herauf gesetzt.

So Sie die Rente (kleine oder große) beziehen würden, sind Sie - in Abhängigkeit der Vorversicherungszeiten in der Krankenversicherung (siehe Wolfgang Amadeus) - auch gesetzlich als Rentnerin krankenversichert.

Auch hier der Rat, trotz aller traurigen Umstände, demnächst eine Beratungsstelle zur Rentenversicherung aufzusuchen, um für diese Fragen/Folgewirkungen vorbereitet zu sein und das im Detail zu klären.

Gruß
w.

von
Schiko.

Eigentlich haben ja schon zwei User geantwortet, nachtarocken wird meist als
Besserwisserei gedeutet. Trotzdem meine Meinung, die Hauptfrage galt ja der
Krankenversicherung.

Kenne dies so, war der Ehemann, während des beruflichen oder Rentner Lebens
in der zweiten Hälfte dieser Zeit zu 9/10 gesetzlich versichert gilt diese Zeit auch für Familienkrankenversicherte.

Stimmt dies, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen, ganz gleich, ob Kleine
oder Große Witwenrente, Sie gelten als gesetzlich versichert.

Mit freundlichen Grüßen.

von
@Schiko

Oh ja, das war jetzt Besserwisserei! Und zudem nur die halbe Wahrheit!

Wenn es nämlich zu eine Zahlungsunterbrechung zwischen kleiner und großer Witwenrente kommt, sollte Lora sich sehr wohl Gedanken machen und mit der Krankenkasse sprechen, denn dann ist sie in der Zeit NICHT automatisch pflichtkrankenversichert...

von
Ergänzung

So, wei Wolfgang es bereits angedeutet hat...

Experten-Antwort

Dem Beitrag von "Wolfgang" wird zugestimmt. Entscheidend wird es im vorliegenden Fall darauf ankommen, dass der Ehemann die Vorversicherungszeit erfüllt hat. Diese ist erfüllt, wenn seit erstmaliger Aufnahme einer Beschäftigung (des Ehemannes) bis zur Rentenantragstellung, egal ob erst eine Versichertenrente durch den Ehemann beantragt wird, oder ob gleich Witwenrente beantragt werden muss, in der zweiten Hälfte dieses Zeitraumes zu 90 Prozent eine freiwillige oder Pflichtversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse bestanden hat.

von
Schiko.

Der vom 06.04.2009 um 23.01 Uhr stammt natürlich nicht von mir. Der Falschmünzer ist wieder am Werk.

mfg

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