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§ 43 SGB VI Verlängerung 5-Jahreszeitraum

von
Erwerbsunfähig74

Guten Tag! Ich habe eine Frage zum Verlängerungszeitraum des § 43 SGB VI Rente wegen Erwerbsminderung. Hier geht es um die Frage, wie lange diese Zeiträume verlängert werden, zumal, wenn die Anrechnungszeiten am Anfang des Fünfjahreszeitraums liegen.

§ 43 SGB VI Abs. 4 gibt ja die Zeiten vor, unter anderem sagt Satz 4 ja, dass der Zeitraum bei einer schulischen Ausbildung um bis zu 7 Jahren sich verlängert, damit wird ja impliziert gesagt, dass diese Zeiträume nicht vollständig im 5-Jahres-Zeitraum liegen müssen.

Zu meinem Fall:

Von 1993 bis 2005 versicherungsrechtlich beschäftigt.
Von Januar 2006-Juli 2009 Anrechnungszeit durch berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen. Gleichzeitig ab September versicherungsrechtliche Beschäftigung als Teil der Maßnahme.

bis Januar 2011 Versicherungszeiten.

ab Juli 2013 Erwerbsunfähig

Bei Rückrechnung des 5-Jahreszeitraums bin ich im Juli 2008 angelangt.

Ist es korrekt, dass durch die vierjährige Anrechnungszeit, diese nun nach hinten verlängert wird und ich somit ab Juli 2004 den Fünf-Jahreszeitraum bestimmen kann.

Somit hätte ich die drei Jahre Beiträge erfüllt.

Bitte um Hilfe und kurze Bewertung. Ich habe insgesamt fast 16 Jahre Beiträge gezahlt. Vielen Dank im Voraus. LG

von
Schade

Wenn Sie schon seit einem Jahr erwerbsunfähig sind - woher wissen Sie das eigentlich? -sollte doch schon längst der Antrag gestellt und das Versicherungskonto geklärt sein.

So ganz verstehe ich die Frage nicht, stellen Sie doch den RA.

von
Erwerbsunfähig74

Danke für die Rückmeldung. Rentenantrag ist Oktober 2013 gestellt worden, wegen Krankschreibung ab Juli (Krankheitsbild des Rentenantrags) ist der Rentenzeitraum beginnend ab Juli, medizinische Voraussetzungen liegen vor gem. Gutachten, es bleiben die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen. LG

von
???

"Gleichzeitig ab September versicherungsrechtliche Beschäftigung als Teil der Maßnahme."
Wie ist das genau zu verstehen? Ab September welchen Jahres? Und übrigens: Es kann selbstverständlich nur um Monate verlängert werden, in denen keine Beitragszeiten vorhanden sind.

von
Erwerbsunfähig74

Die brufliche Weiterbildung enthielt per Satzung ein Praktikum. Für die Zeit erhielt ich einen Arbeitsvertrag von der Praktikumsanbietenden Organisation. Daher die Überschneidung der Versicherungspflichtigen Tätigkeit und Anrechnungszeit.

Es war der September 2008

Somit wären der Juli 2008 bis September 2008 eine Anrechnungszeit, die sich aber wieder in eine Anrechnungszeit in die Vergangenheit verschiebt.

Dass nur die Monate in der Fünf-Jahres Frist angerechnet werden, halte ich erst einmal für diskussionswürdig, da der § 43 SGB VI im Abschnitt 4 Satz 4 auch die schulische Ausbildung nach dem 17. Lebensjahr einbezieht und hier von einer maximalen Verlängerungsdauer von sieben Jahren spricht. Also kann doch unmöglich nur von Zeiträumen gesprochen werden, die innerhalb einer 5-Jahresfrist liegen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Erwerbsunfähig74
bis Januar 2011 Versicherungszeiten.

ab Juli 2013 Erwerbsunfähig

Erwerbsunfähig74,

Umkehrschluss: wenn in den letzten 5 Jahren vor EM die Lücke/keine Versicherungszeiten bereits länger als 24 Monate ist, brauchen Sie gar nicht weiter rückrechnen, da Sie 36 Monate Pflichtbeiträge nicht mehr erreichen können.

Gruß
w.

von
Cassandra

Halllo erwerbsunfähig74: stellen Sie auf jeden Fall einen Antrag und lassen Sie prüfen, ob die Wartezeit vorzeitg erfüllt ist ( §53 Abs.2 SGB VI).

1Die allgemeine Wartezeit ist auch vorzeitig erfüllt, wenn Versicherte vor Ablauf von sechs Jahren nach Beendigung einer Ausbildung voll erwerbsgemindert geworden oder gestorben sind und in den letzten zwei Jahren vorher mindestens ein Jahr Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben. 2Der Zeitraum von zwei Jahren vor Eintritt der vollen Erwerbsminderung oder des Todes verlängert sich um Zeiten einer schulischen Ausbildung nach Vollendung des 17. Lebensjahres bis zu sieben Jahren.

Experten-Antwort

Hallo erwerbsunfähig74,

die vorhergehenden User haben Ihnen bereits die zutreffenden Hinweise auf Ihre Frage gegeben. Um Sicherheit zu erhalten, sollten Sie einen entsprechenden Antrag stellen oder sich zunächst individuell in einer Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers beraten lassen.