450 € job

von
tuchel

Muss ich bei Aufnahme eines solchen Jobs und Bezug einer Altersrente für Schwerbehinderte auch die DRV davon informieren-oder erst, wenn ich mehr verdienen sollte, weil dann ja die Rente gekürzt würde?

von
KSC

Lesen Sie in Ihrem Rentenbscheid nach, dann werden Sie feststellen, dass Sie jede Beschäftigungsaufnahme melden müssen.

Aber: solange Sie die Verdienstgrenzen einhalten, passiert natürlich nichts auch wenn Sie den Job nicht gemeldet haben (weil Sie ja nicht zuviel verdient haben).

Übel wirds nur dann, wenn Sie nichts melden, die Grenzen überschreiten und das (irgendwann) mal rauskommt - dann wird die Rente zurückgefordert und eigentlich wären Sie dann auch selbst schuld....:)

von
Sparwasser

Klar, Rentenscheid nachlesen, da steht ob und was sie melden müssen.

Aber aufgepaßt, wenn sie der DRV melden, wird ihnen diese in der Regel ein "Papierchen" zwecks Vorlage und Ergänzung durch ihren Arbeitgeber übersenden.

Der Arbeitgeber muß dann die für die DRV relevanten Daten (z. Beispiel Stundenzahl, Arbeitsentgelt) ergänzen und sie dürfen dann den "Wisch" an die DRV zurückschicken.

von
tuchel

heißt das im Klartext-eigentlich melden, dann aber "Papierkram",

aber bei bis zu 450€ nicht zwingend und ohne wirkliche Konsequenzen?

von
landur

Lesen Sie doch noch mal bitte in Ihrem Rentenbescheid nach. Eigentlich müsste dort unter der Überschrift stehen:

Mitteilungspflichten:
Ich möchte neben der Rente hinzuverdienen. Muss ich das Einkommen angeben ?

.....Sie müssen uns unverzüglich mitteilen, wenn Ihr Einkommen über der Hinzuverdienstgrenze liegt.

Gerade zur Vermeidung des unnötigen Papierkrams steht diese Formulierung im Rentenbescheid... Außerdem meldet Ihr Arbeitgeber der Krankenkasse oder der Minijobzentrale Ihre Beschäftigung, und gibt dabei an, ob es sich um einen zulässigen Minijob handelt. Hierüber müsste eigentlich die Rentenversicherung automatisch informiert werden bzw. bei einer Anmeldung eines "normalen" Jobs über 450 Euro geht automatisch ein Überprüfungsschreiben an den Arbeitgeber raus.

Experten-Antwort

Ich schließe mich der Antwort von "KSC" an.

von
=//=

Zitiert von: Sparwasser

Klar, Rentenscheid nachlesen, da steht ob und was sie melden müssen.

Aber aufgepaßt, wenn sie der DRV melden, wird ihnen diese in der Regel ein "Papierchen" zwecks Vorlage und Ergänzung durch ihren Arbeitgeber übersenden.

Der Arbeitgeber muß dann die für die DRV relevanten Daten (z. Beispiel Stundenzahl, Arbeitsentgelt) ergänzen und sie dürfen dann den "Wisch" an die DRV zurückschicken.

Bei Bezug einer Altersrente und Ausübung eines Mini-Jobs interessiert die DRV die Stundenzahl überhaupt nicht und wird auch nicht abgefragt.

von
Ein Freund

Mensch Hilde, mach dir doch besser eine gemütliche Rentenzeit.

von
DarkKnight RV

Nur mal kurz zur Info:

Die Ausübung eines Minijobs bedeutet nicht automatisch, dass die Hinzuverdienstgrenzevon 450 Euro eingehalten wurde!
Der Arbeitgeber muss für ein Jahr im voraus beurteilen, ob das regelmäßig zu erwartende Entgelt monatlich unter 450,01 Euro liegt. Ist dies in nachhinein nicht der Fall gewesen, weil z. B. 440 und 460 Euro abwechselnd verdient wurde, bleibt es bei der rückschauenden betrachtung bei einem Minijob, aber die Hinzuverdienstgrenze wurde überschritten!!!

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