45er Regelung

von
Frechheit

Stimmt es, dass Umschulungen vom Arbeitsamt nicht, aber Umschulungen durch BG und DRV/LVA auf die 45er Regelung angerechnet werden? Dies wurde mir per Servicetelefon so mitgeteilt. Da fühle ich micht glatt verschaukelt, denn ich habe den Meister über das Arbeitsamt bezahlt bekommen und diese blieben per Bescheid aus der 45er Berechnung aussen vor. Kann ja nicht wahr sein???!!!

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn während der „Umschulungen“ Pflichtbeiträge von einem Träger gezahlt wurden, zählen diese Zeiten zu den 45 Jahren. Nur Anrechnungszeiten nicht!

von
DarkKnight RV

Hallo Frechheit,

nur Pflichtbeitragszeiten wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II oder der damaligen Arbeitslosenhilfe zählen bei der Wartezeit 45 Jahre nicht mit.

Sie sollten aufpassen, ob die Zeiten der Umschulung berücksichtigt werden. Im Versicherungskonto ist nämlich nur eine Pflichtbeitragszeit der Agentur für Arbeit/des Arbeitsamtes gespeichert.

von
Feli

Ein bisschen differenzierter darf man das ganze schon betrachten.
Bei der Zählung der 45 Jahre sind ausdrücklich Pflichtbeiträge ausgenommen, die aufgrund des Bezuges von Alogeld oder -hilfe gezahlt worden sind. Daher vielleicht die falsche Auskunft am Servicetelefon.
Mitgezählt werden allerdings Pflichtbeiträge wegen des Bezugs von Unterhaltsgeld, Übergangsgeld, Ein-gliederungsgeld und Eingliederungshilfe nach dem Recht der Arbeitsförderung. Irgendwas davon haben Sie sicher während der Meisterausbildung bekommen.
Also ganz umsonst aufgeregt.

von
Frechheit

Im Versicherungsverlauf steht nur "AFG-Zeiten der Arbeitslosigkeit"; nix von Unterhaltsgeld.

von
Feli

Also, Augen auf bei der Kontenklärung und ganz schnell Nachweise über die Zeit der Ausbildung einreichen, damit die Daten richtig gespeichert werden können.

von
-_-

Zitiert von: Frechheit

Im Versicherungsverlauf steht nur "AFG-Zeiten der Arbeitslosigkeit", nix von Unterhaltsgeld.

Pflichtbeiträge wegen des Bezugs von Unterhaltsgeld, Übergangsgeld, Eingliederungsgeld und Eingliederungshilfe nach dem Recht der Arbeitsförderung müssen durch die Sachbearbeitungen im Rentenversicherungskonto intern ggf. manuell durch einen besonderen Schlüssel individuell gekennzeichnet werden. Anderenfalls werden derartige Zeiten, wie Zeiten der Arbeitslosigkeit, bei der maschinellen Berechnung n i c h t berücksichtigt. Wenn die Zeit in der Summe der berücksichtigungsfähigen Zeiten nicht enthalten ist, fehlt in Ihrem Versicherungskonto diese interne Kennzeichnung des betreffenden Zeitraums. Ich bezweifle allerdings, dass in den Sachbearbeitungen oder gar bei den Beratern der Auskunfts- und Beratungsstellen über diese schlüsseltechnische Besonderheit verbreitet Kenntnis herrscht. Sie müssen dann ggf. mit Nachdruck darauf bestehen, dass diese Zeiten in die Berechnung der 45 Jahre auch tatsächlich mit einbezogen werden.

von
...

Zitiert von: -_-

Ich bezweifle allerdings, dass in den Sachbearbeitungen oder gar bei den Beratern der Auskunfts- und Beratungsstellen über diese schlüsseltechnische Besonderheit verbreitet Kenntnis herrscht. Sie müssen dann ggf. mit Nachdruck darauf bestehen, dass diese Zeiten in die Berechnung der 45 Jahre auch tatsächlich mit einbezogen werden.

Ich bezweifle das nicht ... der Sachbearbeitung muss die Umschulung nur mitgeteilt werden. Ohne Kenntnis keine Einarbeitung in Ihren Versicherungsverlauf. Daher immer schön die Vordrucke lesen (nicht nur quer) und ausfüllen.

von
Tzzz

Wirklich eine bodenlose Unverschämtheit, das Beiträge von denen Sie nicht mal einen Cent selber gezahlt haben, nicht angerechnet werden sollen. Armes Deutschland.
Da hat man Ihnen alles finanziert, und jetzt sollen diese Beiträge nicht für die 45 Jahre zählen.

Da haben die bösen Politiker doch tatsächlich eine Rente für Menschen eingeführt, die 45 Jahre gearbeitat haben, und sich nicht von einer zur nächsten Umschulung gerettet haben.

Wer 45 Jahre arbeitet ist doch wirklich völlig bescheuert.