§48SGB IX

von
pluri

Frage Wird bei krankheitsbedingtem Abbruch einer Ausbildung das Ü-Geld während einer Umschulung bei Erreichen des fiktiven Ausbildungsendes dem Tarif angepasst? Das Ü-Geld aus dem Ausbildungsgehalt ist extrem niedrig und meines Erachtens dann nicht mehr in Ordnung.

von
Nix

Die Einstufung des auszuwählenden Tarifentgeltes ist Sache des zuständigen Sachgebietsleiters Ihrer Abteilung, in der Ihr Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bearbeitet wird/Ihre Umschulungsbewilligung erfolgte.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich keine Einschätzung zu geben vermag, ob das Tarifentgelt bei Ihnen - wie auch immer - angepasst wird.
Das Aussuchen des richtigen Tarifentgeltes erfordert manchmal, dass Sie sich mit dem Sachgebietsleiter der Arbeitsgruppe in Verbindung setzen und dieses mit ihm "persönlich ausfechten", da es immer sehr schwierig ist, jemanden richtig einzustufen, wenn er meint, ein zu niedriges Tarifentgelt wäre festgesetzt worden.

Ausserdem ist Ihre Frage schwer zu verstehen: "...bei Erreichen des fiktiven Ausbildungsendes...." = Was meinen Sie damit?

Haben Sie eine Berufsaubildung abgebrochen, dann gilt es, festzustellen, als was Sie anschliessend gearbeitet haben....und wieviele Jahre Sie diese Tätigkeit ausgeübt haben, um Sie vom Sachgebietsleiter Ihrer Abteilung, richtig beim Tarifentgelt einzustufen.

Wie gesagt: Individuelle Sache= Rufen Sie Ihren Sachgebietsleiter an und erklären Sie sich ihm gegenüber, welches Tätigkeitsfeld Sie ausgeübt haben, um Sie ordnungsgemäss beim Tarifentgelt einzustufen.

Übrigens: Das Übergangsgeld wird immer 1 Jahr nach dem Ende des Bemessungszeitraums nach dem letzten Rentenanpassungsprozentsatz angehoben, so dass ab dem Folgemonat das dynamisierte Übergangsgeld gezahlt wird.
Wichtig für Sie ist die ursprüngliche Einstufung.

Viele Grüsse
Nix

Experten-Antwort

Ihre Aussage, dass die Ausbildung krankheitsbedingt abgebrochen wurde, jedoch das fiktive Ausbildungsende erreicht wurde, verstehe ich nicht so ganz.
Meinen Sie damit, dass die Ausbildung verlängert bzw. die Prüfung weiter in die Zukunft verschoben wurde, Sie jedoch das ursprünglich vorgesehene Ausbildungsende erreicht hatten, bevor Sie arbeitsunfähig erkrankten?

Grundsätzlich kann ich daher sagen, dass das Übergangsgeld bis zur Beendigung der Ausbildung gezahlt wird (bei Krankheit analog der Vorschriften über die Entgeltfortzahlung bis zur Dauer von 42 Tagen), die Übergangsgeld jedoch mit dem Datum des Abbruchs der Ausbildung/Umschulung ebenso vorzeitig endet.
Bezüglich der Anpassung nach einem Jahr verweise ich auf den Vorbeitrag und auch weiterhin darauf, dass Sie sich aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts zur Klärung des Anspruches und dessen Höhe mit der Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers in Verbindung setzen mögen.