49 Millionen

von
Reiterberger

Hallo,
mich hat die besorgniserregende Nachricht erreicht, dass die gesetzliche Rentenversicherung aufgrund sogenannter Minuszinsen 49 Millionen Euro zurückzahlen muss. Tendenz deutlich steigend.
Angeblich, so mein Nachbar, werden die bestehenden Leistungsempfänger von Erwerbsminderungsrenten der 1. Generation mit Kürzungen rechnen müssen.
Kann das sein? Ich gehöre zu diesen Bestandsrentnern und erhalte 760 Euro Rente.
Wieviel soll denn da noch abgezogen werden?
R.

von
Ernst

Zitiert von: Reiterberger
Hallo,
mich hat die besorgniserregende Nachricht erreicht, dass die gesetzliche Rentenversicherung aufgrund sogenannter Minuszinsen 49 Millionen Euro zurückzahlen muss. Tendenz deutlich steigend.
Angeblich, so mein Nachbar, werden die bestehenden Leistungsempfänger von Erwerbsminderungsrenten der 1. Generation mit Kürzungen rechnen müssen.
Kann das sein? Ich gehöre zu diesen Bestandsrentnern und erhalte 760 Euro Rente.
Wieviel soll denn da noch abgezogen werden?
R.

Die Nachhaltigkeitsrücklage, der Notgroschen der DRV, beträgt weit über 30 Mrd. Euro.

Wenn es ggf. um die Zahlung von 49 Mio. Euro gehen sollte, dann sind das 0,14 PROZENT dessen, was als Reserve ohnehin da ist. Man nennt das dann "Peanuts", aus diesem Grund muss sich sicherlich keiner Gedanken dazu machen....

Bezogen auf die jährlichen Gesamtaufgaben handelt es sich um 0,16 PROMILLE (!) des Budgets.

Die Minuszinsen sind sicherlich ärgerlich, aber ein Problem stellen diese nicht dar.

Aber gerade Anfragen, bei dem es um vom "Nachbarn gehörtes" geht, sind im Allgemeinen ohnehin nicht von allzu großer Ernsthaftigkeit gekennzeichnet...

Experten-Antwort

Hallo Reiterberger,

auch ich habe die Information zu den von Ihnen genannten Strafzinsen den Medien entnommen. Diese stellen zwar durchaus eine Belastung für die gesetzliche Rentenversicherung dar, sind aber kein Grund zur Panikmache. Insbesondere ist nicht zu befürchten, dass diese direkte Auswirkungen auf einzelne Rentenbezieher in Form von Rentenkürzungen haben. Hierfür gibt es schlicht keine gesetzliche Grundlage.

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 30.07.2018, 12:14 Uhr]