499Euro-Job und Krankenkasse vom 26.08.2009

von
Rosita

Wenn ich als Alters-Rentnerin mit 60J einen 400Euro-Job annehme, zahlt der Arbeitgeber also in die Rentenkasse ein.
Habe ich dann irgendwann noch einen zusätzlichen Rentenanspruch aus diesen Beiträgen?

von
Knut Rassmussen

Nein.

von
-_-

Sie zahlen ja keine Beiträge, denn:

Versicherungsfrei sind Personen, die eine Vollrente wegen Alters beziehen.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__5.html

Der Arbeitgeberanteil zur gesetzlichen Rentenversicherung ist jedoch vom Arbeitgeber immer zu zahlen. Anderenfalls würden Arbeitgeber möglichst nur noch beitragsfreie Rentner beschäftigen.

http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__172.html

Experten-Antwort

Durch die Pauschalbeiträge erwerben Sie keinen höheren Leistungsanspruch in der Rentenversicherung.

von
Rosita

Könnte ich von meinen 400,00 EUR nicht auch RV-Beiträge entrichten?
Und falls ja, könnte ich dann über den gesamten Beitrag (AG und AN) zusätzl. Rentenansprüche erwerben?

von
Schade

Nein vergessen Sie das, als Altersvollrentner sind sie versicherungsfrei.

Mit Ihrem Antrag auf Altersrente haben Sie den eindeutigen Willen bekundet, dass Ihr Versicherungsleben beendet ist. (wenn das ginge, würden Sie jeden Monat kommen und eine Neuberechnung Ihrer Rente mit den Beiträgen des letzten Monats verlangen...stellen Sie sich diesen bürokratischen Aufwand mal vor....)

Wenn Sie an Ihrer Rente was ändern wollen, müssten Sie schon den Antrag zurücknehmen, auf die Rente verzichten- dann können Sie jede Menge Beiträge zahlen, die die spätere Rente beeinflussen.....aber so was macht eigentlich kein vernünftig denkender Mensch....wegen eines lumpigen 400 € Jobs....

von
Schiko.

Grundsätzlich gilt, im Rahmen eines 400 Eurojob sind in den 30 % Abgaben
die der Arbeitgeber zu zahlen hat auch 15% Beitrag für die Rentenver-
sicherung enthalten.
Dies ist jedoch kein vollwertiger Beitrag, da dies nur 60 Euro monatlich sind,
der Mindestbeitrag 79,60 beträgt.

Durch die genannten 60 Euro entsteht bei 400 ( bei 200 weniger) ein jährlicher
Rentenzuwachs von 3,19 Euro.

Erklärt der Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber schriftlich
den Verzicht auf die Versicherungsfreiheit überweist der AG. die fehlenden
19,60 = 4,9% mit den Beitrag von 60 Euro an die Rentenversicherung.

Dies ist dann ein vollwertiger Beitrag Mindestbeitrag von 79,60 mit allen
Vorteilen im Rentenrecht, statt 3,19 eine Rentenzuwachs von 4,23 Euro.

Als Folge werden naturgemäß an den AN. statt 400 nur 380,40 ausbe-
zahlt.

Sobald aber die Altersrente- auch vorgezogen - gewährt wird wirkt sich
der Beitrag von 19,60 nicht mehr auf die bereits gewährte Rente aus.

Warum aber trotzdem die 15% des Arbeitsgebers zu zahlen sind wurde schon
ausführlich erklärt.

Mit freundlichen Grüßen.