54 Beitragsmonate RV Nachzahlung?

von
Beamter

Ich verfüge als Beamter über 54 Beitragsmonate in der Rentenversicherung (frühere Angestelltenzeit). Kann ich die 60 Monate Mindestversicherungszeit für eine Rente durch Nachzahlung von 4 Monatsbeiträgen für die RV erwerben? Wonach bemisst sich ggfs. die Höhe der Nachzahlung?

von
The answerer

Hallo Beamter,

die Höhe des Mindestbeitrages beträgt 79,60Eue ro.

Sie müssten allerdings 6 Monate nachzahlen.60 - 54 = 6 , nicht 4 Monate.

von
Chris

Fragt sich nur, nach welcher Vorschrift das gehen soll?!

Das ist bei dem Sachverhalt nämlich gar nicht möglich. Lediglich eine Beitragserstattung würde Betracht kommen.

von
Bescheidener

Eine Berechtigung zur Entrichtung von freiwilligen Beiträgen besteht nicht. Sie müssten eine versicherungspflichtige Beschäftigung aufnehmen (neben Ihrem Amt), um die 60 Monate "vollzumachen".

Ansonsten bleibt Ihnen tatsächlich nur die Beitragserstattung. Aber ich meine, dass es da schlimmeres gibt. :-)

von
Feli

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, doch den Rentenanspruch zu erwerben. Ein Ausschluß der Berechtigung zur freiwilligen Versicherung ist in dem Moment nicht gegeben, wo Sie ohne Bezüge vom Dienst freigestellt sind. Desweiteren ist es möglich, über eine versicherungspflichtige Nebenbeschäftigung, die nicht von der Versicherungsfreiheit erfaßt wird, die nötigen Beiträge zu entrichten. Das gilt auch für einen Minijob, wenn Sie sich als Arbeitnehmer an den Beiträgen (4,9% des Gehalts aus dem Minijob) beteiligen.

Experten-Antwort

Hallo Beamter,

da Sie als Beamter versicherungsfrei in der gesetzlichen Rentenversicherung sind, haben Sie kein Recht zur Beitragszahlung im Rahmen der freiwilligen Versicherung. Sie haben die Möglichkeit der Beitragserstattung, die Sie beim Rentenversicherungsträger formell beantragen können.
Die einzige Möglichkeit die allgemeine Wartezeit von 60 Beitragsmonaten zu erfüllen, wäre die Aufnahme eines Minijobs mit einer Aufstockung der Beiträge von in der Regel 4,9 %. Dann könnten Sie die allgemeine Wartezeit erfüllen. Allerdings ist abzuklären, ob Ihr Pensionsträger die spätere Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung ggf. auf die Pensionsansprüche anrechnet.

von
Wolfgang

Hallo Beamter,

wenn Sie dank langer Dienstzeiten eh Ihren Höchstversorgungssatz erreichen/überschreiten werden ...nehmen Sie Abstand von den Ratschlägen, die 60 Monate über versicherungspflichtige Nebentätigkeiten erreichen zu wollen ! Ihre Dienststelle wird so was von dankbar sein, Ihnen ihren Rentenanspruch von der Pension abzuziehen.

Lassen Sie sich die Rentenbeiträge schnellstmöglichst erstatten - achten Sie aber auch darauf, dass alle rentenrechtlichen Zeiten damit verloren gehen Schule, Studium ... Wenn nicht sicher sind, dass Sie ewig Beamter bleiben - vorher nochmal informieren, ob die Beitragserstattung zz. sinnvoll ist.

Gruß
w.