55 oder 60%?

von
Windfee

Guten Tag,

ich bin im August 65 geboren und mein verstorbener Mann im Oktober 64. Geheiratet haben wir im Februar 87. Es handelt sich um die alten Bundesländer. Bekomme ich die 55 oder 60%Witwenrente?

Danke und Gruß

von
KSC

Es gilt neue Recht, also 55%

von
W*lfgang

Zitiert von: KSC
Es gilt neue Recht, also 55%
...plus ggf. Zuschlagsentgeltpunkte für eigene Kinder (sofern im eigenen Rentenkonto angerechnet). Aktuell 56 EUR fürs 1. Kind, sowie 28 EUR für jedes weitere.

Rechnerisch kann damit 60 % überschritten werden, bei 100 % ist aber Schluss/wird gekappt.

Gruß
w.

von
Windfee

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: KSC
Es gilt neue Recht, also 55%
...plus ggf. Zuschlagsentgeltpunkte für eigene Kinder (sofern im eigenen Rentenkonto angerechnet). Aktuell 56 EUR fürs 1. Kind, sowie 28 EUR für jedes weitere.

Rechnerisch kann damit 60 % überschritten werden, bei 100 % ist aber Schluss/wird gekappt.

Gruß
w.

Hallo, danke für die Infos. Die Kinder sind auf mein Rentenkonto angerechnet. Kann man so etwas nachträglich noch ändern und auf den Mann übertragen? Ich muss von der Witwenrente leben und bin auf jeden Cent angewiesen.

Gruß

Experten-Antwort

Mit ausschlaggebend für das Hinterbliebenenrentenrecht ist neben dem Geburtsdatum der Ehegatten auch der Todestag
des/r verstorbenen Versicherten und das Eheschließungsdatum.

Lag der Todestag des/r Versicherten vor dem 01.01.2002 wird die Witwen/rrente aus 60% der Versichertenrente berechnet.

Verstarb der/die Versicherte nach dem 31.12.2001 wird die Witwer/nrente ebenfalls aus 60% der Versichertenrente berechnet,
wenn die Ehe vor dem 01.01.2002 geschlossen wurde und mindestens ein Ehegatte vor dem 02.01.1962 geboren ist.

Verstarb der/die Versicherte nach dem 31.12.2001 errechnet sich die Witwen/rrente aus 55% der Versichertenrente
wenn, die Ehe nach dem 31.12.2001 geschlossen wurde (dies unabhängig vom Alter der Ehegatten)
oder
wenn, beide Ehegatte - bei Eheschließung vor dem 01.01.2002 - nach dem 01.01.1962 geboren wurden.

Der Zuschlag nach § 78a SGB VI für die Kindererziehungszeiten wird aus dem Versicherungskonto des überlebenden
Ehegatten in das Hinterbliebenenkonto gemeldet. Insoweit ist es notwendig, eventuelle Kindererziehungszeiten der Witwe/des Witwers
die bisher nicht geltend gemacht wurden im eigenen Versicherungskonto der/s Witwe/rs klären zu lassen, damit die Übermittlung in das Hinterbliebenenkonto erfolgen kann.
Kindererziehungszeiten-/berücksichtigungszeiten die vom Verstorbenen zurück gelegt wurden, werden im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewertet und
bei Berechnung der Hinterbliebenenrente berücksichtigt. Sie führen aber grundsätzlich nicht zu einem Zuschlag nach § 78a SGB VI!

Interessante Themen

Altersvorsorge 

Wie Anleger Steuern sparen können

Banken verschicken in diesen Wochen ihre Jahressteuerbescheinigungen. Was Anleger jetzt wissen müssen.

Gesundheit 

Neues Notvertretungsrecht für Ehepartner

Ehepartner haben seit Anfang 2023 ein gegenseitiges Notvertretungsrecht. Was das bedeutet und warum eine Vorsorgevollmacht dennoch sinnvoll ist.

Rente 

Was für Rentner 2023 wichtig ist

Mehr Rente, Hinzuverdienst, Wohngeld, Steuer: Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen für Rentnerinnen und Rentner.

Soziales 

So viel bekommen Sie 2023 netto mehr heraus

Fast alle Berufstätigen profitieren 2023 von Steuerentlastungen. Was in Euro und Cent zusätzlich herausspringt.

Altersvorsorge 

Arbeitslos – was tun mit der betrieblichen Altersvorsorge?

In Krisenzeiten fürchten viele Beschäftigte um ihren Job. Was passiert im Ernstfall mit der betrieblichen Altersvorsorge? Und wie kann sie bei einem...