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6 wöchige Berufsfindung und kein Geld!

von
Eddy

Hallo!

Aus gesundheitlichen Gründen mußte ich meinen alten Beruf auf anraten der Ärzte vor einem Jahr kündigen und bekam das letzte Jahr Arbeitslosengeld 1, was nun seit dem 19.10 ausgelaufen ist und ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 besteht nicht, da meine Ersparnisse zu hoch sind.
Seitens der RV wurde mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stattgegeben und nach einem 2 tägigen Assesment wurde entschieden, dass ich vom 5.11 -14.12.12 an einer Berufsfindung teilnehmen soll. Während des Gesprächs mit dem Rehaberater der RV erwähnte ich auch, dass ich nach Auslaufen vom ALG 1, kein weiterer Anspruch auf Unterhalt durch die Arge mehr besteht. Daraufhin sagte er , dass ich dann während der Berufsfindung Übergangsgeld von der RV erhalten würde.
Ich bekam dann einen Antrag zugeschickt, den ich von der Arge und der Krankenversicherung ausfüllen ließ und wieder abgab. Jetzt dachte ich eigentlich, dass es nur noch eine Formsache wäre. Doch nachdem ich in den letzten Wochen noch keinen Bescheidvon der RV bekam wrde ich persönlich dort vorstellig und man sagte mir, dass mein Antrag abgelehnt wurde und ich in den nächsten Wochen schriftlich darüber Bescheid erhalten werde.
Ich bin jetzt total entäuscht und muß mir überlegen, ob ich die Teilnahme kurzfristig absagen soll, da ich mir wohl einen Job suchen muß um meinen "Notgroschen" zu sichern und während der 6 Wochen es nur sehr schlecht möglich ist. Wasbwürdet ihr mir raten?

Vielen Dan schon mal im voraus!

von
R.A.

Mit welcher Begründung wurde Ihr Antrag denn abgelehnt?

von
Eddy

Angeblich, weil ich unmittelbar vorher in keiner Reha-Maßnahme war. Allerdings war ich es vor meiner Arbeiitslosigkeit. Genauen Bescheid bekomme ich wohl schriftlich.

von
Arbeitnehmer

Zitiert von: Eddy

Hallo!

Aus gesundheitlichen Gründen mußte ich meinen alten Beruf auf anraten der Ärzte vor einem Jahr kündigen und bekam das letzte Jahr Arbeitslosengeld 1, was nun seit dem 19.10 ausgelaufen ist und ein Anspruch auf Arbeitslosengeld 2 besteht nicht, da meine Ersparnisse zu hoch sind.
Seitens der RV wurde mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stattgegeben und nach einem 2 tägigen Assesment wurde entschieden, dass ich vom 5.11 -14.12.12 an einer Berufsfindung teilnehmen soll. Während des Gesprächs mit dem Rehaberater der RV erwähnte ich auch, dass ich nach Auslaufen vom ALG 1, kein weiterer Anspruch auf Unterhalt durch die Arge mehr besteht. Daraufhin sagte er , dass ich dann während der Berufsfindung Übergangsgeld von der RV erhalten würde.
Ich bekam dann einen Antrag zugeschickt, den ich von der Arge und der Krankenversicherung ausfüllen ließ und wieder abgab. Jetzt dachte ich eigentlich, dass es nur noch eine Formsache wäre. Doch nachdem ich in den letzten Wochen noch keinen Bescheidvon der RV bekam wrde ich persönlich dort vorstellig und man sagte mir, dass mein Antrag abgelehnt wurde und ich in den nächsten Wochen schriftlich darüber Bescheid erhalten werde.
Ich bin jetzt total entäuscht und muß mir überlegen, ob ich die Teilnahme kurzfristig absagen soll, da ich mir wohl einen Job suchen muß um meinen "Notgroschen" zu sichern und während der 6 Wochen es nur sehr schlecht möglich ist. Wasbwürdet ihr mir raten?

Vielen Dan schon mal im voraus!


Geh arbeiten und Gut is

von
???

Bei einer Berufsfindung soll geklärt werden, welche LTA-Maßnahmen für Sie sinnvoll sind. Sie ist also nicht selbst eine Maßnahme sondern Teil des Verwaltungsverfahrens. Daher besteht während einer Berufsfindung grundsätzlich kein Übergangsgeldanspruch. Es gibt 2 Ausnahmen: Sie arbeiten eigentlich noch und nehmen unbezahlten Urlaub oder Sie haben Anspruch auf Zwischenübergangsgeld. Nach Ihrer Schilderung schaut es damit schlecht aus für ein Übergangsgeld.
Die Überlegung, die Berusfindung wegen der fehlenden Übergangsgeldzahlung abzusagen, irritiert mich allerdings etwas. Bekommen Sie wirklich so leicht einen Job? Warum haben Sie dann nicht früher schon das arbeiten angefangen? War die Aussicht auf Geld vom Staat der einzige Grund, warum Sie die Berufsfindung machen wollten? Die Berufsfindung sollte Ihnen helfen, den Weg zu einem gesundheitlich passenden Arbeitsplatz zu finden. Normalerweise schließt sich eine Umschulung oder eine Fortbildung daran an. Wenn Sie diese Unterstützung nicht brauchen, dann sollten Sie Ihren LTA-Antrag zurückziehen.

von
Eddy

Zitiert von: ???

Bei einer Berufsfindung soll geklärt werden, welche LTA-Maßnahmen für Sie sinnvoll sind. Sie ist also nicht selbst eine Maßnahme sondern Teil des Verwaltungsverfahrens. Daher besteht während einer Berufsfindung grundsätzlich kein Übergangsgeldanspruch. Es gibt 2 Ausnahmen: Sie arbeiten eigentlich noch und nehmen unbezahlten Urlaub oder Sie haben Anspruch auf Zwischenübergangsgeld. Nach Ihrer Schilderung schaut es damit schlecht aus für ein Übergangsgeld.
Die Überlegung, die Berusfindung wegen der fehlenden Übergangsgeldzahlung abzusagen, irritiert mich allerdings etwas. Bekommen Sie wirklich so leicht einen Job? Warum haben Sie dann nicht früher schon das arbeiten angefangen? War die Aussicht auf Geld vom Staat der einzige Grund, warum Sie die Berufsfindung machen wollten? Die Berufsfindung sollte Ihnen helfen, den Weg zu einem gesundheitlich passenden Arbeitsplatz zu finden. Normalerweise schließt sich eine Umschulung oder eine Fortbildung daran an. Wenn Sie diese Unterstützung nicht brauchen, dann sollten Sie Ihren LTA-Antrag zurückziehen.

Danke für diese sehr hilfreiche Antwort. Selbstverständlich werde ich natürlich die Berufsfindung machen, denn ich bin doch sehr dankbar, dass ich noch einmal die Möglichkeit erhalte einen neuen Beruf zu erlernen. Und sicher haben sie auch recht, dass es eh nur sehr schwer möglich wäre einen Job zu bekommen und ich in meinem alten Beruf nicht mehr arbeiten kann. Werde dann halt meine Ersparnisse aufbrauchen und als Investition in meine Zukunft ansehen.

Experten-Antwort

Hallo Eddy,

wie schon von ??? geschildert besteht bei einer Berufsfindung nicht automatisch ein Anspruch auf Übergangsgeld. Nur, wenn Sie vorher Arbeitsentgelt erhalten haben und aufgrund der Berufsfindung jetzt keines mehr bekommen, ist Übergangsgeld zu zahlen. Hätten Sie Arbeitslosengeld bezogen, wäre dieses weiterzuzahlen gewesen. Da dies bei Ihnen jedoch nicht der Fall ist, erhalten Sie tatschlich keine Geldleistungen (§ 45 Ábsatz 3 SGB IX).