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AA Gutachten

von
lorbeere

Ab März 2004 habe ich ein Jahr eine Maßnahme zur Wiedereingliederung im Arbeitsleben gemacht. Danach (April 2005) eine Umschulung die ich aber aus gesundheitlichen Gründen abbrechen musste. Seit Oktober 2005 bis April 2007 habe ich Krankengeld bezogen
Im März 2007 war ich beim Ärztlichen Dienst vom AA, dort wurde mir aber nur eine Maßnahme in einer WfbM angeboten.
Darauf hin habe ich mit dem IFD Kontakt aufgenommen, damit die mir helfen etwas anderes zu finden als nur eine Maßnahme in einer WfbM. Vom IFD aus sollte ich mich Arbeitsuchend melden.
Ich war vor ein paar Tagen bei der Arbeitsagentur um mich arbeitsuchend zu melden. Die Beraterin sagte ich soll noch am gleichen Tag zu meiner Reha Beraterin. Meine Reha-Beraterin sagte das ich mich nicht Arbeitssuchen melden kann, das ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe und eine andere Maßnahme haben die auch nicht, weil die Amtsärztin vom AA mein Leistunbild mit tägl. Weniger als 3 Stunden und voraussichtlich länger als 6 Monate eingestuft hat.

&#38;#61558; Wenn ich jetzt eine Voll Erwerbsminderung beantrage, ab wann werden meine Pflichtbeiträge berechnet (ab jetzt oder vor meiner AU)?
&#38;#61558; Darf das AA mich einfach Voll Erwerbsunfähig schreiben?
&#38;#61558; Stimmt das ich mich nicht Arbeitssuchend melden kann und das ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld habe?

Über eine schnelle Antwort wäre ich sehr Dankbar

von
Nix

Sie müssen in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge entrichtet haben.
01.06.2002 bis 31.07.2007 = 5-Jahreszeitraum
Hierin sind folgende Pflichtbeiträge enthalten:
01.03.2004 bis 28.02.2005 = 12 Kalendermonate
01.04.2005 bis 30.04.2007 = 24 Kalendermonate
-----------------------------
Ergebnis = 36 Kalendermonate Pflichtbeiträge in den letzten 5 Jahren.

Sie haben die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen soweit erkennbar von den Pflichtbeiträgen her erfüllt.
Die Zeiten der Arbeitslosigkeit zählen als Anrechnungszeit, um die der 5-Jahreszeitraum in die Vergangenheit - vor März 2004 verlängert werden kann, um zu prüfen, ob Sie die Wartezeit von 5 Jahren erfüllt haben.
Stellen Sie einfach einen Rentenantrag oder lassen Sie sich beim RV-Träger beraten, ob die Voraussetzungen - allgemeine Wartezeit von 5 Jahren - erfüllt sind. Die Pflichtbeitragszeit von 3 Jahren in den letzten 5 Jahren sind ja erfüllt und der Tatbestand der Erwerbsminderung - weniger als 3 Stunden pro Tag arbeiten - sind auch erfüllt.

Das Arbeitsamt darf sie nicht voll erwerbsunfähig schreiben.

Diese Obrigkeit obliegt dem RV-Träger. Das Arbeitsamt darf Sie auffordern, einen Antrag auf medizinische Leistungen beim RV-Träger zu stellen, damit der RV-Träger diese Feststellung - Erwerbsminderung liegt vor oder nicht - macht.

Lassen Sie sich bei Ihrem Service-Zentrum der Deutschen Rentenversicherung ausführlich beraten!

von
Schade

mehr als NIX Ihnen gesagt hat, kann ein anonymes Onlineforum nicht leisten.

Es hängt alles vom Gesundheitszustand ab: wenn es medizinisch so ist, dass Sie nur noch unter 3 Stunden leistungsfähig sind und nur Arbeiten im geschützten Rahmen einer Werkstätte für behinderte Menschen in Frage kommen, dann sind die Aussagen der Berater der Arbeitsverwaltung durchaus nachvollziehbar.

Dann führt am Rentenantrag kein Weg vorbei, im Rentenverfahren bestimmen die Ärzte den Leistungsfall der Erwerbsminderung - auch den kennt kein Forumsteilnehmer und somit weiß ich nicht, ob an diesem Zeitpunkt die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt waren oder nicht.

Wenden Sie sich an die Beratungseinrichtungen vor Ort - nachdem schon Wiedereingliederung und Umschulung gelaufen sind, müssten Sie die Ansprechpartner dort eigentlich kennen.

von
Lorbeere

Vielen Dank für die Antworten!

Ich kenne meine Ansprechpartner bei der Rentenverischerung nicht, da beide Maßnahmen vom Arbeitsamt finanziert wurden. Ich habe bis jetzt nur eine Medizinische-Reha (02/2006) über die Rentenversicherung gemacht.

Wenn ich das richtig verstanden habe wird bei mir erst mal nachgeprüft ab wann ich Erwerbsmindernd geworden bin und dieser Zeitpunkt der Erwerbsminderung wird dann für die 3 Pflichtbeiträge genommen.

von
Nix

Richtig!
Massgebend ist der Eintritt des Leistungsfalls.
Von dem Tag des Leistungsfalls rückwirkend(ein Tag vorher) müssen Sie in die Vergangenheit einen 5-Jahreszeitraum bilden.
Hierin müssen mindestens 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen belegt sein. Dieser 5-Jahreszeitraum wird verlängert um hierin enthaltene Anrechnungszeiten, um im verlängerten 5-Jahreszeitraum zu prüfen, ob hier wenigstens 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen zurückgelegt wurden.
Der Zeitpunkt des Eintritts des Leistungsfalls kann der 1. Tag einer Arbeitsunfähigkeit sein, wenn Sie arbeitsunfähig sind. Es kann aber auch ein Tag des Unfalls oder Tag der Feststellung eines sonstigen Krankheitsleidens sein.
Hiervon rückwirkend wird der 5-Jahreszeitraum gebildet, in dem die 3 Jahre Pflichtbeiträge enthalten sein müssen.
Ich hoffe, Sie behalten den Überblick - trotz meiner Erklärung. :-)
Viel Erfolg!
Nix

von
Lorbeere

Danke für die schnelle und aussagekräftige Antwort.

Ich warte jetzt meine Renteninformation ab und werde dann leider eine Erwerbsminderungsantrag stellen müßen. Ich kämpfe nun seit fast 9 Jahren und habe langsam keine Kraft mehr, weil alles was ich versucht habe immer gescheitert ist!

Experten-Antwort

Das Wichtigste haben Ihnen &#34;Nix&#34; und &#34;Schade&#34; bereits erklärt. Dem kann man sich nur anschließen.