< content="">

Ab wann Abschlagsfrei in Regelaltersrente?

von
Sucher

Ich (geboren im Oktober 1959) beziehe eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung.
Zur Zeit habe ich 10,8% Abschläge.
Ab wann kann ich abschlagsfrei in die Regelaltersrente wechseln?
- Die Tabellen kenne ich, die gelten aber nur für Gesunde.
- Gibt es für Erwerbsgeminderte andere Tabellen?

von
rudi

Wenn Sie bis zur Regelaltersrente die Erwerbsminderungsrente beziehen, bleibt der Abschlag von 10,8 % auf jeden Fall erhalten.

von
Sucher

Zitiert von: rudi

Wenn Sie bis zur Regelaltersrente die Erwerbsminderungsrente beziehen, bleibt der Abschlag von 10,8 % auf jeden Fall erhalten.

Danke für die Info
Ich habe jetzt eine Tabelle gefunden, nach der ich bei bestehender Erwerbsminderung mit 64 Jahren und 2 Monaten in die Regelaltersrente wechsle. Da die 10,8% Abschlag bleiben ändert sich somit wohl nichts für mich.

von
sdfsdf

Zitiert von: Sucher

Zitiert von: rudi

Wenn Sie bis zur Regelaltersrente die Erwerbsminderungsrente beziehen, bleibt der Abschlag von 10,8 % auf jeden Fall erhalten.

Danke für die Info
Ich habe jetzt eine Tabelle gefunden, nach der ich bei bestehender Erwerbsminderung mit 64 Jahren und 2 Monaten in die Regelaltersrente wechsle. Da die 10,8% Abschlag bleiben ändert sich somit wohl nichts für mich.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit.
Bei einem Wechsel von einer teilweisen Erwerbsminderungsrente in die Regelaltersrente, bleibt der Abschlag von 10,8% nur bei den bisher beanspruchten (hälfigen) Entgeltpunkten bestehen.
Die andere Hälfte sowie die nach Eintritt des Leistungsfalles erworbenen Anwartschaften erhalten dann bei der Regelaltersrente keinen Abschlag.

Baujahr 1959: Beginn der Regelaltersrente ist nicht 64 Jahre + 2 Monate sondern 66 Jahre und 2 Monate

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__235.html

von
Sommer

Hallo Sucher,

ab 01.01.2026 - also mit 66 + 2 Monaten - haben Sie Anspruch auf die Regelaltersrente. Falls Sie am 01.10.1959 geboren sein sollten, wäre der Rentenbeginn einen Monat früher.

Sollten Sie einen Schwerbehindertenausweis haben und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen, hätten Sie schön früher Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen.

Falls Sie bis zum Beginn einer Altersrente die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung weiter beziehen, bleibt für die Entgeltpunkte, aus denen die Rente wegen tw. EM gezahlt wird, die Kürzung von 10,8 % bestehen.
Die anderen Entgeltpunkte wären z.B. bei einem Rentenbeginn 01.01.2026 ohne Abschlag.

von
Sucher

Zitiert von: Sommer

Hallo Sucher,

ab 01.01.2026 - also mit 66 + 2 Monaten - haben Sie Anspruch auf die Regelaltersrente. Falls Sie am 01.10.1959 geboren sein sollten, wäre der Rentenbeginn einen Monat früher.

Sollten Sie einen Schwerbehindertenausweis haben und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen, hätten Sie schön früher Anspruch auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen.

Falls Sie bis zum Beginn einer Altersrente die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung weiter beziehen, bleibt für die Entgeltpunkte, aus denen die Rente wegen tw. EM gezahlt wird, die Kürzung von 10,8 % bestehen.
Die anderen Entgeltpunkte wären z.B. bei einem Rentenbeginn 01.01.2026 ohne Abschlag.

66 Jahre 2 Monate gelten doch für gesunde? Gibt es da keine Sonderregelung für Erwerbsgeminderte?

Experten-Antwort

Für Versicherte, die im Jahr 1959 geboren sind, wurde die Regelaltersgrenze auf das Alter von 66 Jahren und 2 Monaten angehoben. Die Altersgrenze von 64 Jahren und 2 Monaten betrifft die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die auch ohne Rentenminderung in Anspruch genommen werden kann, wenn die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt ist. Hinsichtlich der Erfüllung dieser Voraussetzung setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung.
Entgeltpunkte, die bereits Grundlage einer Rente waren, behalten den bisherigen Zugangsfaktor (Rentenabschlag). Bei einem Rentenartfaktor von 0,5 bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung betrifft das die Hälfte der bei der Berechnung der Erwerbsminderungsrente ermittelten Entgeltpunkte. Die andere Hälfte der Entgeltpunkte und neu dazu kommende Entgeltpunkte werden ohne Abschlag berücksichtigt, wenn die Altersrente abschlagsfrei bezogen werden kann. Bei vorgezogenen Altersrenten werden diese Entgeltpunkte um den Abschlag der Altersrente vermindert.
Wurde die mit einem Abschlag behaftete Rente im Verminderungszeitraum (beim Rentenversicherungsträger erfragen) nicht oder nur teilweise z. B. wegen Hinzuverdienst in Anspruch genommen, kann sich dadurch der Abschlag auch vermindern. Sofern dies für Sie zutrifft empfehlen wir Ihnen, sich bei einer unserer Auskunfts- und Beratungsstelle in einem persönlichen Gespräch beraten zu lassen.

von
Sucher

Zitiert von: Sommer

Für Versicherte, die im Jahr 1959 geboren sind, wurde die Regelaltersgrenze auf das Alter von 66 Jahren und 2 Monaten angehoben. Die Altersgrenze von 64 Jahren und 2 Monaten betrifft die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die auch ohne Rentenminderung in Anspruch genommen werden kann, wenn die Wartezeit von 45 Jahren erfüllt ist. Hinsichtlich der Erfüllung dieser Voraussetzung setzen Sie sich bitte mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung.
Entgeltpunkte, die bereits Grundlage einer Rente waren, behalten den bisherigen Zugangsfaktor (Rentenabschlag). Bei einem Rentenartfaktor von 0,5 bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung betrifft das die Hälfte der bei der Berechnung der Erwerbsminderungsrente ermittelten Entgeltpunkte. Die andere Hälfte der Entgeltpunkte und neu dazu kommende Entgeltpunkte werden ohne Abschlag berücksichtigt, wenn die Altersrente abschlagsfrei bezogen werden kann. Bei vorgezogenen Altersrenten werden diese Entgeltpunkte um den Abschlag der Altersrente vermindert.
Wurde die mit einem Abschlag behaftete Rente im Verminderungszeitraum (beim Rentenversicherungsträger erfragen) nicht oder nur teilweise z. B. wegen Hinzuverdienst in Anspruch genommen, kann sich dadurch der Abschlag auch vermindern. Sofern dies für Sie zutrifft empfehlen wir Ihnen, sich bei einer unserer Auskunfts- und Beratungsstelle in einem persönlichen Gespräch beraten zu lassen.

Besten Dank für die ausführliche Info
Das mit dem anteiligen Abschlag habe ich verstanden. Das betrifft mich auch zusätzlich, da ich trotz teilweiser Erwerbsminderung im Rahmen meiner Hinzuverdienstgrenze noch Entgeltpunkte erwerbe.
Bei einem GdB von mindestens 50% und 35 Jahren Wartezeit könnte ich abschlagsfrei mit 64 Jahre 2 Monate in Rente gehen. Da ich die 35 Jahre nicht zusammenbekommen werde kommt das nicht in Frage. es bleibt wohl bei 66 Jahre 2 Monate.

von
W*lfgang

Zitiert von: Sucher
Da ich die 35 Jahre nicht zusammenbekommen werde
Sucher,

auch die Zeit des Bezug der EM-Rente zählt in vollem Umfang zu den 35 Jahren.

Wenn Sie 61+2 erreichen gehen Sie ein 1/2 Jahr vorher in die nächste Beratungsstelle und lassen alle möglichen/künftigen Rentenansprüche vorher durchleuchten/Probeberechnungen - was später sein würde.

Manche 'glauben' ja, dass sie in dieser Situation keine 35 Jahre haben - Glauben ist nicht Wissen/rechtzeitig überprüft ist der bessere Erkentnisweg.

Gruß
w.