Ab wann in Rente

von
Maier

Hallo liebe Forumsmitglieder und Experten !
Meine Daten
geb 22.08.1954
lückenlos Beiträge ab 01.09.1970 am 01.09.2014 Pflichtbeiträge für 44 Jahre erreicht. Bis jetzt ca 45 Entgeldpunkte erreicht.
Jetzt ab 31.05.2014 auf Dauer krankgeschrieben wegen COPD Stadium 4 ( Endstadium ).
GDB 50 mit Merkzeichen G
Reha absolviert ohne Besserung ( Besserung nicht mehr möglich Endstadium ).
An eine Arbeitsaufnahme ist nicht mehr zu denken.
Meine Fragen
1. ab wann ist welche Rente möglich und zu welchen Bedingungen.
2.wie lange ist noch Krankengeldbezug möglich.
3.was ist besser eine Rente mit Abschlägen ( wenn überhaupt möglich ) oder Erwerbunfähigkeitsrente beantragen.
4. oder nach Ende des Krankengeldbezuges in Arbeitslosigkeit gehen.

Vielen Dank im vorraus und Beste Grüsse

von
W*lfgang

Hallo Maier,

1. AR für Schwerbehinderte ab 60 + 8 mit 10,8 % Abschlag, eine 'Sofort'EM-Rente hätte bei Beginn bis dahin den gleichen Abschlag, wäre aktuell aber höher, wegen der bis 62 hochgerechneten Zeit – Antrag nach 31.10. stellen.

2. 78 Wochen für dieselbe Erkrankung innerhalb eines 3-Jahres-Zeitraums, unter Anrechnung des bereits erfolgten Lohnzahlungszeitraums.

3. aktuell ist nur eine EM-Rente möglich, eine abschlagsfreie AR (für Schwerbehinderte) könnte erst mit 63 + 8 einsetzen.

4. Bereits nach 1 Jahr Krankengeldbezug hätten Sie die 45 Jahre voll und könnten bereits mit 63 + 4 die AR an besonders langjährig Versicherte (ohne Abschlag erhalten), so lange 'schaffen' Sie es nicht – ohne finanzielle Einbußen.

Ich bezweifele, dass Sie so lange Zeit haben werden - nehmen Sie das Krankengeld so lange wie möglich mit, das ist die zz. wohl finanziell günstigste Basis für Sie. Ob es bis in ALG/Nahtlosigkeitsregelung reicht, steht zunächst in den Sternen. Dann wäre ein Vergleich (EM)Rente/ALG zu machen ...die nächste Beratungsstelle klärt Sie über die weiteren Schritte anhand Ihrer individuellen 'Ertragslage' auf. Gefühlt sollten Sie nach Ende Krankengeld die EM-Rente beantragen, 3 Monate vor Auslaufen.

Gruß
w.

von
Matze72

Zu den Ausführungen von w. sollte auch bedacht werden, dass die Krankenkasse auf die Idee komme könnte das Dispositionrecht einzuschränken, das heißt dass sie dann gar nicht die Wahl haben eine bestimmte Zeit abzuwarten um ggf ein eine bestimmte Altersrente zu beantragen. .

von
Gisela

Wenn die Experten hier den Menschen sagen, Sie können mit 10,8% Abschlag in Rente. Dann bitte auch sagen welche Rente zu erwarten ist bei 45 EGP u 10,8% Abschlag. Viele sind krank oder arbeitslos und wollen schnell in Rente, wenn es zu spät ist sehen sie das es ein Fehler war. 10,8% Abschlag oft 120 Euro im Monat ergibt einen schönen Jahresurlaub.

von
W*lfgang

Zitiert von: Gisela
Wenn die Experten hier den Menschen sagen, Sie können mit 10,8% Abschlag in Rente. Dann bitte auch sagen welche Rente zu erwarten ist bei 45 EGP u 10,8% Abschlag.
Gisela,

wenn Sie mit 'welche Rente' die Höhe der zu erwartenden Renten (egal ob mit oder ohne Abschlag) meinen, bietet Maiers Frage dafür keinen Raum, das zu spezifizieren ...manche sind froh, bei einem 'kleinen' Verlust aus der Tretmühle der Arbeit überhaupt rauszukommen, andere 'bejammern' den fehlenden 200er bei üppiger Rente und zusätzlicher Altersversorgungsansprüche.

> Viele sind krank oder arbeitslos und wollen schnell in Rente

Beschränken wir 'Viele' auf Einige, liegen wir sicher richtig - man muss die hier diesbezüglich Fragenden nicht als Querschnitt nehmen ...auch wenn jeder Einzelfall bedauerlich ist/seinen Kleinrentenfall sicher zuerst sich selbst zuzuschreiben hat - UND in Foren allgemein erst mal die Minderheit besonders stark in Erscheinung tritt.

Gruß
w.
...unser 'Foren-Rechner' – nennen wir in 'K den Grauen' – wird des Nächstens noch seine 45 EP-Netto-Abschlags-Rechnung nebst Steuerrückerstattung + Mütteraufschlagprämie im Forum aufmalen ;-)

Experten-Antwort

Den ersten Ausführungen von W*lfgang schließen wir uns an. Wegen der Anmerkungen von „Gisela“ möchten wir allgemein noch zur Höhe der Rente sagen, dass bei 45 Entgeldpunkten sich derzeit eine abschlagsfreie Bruttorente von 1287,45 € errechnet.