Abbruch Reha

von
Marion

Guten Tag, mein Mann ist seit 2,5 Wochen in einer Reha wegen psychischen Erkrankungen. Er fühlt sich in der Klinik überhaupt nicht wohl. Nicht genügend Therapien und auch Probleme mit anderen Patienten. Es geht ihm immer schlechter, leider erhält er keinerlei Unterstützung vor Ort. Mein Mann ist berufstätig und hat auf Anraten seiner Therapeutin diese Reha angetreten und der Rententräger hat diese auch genehmigt. Was passiert wenn er diese abbricht? Für Informationen wäre ich dankbar.

von
Cosima

Bevor die Reha abgebrochen wird, was allerdings möglich ist, sollte doch ein Gespräch mit den Ärzten vor Ort gesucht werden. Vielleicht lässt sich die Problematik ja noch lösen. Unter Umständen wird der Abbruch auch ärztlich befürwortet. Sollte es dennoch zum Abbruch kommen, müßte der Kostenträger schriftlich mit Angabe der Gründe informiert werden.

von
Marion

Vielen Dank schon mal. Gespräche hat es schon gegeben, leider ändert sich die Situation nicht. Ich weiß nicht, wie lange mein Mann noch durchhält. Wir werden auf jeden Fall eine Stellungnahme an den Rententräger schicken.

Experten-Antwort

Hallo User Marion,

bevor Ihr Mann die Reha vollständig abbricht, sollten Sie schnellstmöglich Kontakt mit dem zuständigen Rentenversicherungsträger aufnehmen. Sagen Sie dort Ihre Gründe für den Abbruch und teilen Sie auch mit, dass ein Gespräch mit den Ärzten vor Ort bereits stattgefunden hat und es zu keinen Änderungen kam.

von
Michael

Es kommt sehr häufig vor, dass man in der Reha nicht die erwünschte Hilfe bekommt, die man erwartet hat. Zum Teil liegt das an jedem selbst, aber auch Mitpatienten u. Therapeuten können schon sehr belastend sein, auch wenn es sicher nicht ihre Absicht ist. Wenn klärende Gespräche vor Ort keine Abhilfe bringen, kann man sich schon an den Kostenträger wenden, aber man wird garantiert keine Aufforderung zum Abbruch bekommen und muss dann die Konsequenzen tragen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass ich die Reha damals durchgezogen habe- irgendein sympathischer Mitpatient findet sich immer- und versucht habe, die Probleme der anderen nicht an mich ranzulassen. So habe ich die Zeit überstanden. Mein Arzt zu Hause hat sich dafür entschuldigt, dass die Reha nicht gut gelaufen ist , mich ambulant wieder aufgebaut und es geht mir heute noch gut. Vielleicht können Sie ja die Heimattherapeutin um Rat in ihrem Fall fragen. Ich wünsche Ihrem Mann alles Gute !

von
Marion

Ich danke allen für die Tips und Anregungen. Dieses Forum ist wirklich sehr hilfreich. Wir werden uns mit dem Rententräger und seiner Therapeutin in Verbindung setzen. Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.