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Abbruch Wiedereingliederung nach Reha. Wer zahlt danach?

von
Unwissender

Hallo,

ich bin seit Oktober 2009 krankgeschrieben (pschisch)und habe nun eine 6wöchige Reha hinter mir. Nun soll ich wieder in meinen alten Beruf eingegliedert werden, habe aber Angst, dass ich das nicht schaffe. Was passiert, wenn ich die Wiedereingliederung aufgrund gesundheitlicher Probleme abbrechen muß? Im Moment bekomme ich Übergangsgeld von der DRV, welches ich auch während der Wiedereingliederung bekomme. Zahlt danach die Krankenkasse weiter Krankengeld oder muß ich dann kündigen und mich arbeitslos melden?
Wäre toll, wenn mir hier jemand helfen könnte!
Vielen Dank schonmal im Voraus :-)

von
Erhard

Zum Antritt einer Wiedereingliederung kann Sie niemand zwingen und schon gar nicht, die WE zu einem gewissen Zeitpunkt X anzutreten !

Sie sollten auch keinesfalls zu früh die WE angehen, wenn Sie sich gesundheitlich dazu derzeit und bis auf weiteres noch nicht in der Lage sehen.

Das könnte ein gewaltiger Rückschlag für ihre Gesundung werden und Sie erheblich darin zurück werfen.

Eine begonnene WE können Sie aber auf jeden Fall aus gesundheitlichen Gründen zu JEDEM Zeitpunkt abbrechen.

Bei Abruch müssen Sie dann sofort zu ihrem behandelndem (Haus)-Arzt sowie den Kostenträger des Übergangsgeldes ( in dem Fall die RV ) sowie die Krankenkasse informieren.

Danach würde dann - normalerweise - die Zahlung des Krankengeldes zumindest erstmal wieder einsetzen, sofern noch Anspruch darauf besteht.

Natürlich wird die Kasse dann alles versuchen Sie schnellstens wieder aus der Krankenzahlung zu heraus zu bekommen...

Von Seiten des RV müsste dann nämlich noch einmal geprüft werden, ob bei ihnen nicht doch eine Erwerbsminderung vorliegt.

Sollte die RV dann doch - nach der gescheiterten WE und weiteren medizinischer Ermittlungen wie z.b. einer Begutachtung - , zu der Meinung kommen Sie seinen Erwerbsgemindert, würde ihnen eine befristetete EM-Rente zuerkannt.

Ihr noch bestehendes Arfbeitsverhältnis hat mit alledem nichts zu tun und eine Eingenkündigung des Arbeitserhältnisses is NIEMALS anzuraten, da Sie dann auf alle Ansprüche gegenüber ihrem AG ( wie z.b. auf eine Abfindung ) freiwillig und ohne Not verzichten würden...

Ihr AG wird schon auf Sie zukommen und Sie kündigen -wenn er dies beabsichtigt.
Und nur dann haben Sie eine Chance im Rahmen einer Kündigungsschutzklage
- eventuell - noch finanziell von der Kündigung zu profitieren...

von
Unwissender

Hallo Erhard,

vielen Dank für die Antwort.

Ich hatte 2 Möglichkeiten, aus der Reha entlassen zu werden. Entweder als &#34;gesund&#34; oder als &#34;krank&#34;. Dann mußte ich mich aber darauf einlassen, innerhalb von 2 Wochen eine Wiedereingliederung zu beginnen. Da ich wegen psychischer Probleme krankgeschrieben bin und diese auch mit meiner Arbeit zu tun haben, graut mir natürlich schon davor und ich weiß nicht, ob ich dem psychischen Druck gewachsen bin. Durch meine psychische Erkrankung habe ich auch körperliche Beschwerden wie z. B. oft Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen. Dies ist für die Arbeit natürlich nicht gerade förderlich... Deswegen weiß ich nicht, ob ich die Wiedereingliederung schaffe. Anspruch auf Krankengeld habe ich ja 1,5 Jahre und da bin ich ja noch lange nicht angekommen. Meinen Sie also, dass ich, falls ich die Wiedereingliederung abbreche, problemlos wieder Krankengeld von der Krankenkasse bekomme, obwohl ich jetzt ja Übergangsgeld von der Rentenversicherung bekomme?

von
Erhard

Ja, eigentlich schon.

Und wenn die Kasse nicht zahlen will sofort Widerspruch einlegen und per Anwalt dagegen vorgehen.

Aber letztlich gibt es nur 2 Möglichkeiten :

Entweder sind Sie nun arbeits bzw. erwerbsfähig oder Sie sind es eben nicht.

Heisst also letztlich Arbeiten oder EM-Rente.

Dann beginnen Sie doch einfach die WE wie gefordert und brechen diese nach 1 Tag oder wann auch immer wieder ab und lassen sich weiter krank schreiben.

Das haben SIE alleine in ihre Hand ( wenn Sie verstehen was ich damit meine.. )

Wenn ich ihre Zeilen so lese, glaube ich sowieso kaum das Sie die WE durchstehen werden. Selbst wenn, glaube ich werden Sie dananch dann die Arbeit in ihrer alten Firma langfristig wohl nicht durchstehen und wird auch ihrer Gesundheit nicht förderlich sein.

Eine abgebrochene WE macht sich übrigens in einem EM-Rentenverfahren und damit zur Erlangung einer EM-Rente immer sehr sehr gut...

Nach dem Motto :
Ich habs ja versucht - aber ging halt nicht.