Abfindung und Witwenrente

von
tina

Auf meine Anfrage vom 17.05.2010, 14:39 Uhr, wurde leider noch nicht geantwortet. Ich bitte um Antwort, weil hier widersprüchliche Aussagen vorliegen:

Hier nochmal der Text meiner Anfrage:

Abfindungen, die wegen Beendigung einer versicherungspflichtigen Beschäftigung als Entschädigung für die Zeit danach gezahlt werden, sind nicht auf die Hinterbliebenenrente anzurechnen.
Experte antwortet:
Jedoch hätte die Abfindung bei der Einkommensanrechnung berücksichtigt werden müssen, ggf. sollten Sie hier eine Überprüfung veranlassen.
Was stimmt jetzt?

Experten-Antwort

Hallo Tina,
Abfindungen, die der Arbeit-geber als einmalige oder laufende Leistung bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses erbringt, setzen sich zum einen aus einer Abgeltung für den Verlust von Arbeitsentgelt ("Arbeitsentgeltanteil") und zum anderen aus einer Entschädigung für den Verlust sozialer Besitzstände ("sozialer Anteil") zusammen.
Nur der "Arbeitsentgeltanteil" einer Abfindung ist als ein dem Arbeitsentgelt ver-gleichbares Einkommen zu behandeln . Wurde bei der Auflösung des Beschäftigungsverhältnisses die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten, so enthält die Entlassungsentschädigung keinen "Arbeitsentgeltanteil", sondern nur "soziale Anteile"; sie ist dann im Rahmen der Einkommensanrechnung nach nicht zu berücksichtigen .

von
-_-

Genaue Ausführungen finden Sie zu Ihrer Frage unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_18AR2.1.3

und noch detailiertere unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB4_18AR2.1.3.1&a=true