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Ablauf bei vorzeitigem Rentenantrag

von
Paco

Ein Verwandter ist krankheitsbedingt so eingeschränkt, dass er der Empfehlung gefolgt ist, den vorzeitigen Rentenbeginn zu beantragen. Das hat er vor etwa drei Monaten getan und wurde danach vom medizinischen Dienst untersucht. Nach langem Warten auf deren Aussage, erhielt er nun erneut eine Aufforderung, sich vom medizinischen Dienst untersuchen zu lassen.
Warum eine erneute Untersuchung erforderlich ist, blieb unklar. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, wurde nicht gesagt. Er vermutet, dass er wieder zwei Monate wartet, um dann zu einer weiteren Untersuchung eingeladen zu werden, usw. Durch die zweiwöchentlichen Vertröstungen zermürbt und durch das Ausbleiben der Rente in Bedrängnis, bat er mich um Unterstützung.
Meine Frage: hat mein Verwandter einen Anspruch darauf, innerhalb festgelegter Fristen eine verbindliche Aussage zu seinem Rentenantrag zu bekommen und wer kann ihm ggf. dabei helfen, diesen Anspruch durchzusetzen? Vielleicht gibt es ja eine Schiedsstelle, die solche Fälle untersucht und auf die beteiligten Institutionen einwirken kann.
Gibt es vielleicht eine Übersichtsinformation der Rentenversicherer, wer bei der Bearbeitung eines Rentenantrags was bis wann beiträgt und wer den gesamten Prozess überwacht?
Ich möchte meinem Verwandten gerne helfen, bin aber neu in dem Thema und wäre für jeden Hinweis sehr dankbar.

von
Horsti

Ihre Vermutung dass das Verfahren absichtlich verschleppt wird ist völlig falsch. Wenn nach der ersten Untersuchung noch eine zweite folgt ist das sogar gut, weil ihr freund dann sicher sein kann dass wirklich umfangreich ermittelt wird.
Vermutlich hat ihr Freund zumindest zwei unterschiedliche Krankheiten und daher braucht es auch 2 Gutachten. Schiedstelllen oder sonstigen Quatsch gibt es nicht.
Wenn es mehr als 6 Monate dauert , kann kostenfrei Untätigkeitsklage beim Sozialgericht erhoben werdne.

Am erfolgversprechendesten ist natürlich , einfach mal beim zuständigen Rententräger anzurufen bzw. schriftlich nachzufragen bis wann mit einer Erledigung gerechnet werden kann.

Experten-Antwort

Ihr Verwandter sollte sich (wie von "Horsti" angeregt) mit seinem Rentenversicherungsträger telefonisch oder schriftliche in Verbindung setzen. Aus eigener Erfahrung (war bisher bei drei Rentenversicherungsträgern in der Sachbearbeitung tätig) weiß ich, dass die Bearbeitungsweisen zur Prüfung der medizinischen Voraussetzungen bei den einzelnen Trägern recht unterschiedlich sind, da ja verschiedene vetragliche Aspekte mit den jeweils beauftragten Ärzten und auch regionale Besonderheiten zu beachten sind. Daher ist eine direkte Rücksprache bzgl. der dort geführten Ermittlungen bei dem zuständigen Rentenversicherungsträger empfehlenswert.