Ablehnung der Berufsunfähigkeit

von
piazolla

Folgende Diagnosen wurden von einer BfA Gutachterin erstellt:
Spondylarthrosen L3-S1,
Chron. Tendinitis Achillessehnen li.>re.,
Chron. Lumbalgie,
Erosive Osteochondrose L5/S1,
Discusprolabs L5/S1,
Discusprotrusion L4/5

Dennoch ist sie am Ende ihres Gutachtens der Meinung, daß ich vollschichtig als Krankenschwester in der Altenpflege arbeiten kann.
Ich bin 52 Jahre alt, und habe immer starke Schmerzen, bishin zu Blockaden, die mich manchmal fast bewegungsunfähig machen.
Nun will ich Widerspruch einlegen. Was soll ich als Begründung denn noch alles haben?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo piazolla,

das kann Ihnen in diesem Forum leider auch keiner genau sagen. Schreiben Sie in Ihren Widerspruch noch einmal genau hinein, aus welchen Gründen Sie sich erwerbsgemindert fühlen, vielleicht können Sie sich auch mit Ihren behandelnden Ärzten beraten.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls alles Gute.

von
Antonius

Sie sollten sich unbedingt professionelle Unterstützung bei einem Sozialverband oder einem Fachanwalt für Sozialrecht holen. Die Sozialverbände werden gegen einen geringen Jahresbeitrag für Sie tätig und vertreten Sie notfalls auch vorm Sozialgericht.
(www.sovd.de oder http://www.vdk.de)

MfG

von
???

Nur zur Erläuterung: Viele Diagnosen bzw. Krankheiten führen nicht unbedingt zur Erwerbsminderung. Die Schwere und die Auswirkungen im täglichen Leben dieser Krankheiten sind maßgeblich. Vielleicht sollten Sie bei der Widerspruchsbegründung darauf achten.

von
Zapata

Gehen Sie bitte s o f o r t zu einem Fachanwalt für Sozalrecht.

Es scheint lt. Ihren Angaben
wohl so zu sein, das Sie
- wie so viele andere vor Ihnen - bei einem Gutachter gelandet zu sein, der meint
ein " Gefälligskeitsgutachten " im Sinne seines Auftraggebers schreiben zu müssen.

Es kommt häufig vor, das zwar Diagnosen/Erkrankungen seitens der Gutachter erkannt werden , aber am Ende im Gutachten immer runter gespielt werden.

Dem Beitrag von EGBERT ist nichts mehr zu diesem Thema hinzuziufügen !

Lassen Sie sich nicht entmutigen.

Spätestens vor dem Sozialgericht werden die
Karten neu gemischt !

von
Skandal

Ich stimme Egbert auch voll zu.

Es ist eine " Sauerei " was mittlerweile seitens der Rentenversicherung und deren beauftragten Gutachtern an medizinischen und auch sonst höchst fragwürdigen Gutachten und vor allem deren Interpretation daraus ,abgeliefert wird.

Bei mir hat ein Gutachter ( Innere Medizin ) nach einer 24 Stunden Blutdruckmessung im Gutachten folgendes geschrieben :

99.1 % !!! der in 24 Stunden
gemessenen Blutdruckwerte
lagen ü b e r dem Normalwert. ( Spitzenwerte mehrmals um 180 zu 120 )

Also von 100 Messungen war 1 Messung o.k.

Sein Fazit am Ende des Gutachten war :
Blutdruck normal. Patient ist
" gut " eingestellt ( medikamentös )
Keine Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit !

Diese " Gutachten " sind das Papier nicht wert auf dem sie verfasst wurden ( aber wir
die Beitragszahler bezahlen diesen Schrott auch noch...
eigentlich unglaublich ! )

Ein Anwalt , kann im Prinzip solche Gefälligskeits Gutachten im Einzelnen Punkt für Punkt auseinandernehmen und
widerlegen.

von
VORSICHT!

was ist das denn für müll? gehen die parolen schon wieder los..... leere kassen....gefälligkeit.....jungs, ihr könnt es einfach nicht lassen

wenn sie sich rechtlichen beistand holen dann bitte nicht bei einem sogenannten fachanwalt für sozialrecht, die haben in der regel die wenigste ahnung!

von
Demken

@ VORSICHT!
von welchem Planeten kommen Sie wenn ich fragen darf ???

Mit Sicherheit nicht von unserer schönen Erde, sonst würden Sie nicht behaupten " Fachanwälte für Sozialrecht habe die wenigste Ahnung "

Das mag auf dem Mars so sein , aber nicht hier....

Empfehlen Sie doch am Besten gleich einen Fachwalt
für Vereinsrecht oder für
Familienrecht....

von
VORSICHT

na dann hören sie sich mal um.... oder viel spaß bei ihrem fachanwalt :-)

ich habe je gesagt "in der regel", ich behaupte also nicht alle haben keine ahnung, aber aus erfahrung kann ich behaupten die meisten anwälte verdienen diese bezeichnung nicht.... leider

von
mikra

lasse sie sich vom Sozialverband oder besser noch von einem Anwalt für Sozialrecht beraten und den Widerspruch einreichen.
Selbst wenn man an Krücken geht bekommt man keine Eu Rente.Die Gutachter schmettern alles ab wenns irgend wie geht. Und die DRV ist ganz stolz auf diese Gutachter.Die sparen ihnen Geld fürs erste. Na ja aber wie es vor Gericht ausgeht. na was solls, die Kosten auf Dauer sind ja niedriger als jeden Monat Rente zu zahlen.
Mfg mikra

von
Schade

Ihr Beitrag scheint mir ja unheimlich wertvoll für piazolla zu sein.

das Zitat:
"Selbst wenn man an Krücken geht bekommt man keine Eu Rente" zeugt ja wirklich von hoher Fachkompetenz, wie man sie ansonsten nur an Stammtischen, etc finden kann.

Es gibt doch jede Menge Gehbehinderter, die arbeiten können und völlig zu Recht keine Rente bekommen.

Und dass die Gutachter "alles abschmettern" ist natürlich eine ebenso allgemeingültige Tatsache wie, "dass alle Beamten faul sind" und "die Erde eine Scheibe ist".

von
Neugieriger

Aber wo kommen denn dann die vielen vielen Frührentner her, wenn die Gutachter ALLES abschmettern?
Wenn man nur unter Blähungen leidet, bekommt man im Regelfall tatsächlich keine Rente. Und auch wenn man an Krücken geht, kann man durchaus noch erwerbsfähig sein!

von
klaus

hallo micra!
ich möchte Ihnen kurz schildern, wie mein Berufsunfähigkeitsverfaren bisher gelaufen ist. Bin Kfz-Mechaniker 54 Jahre habe 39 Jahre in meinem Beruf gearbeitet, bin zu 70% Schwerbehindert:
Beide Knie Mikrofrakturiert, Wirbelkörper Gleitvorgang Endstufe, Halswirbelsäule endgradig verbraucht,Schulter teilsteife nach nicht verschuldetem Fahrradunfall, Handgelenk links teilversteift nach schwerer Arthrose, Handgelenk rechts ulna impagtion syndrom. Aufgrund meiner Beschwerden habe ich in 11/05 Rente eingereicht in der Hoffnung eine teilwese EM - Rente bei Berufsunfähigkeit zu erhalten. DRV sagt ich kann noch Registrator oder Telefonist machen und bekomme deshalb nichts. Zurzeit läuft noch Sozialgerichtsverfahren mit Rechtsanwalt und es ist noch nichts entschieden. Ich möchte Ihnen mit meinem Bericht zeigen wie schwierig es ist von der DRV eine Leistung zu erhalten. Wenn ich gewußt hätte was ich mit diesem Rentenantrag alles durchmachen muß, hätte ich lieber weitergarbeitet bis man mich irgendwann aus der Werkstatt getragen hätten.
Gruß Klaus

von
Mamamia

hallo,
da muss ich recht geben. Mir ging es genauso, mit auch diesem Krankenbild. Habe aber aufgegeben, konnte nicht mehr. Meine Arbeitskollegin, bekam sie beim erstenmal gleich durch, obwohl sie nicht annähernd den Schweregrad des Verschleissends der Wirbel hat wie ich. Nur das sie seit über 20Jahre arbeitslos war und körperlich fett, ja richtig fett, mit der Aussage des gutachters, ja sie können auch nicht mehr arbeiten. Ich habe eine durchweg gute Figur für mein Alter und bin deshalb noch arbeitsfähig. Auch so kann es gehen. Urteile nach Aussehen. Viel Erfolg. Ich bin sehr enttäuscht worden, lebe also weiter unter dem Existenzminimum, da das AA nicht einmal zahlt, und trotzdem muss ich ohne Leistungsbezug sämtliche Schikanen des AA hinnehmen.
Für alles viel Glück.

von
Realist

..........es ist eben nicht jeder tatsächlich so krank, wie er glaubt! Seien Sie doch froh, dass Sie noch arbeitsfähig sind!

Warum sollte ein berufsunfähiger Kfz-Mechaniker nicht als Telefonist arbeiten können? Das ist ein körperlich leichter Beruf, der teilweise sogar sehr gut bezahlt wird.

Und dass die Arbeitskollegin von "Mamamia" nur wegen ihrem Aussehen als erwerbsgemindert eingestuft wurde, glauben Sie doch wohl selber nicht!

Fettleibigkeit, auch wenn sie selbst verschuldet wurde, kann z.B. schwere Herz- und Kreislauferkrankungen oder orthopädische Schäden nach sich ziehen. Und "Mamamia" wird wohl kaum die notwendige Qualifikation besitzen, um so etwas objektiv beurteilen zu können!

Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre Rente gerichtlich durchzusetzen, sofern Sie überhaupt erwerbsgemindert sind! Mit Rumjammern kommen Sie nicht weiter!

von
Mamamia

ich jammere nicht rum, ich gönne meiner Freundin die EM-Rente. Aber mir zu unterstellen, das ich die Krankengeschichte nicht kenne ist nicht so. Ich habe alle Befunde von ihr gelesen und mit ihr den Antrag ausgefüllt, und festgestellt, dass sie nicht annnähernd den Grad der Osteochondrose hat wie ich, sondern nur Anfang einer Osteochondrose. Dazu habe ich noch Diabetes mit ICT. und Leberschaden, Berufsallergien, Stressbedingte Schuppenflechte. Sie wurde nicht untersucht, sondern 5min nach Akteneinsicht als nicht arbeitsfähig eingestuft, auch spielt sehr wahrscheinlich die ARGE damit. Sie pflegt eine Person und macht noch deren Haushalt mit Treppehäuser reinigen usw. Wenn ich diese Arbeit noch machen könnte so wie sie rumwirbelt zu Hause, dann könnte ich mich nicht mehr bewegen vor Schmerzen.
Gruss

von
Realist

.........wenn Sie sich ungerecht beurteilt fühlen, müssen Sie eben den Klageweg beschreiten.

Wofür gibt es denn wohl Sozialgerichte?

Bis zur endgültigen Klärung erhalten Sie entweder Krankengeld, Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe. Verhungern brauchen Sie also nicht!

von
klaus

Lieber Realist,

leider bin ich eben nicht arbeitsfähig, da mein teilversteiftes Handgelenk vor 5 Wochen nochmals operiert worden ist, da Mondbein und Ulna aneinader reiben und so eine dauernde Entzündung und Schmerzen vorhanden waren, und dies laut Handchirurg ein langwierieger Heilungsprozess ist.
Bitte versetzen Sie sich in meine Lage bevor Sie diese Situation mit rumjammern bezeichenen.Weiterhin möchte ich ihnen noch mitteilen, das mein Betrieb in dem ich 19 Jahre garbeitet habe während meiner Krankheitsphase in Konkurs gegangen ist und ich somit arbeitslos bin. Ich habe als Kfz-Mechaniker zuletzt 1900,00 Euro netto verdient, glauben Sie wirklich das man als Telefonist annähernd soviel verdienen kann. Die teilweise EM-Rente bei Berufsunfähigkeit (von 420 Euro in meinem Fall)wäre also ein kleiner Ausgleich für den niedriegern Lohn den ich in Zukunft erhalten würde, vorausgesetzt ich bekomme als Schwerbehinderter noch eine Chance dazu.
Ich wünsche Ihnen eine bessere Zukunftsperspektive wie meine ist.

Gruß Klaus

von
Realist

Nach ständiger Rechtssprechung können Facharbeiter sozial zumutbar auf die Tätigkeit eines Telefonisten verwiesen werden. So ist das nunmal!

Berufsunfähigkeit ist eben NICHT gleichbedeutend mit Erwerbsunfähigkeit.

Alles Gute für Sie!

von
klaus

Hallo realist,

sie haben vollkommen recht das Berufsunfähigkeit nicht Erwerbsunfähigkeit bedeutet.
Aber wieso habe ich dann 39 Jahre Rentenversicherungsbeiträge bezahlt auch für einen Berufsunfähigkeitsschutz wenn der praktisch nicht besteht.
Sehen Sie mal auf die Internetseite der Arbeitsagentur welche Voraussetzungen ein qualifizierter Telefonist oder Registrator haben muß, von sehr guten Computerkenntnissen, englisch Kenntnisse,gutes Maschinenschreiben usw.
Finden Sie das in Ordnung das man einen Mechaniker mit fast 55 Jahren ohne Kurse einfach so, auf solche Berufe verweisen kann und dann braucht man nichts zahlen, leben kann man von der Almosenberufsunfähigkeitsrente ja sowiso nicht.
Warum sagt die DRV nicht gleich das es keine Bu-Rente mehr gibt, dann würden alle wissen woran sie sind und sich keine Hoffnungen mehr machen.

Gruß Klaus