Abrechnung Reha-Klinik (KTL)

von
eleanor

Der Entlassungsbericht enthält ja eine Liste der durchgeführten therapeutischen Leistungen. Abgesehen davon dass bei mir dort mehrere Behandlungen aufgeführt sind, die überhaupt nicht stattfanden, stimmt bei einigen auch die Zeitangabe nicht. Deshalb meine Frage: beziehen sich die Zeitangaben auf den Aufwand der Klinik oder auf die Zeit für den Patienten?

Wenn beispielsweise eine Badeanwendung für mich 6 Minuten dauerte (das Gerät war so voreingestellt, man könnte höchstens noch eine Minute hinzuzählen, in der ich den Platz noch besetzte zum Abtrocknen), angegeben werden aber 15 Minuten, kann ich dann davon ausgehen, dass dies einfach die Zeit beinhaltet, wo der Bademeister die Wanne desinfiziert z.B.?

Ebenso bei der Psychotherapie: Tatsächlich 20 Min., angegeben 50 Min. Ist dort evtl. die Zeit enthalten, die der Therapeut sich anschließend noch Notizen macht oder so?

Experten-Antwort

Ich empfehle Ihnen, die Fragen und Unstimmigkeiten über den Sozialberater an die Klinik heranzutragen. Sollte die Angelegenheit auf diesem Weg nicht zu Ihrer Zufriedenheit geklärt werden, können Sie sich schriftlich an den Kostenträger für die Maßnahme wenden.

von
eleanor

es geht ja nicht um meine Zufriedenheit, habe die Reha ja Gott sei dank hinter mir (sonst hätte ich ja noch keinen Entlassungsbericht). Ging mir hauptsächlich um die Abrechnung und falls ich das jetzt in meiner Stellungnahme zum Entlassungsbericht erwähne (weil noch andere Dinge nicht stimmen), ob die DRV mir dann mitteilt "Nee nee, das mit den Zeiten ist schon in Ordnung, weil... (siehe meine Vermutung dass nicht die Patientenzeit, sondern die Klinikzeit zählt).

von
Amigo

was wollen Sie überhaupt damit bezwecken ?

von
Rosanna

Ich verstehe auch nicht so ganz, welchen Sinn und Zweck Ihre Frage hat. SIE müssen doch die Anwendungen nicht bezahlen!

Außerdem dürfte logischerweise der Gesamtzeitraum minutenmäßig aufgeführt worden sein, den man benötigte, Ihnen die jeweilige Anwendung zukommen zu lassen. Natürlich muß die Badewanne vor und nach der Benutzung gereinigt werden, muß der Therapeut nach der Sitzung sich Zeit nehmen für seine Notizen oder seinen Bericht. Ob die beanspruchte Dauer der Behandlung inkl. Vor- und Nacharbeit nach Minuten abgerechnet wird oder nach Sitzung, wissen Sie doch gar nicht. Dies ist außerdem völlig irrelevant.

Wichtig wäre nur, wenn z.B. Anwendungen oder Therapien aufgeführt sind, die überhaupt nicht stattfanden! Denn dann würde bei der Abschlußbeurteilung unter Umständen ein völlig falsches Bild entstehen.

Andernfalls lassen Sie´s doch einfach auf sich beruhen.

von
Corletto

Das sind wahrscheinlich nur sog. Zeiteinheiten die auf der Abrechnung bzw. im Abschlußbericht der Rehaklinik für den Kostenträger der Rehamassanahme stehen.

Weit wichtiger für Sie ist es zu
prüfen , ob die angegebenen Anzahl der einzelnen Therapien auch wirklich so stattgefunden haben.

Wenn Sie nämlich zum Beispiel nur 2 x Psychotherapie hatten , im Bericht aber 5 x steht , sollte dies keinesfalls so hingenommen werden und korrigiert werden.

von
kati

Frage:

Bekommt man denn den Entlassungsbericht direkt zugeschickt?

Könnte man Entlassungsberichte, die schon um die 6 J. alt sind, von der DRV anfordern?

Gruss kati

von
Corletto

Normalerweise bekommt auch ihr Arzt der ihren Rehaantrag eingereicht bzw. unterstützt hat , automatisch eine Kopie des Entlassberichtes.

Würde also erstmal ihren Arzt aufsuchen und danach fragen.
Bericht ausdrucken lassen und sofort mitnehmen.

Das dürfte allemal schneller und unbürokratischer sein , als in über die RV anzufordern.

Nach 6 Jharen wird bei der RV so ein Rehabericht mit Sicherheit irgendwo in den " Katakomben " eingelagert sein.

Außerdem/und/oder können Sie den Rehabericht natürlich auch direkt in der Rehaklinik anfordern !

Experten-Antwort

Dem Beitrag von Corletto stimme ich voll zu. Eine Anforderung von sechs Jahre alten Entlassungsberichten vom Kostenträger sollte nur im begründeten Einzellfall erfolgen. Eine Übersendung des Entlassungsbericht ist ohnehin nicht möglich. Lediglich im Rahmen der Akteneinsicht könnte der Entlassungsbericht in Kopie ausgehändigt werden.

von
Rosanna

Entlassungsberichte, die 6 Jahre alt sind, liegen in der Regel der DRV nicht mehr vor, da die Akten ausgeschieden sind.

Es sei denn, es waren nach der Entlassung aus dieser Reha-Maßnahme noch weitere Reha-Verfahren anhängig.

von
hallöle

Ich würde erst mal den Arzt fragen. Ich habe übrigens in den letzten Jahren nach schlechten Erfahrungen in jeder Klinik und bei jedem Facharzt gebeten, mir eine Kopie des Befund-/Entlassungs-bzw. Op-Berichtes zuzuschicken. Das klappte immer problemlos, die waren allerdings maximal ein Jahr alt.

von
eleanor

ich bin jetzt ehrlich gesagt etwas baff ob des Unverständnisses bzgl. meiner Frage. Was ist denn das für ein Argument "SIE müssen es doch nicht bezahlen", ist es nicht so, dass wir alle das Gesundheits- und Sozialwesen durch unsere Beiträge bezahlen? Sonst könnte ich ja auch zum Sachbearbeiter des Kostenträgers sagen, bewilligen Sie mir doch bitte dies und jenes, SIE müssen es doch nicht aus eigener Tasche bezahlen.

Wenn bei meinem Arbeitgeber in den Firmenräumen ein Handwerker etwas repariert, dann schaue ich doch auch - obwohl ich es nicht selbst bezahlen muss -, ob er auf seiner Rechnung die tatsächliche Arbeitszeit abrechnet oder schummelt.

Die Frage war doch einfach nur, OB hier überhaupt geschummelt wird, es müsste doch irgendwo stehen, was bei den einzelnen Leistungen jeweils enthalten ist. Wenn das so irrelevant ist und nicht gewünscht ist, dass der Patient das nachvollziehen und nachprüfen kann, weshalb steht es dann überhaupt im Entlassungsbericht?

Wenn ich ambulant 20 Minuten Krankengymnastik verordnet bekomme, dann sind das reine Behandlungsminuten und ob die Physiotherapeutin vorher und hinterher noch irgendwelche Vorbereitungen trifft, Decke auswechseln, Wärmepack aufwärmen etc., glaube ich kaum, dass sie das bei der Krankenkasse extra abrechnen kann, diese Arbeiten scheinen mir pauschal in den 20 Minuten enthalten zu sein.

Ebenso wie beim Handwerker aus dem Beispiel oben die Zeit, die er benötigt um seine Werkstatt aufzuräumen, seinen Lieferwagen zu waschen etc.

Ich dachte es wäre leicht beantwortbar, ob dies bei Rehaleistungen genauso ist (bei den meisten Reha-Leistungen scheint es so zu sein, denn die Zeiten sind richtig 1:1 angegeben) oder ob bei einzelnen Leistungen (z.B. Fußbad und psychol. Gespräch) die Behandlungszeiten nicht mit den Abrechnungszeiten übereinstimmen.

Sorry, mir war nicht bewusst, dass es anscheinend doch komplizierter ist oder ich hier in irgendwelchen Interna rumstochere. Bitte um Entschuldigung.

von
Jason

Hallo User
es muß doch möglich sein darauf hinzuweisen das die zeitliche behandlung in einer klinik nicht der zeit der tatsächlichen abrechnung übereinstimmt.
das ist ganz einfach betrug an den patienten und nicht zuletzt an den beitragszahlern.
wenn ich privat eine massage bekomme und diese nur 10 minuten dauert kürze ich die rechnung um 75%.

von
Rosanna

Ich verstehe nicht, weshalb Sie sich jetzt so ereifern. Prüfen Sie bei Ihrer gesetzlichen Krankenkasse auch jeden Posten der Ärzte nach, was und wie diese abrechnen? Man kann´s auch übertreiben.

Wenn Sie es wissen wollen, nach welchen Kriterien abgerechnet wird, fragen Sie bei der Klinik oder der DRV nach, der die Reha-Maßnahme bewilligt hat. Vielleicht kann Ihnen auch Ihr Hausarzt mit Erfahrungswerten dienen.

MEINE Erfahrung ist, dass die, die am lautesten schreien, gerne jegliche Möglichkeiten ausschöpfen, die das Gesundheitssystem bietet. Vom Yoga-Kurs angefangen.... Danach kräht aber kein Hahn.

von
Rosanna

Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag:

Sorry, wenn dieser etwas schroff ausgefallen ist. ;-)

Ich habe mich jetzt schlau gemacht:

Es wird an die Reha-Klinik der festgelegte tgl. Pflegesatz x Anzahl der Tage gezahlt.

In diesem tgl. Pflegesatz sind ALLE (!) Anwendungen/Behandlungen, die vorgenommen werden, pauschal ENTHALTEN. Daher ist die Angabe der Dauer der jeweiligen Behandlung/Anwendung für etwa entstehende Kosten völlig irrelevant. Es gibt ganz wenige Ausnahmen, wenn z.B. ein Mehrbedarf für eine spezielle Behandlung besteht, die im Leistungskatalog der Klinik nicht enthalten ist.

Wichtig ist aber trotzdem, wie bereits erwähnt, dass die ANZAHL der aufgeführten Behandlungen stimmt (s. vorige Beiträge).

von
Jason

wenn sie ihre meinung nicht durchsetzen können werden sie doch sehr beleidigend

von
Rosanna

1. WO wurde ich beleidigend?
(Für die Schroffheit habe ich mich übrigens entschuldigt, falls Ihnen das entgangen sein sollte.)
2. SIE selbst plädieren doch so für die Meinungsfreiheit und lassen keine andere gelten. Nicht mal nach nüchtern aufgezählten Fakten.

von
Jason

hallo rosanna
die entschuldigung habe ich gelesen in dem zweiten text. wo sie im ersten doch ihrem themprament freien lauf liesen.

die fakten widerlegt ihnen der experte auf seite eins
gutachter und patient.

im übrigen - ich schätze ihre kompetenz und ihr wissen von der drv sehr. ich würde sie in diesem forum vermissen wenn sie sich verabschieden würden.
hand aufs herz!

von
Rosanna

Selbst bei der DRV und den Mitarbeitern gibt es verschiedene Meinungen. Jeder hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Ich kann für meinen Teil nur über die von MIR gemachten Erfahrungen reden/schreiben, wobei die Gesetze natürlich jeder gleich ausführen muss.

Und der Experte hat m.E. keine so gravierend andere Meinung hinsichtlich der Begutachtung und den Gutachtern vertreten als ich.

Selbst wenn mein Temperament (schreibt man übrigens so! ;-)) mal mit mir durchgeht, bin ich nicht automatisch auch beleidigend.

Ich hoffe, das ist jetzt auch geklärt.

MfG Rosanna.

von
Jason

hallo rosanna
ja das temperament. es ist manchmal nicht zu bremsen .