Abschalgfreie Rente / Minijob

von
Hasenberg

Hallo und guten Tag,

ich beziehe seit 6 Monaten Arbeitslosengeld I. Im Oktober werde ich 63 Jahre alt. Aus der bereits abgeschlossenen Altersteilzeit habe ich Vertrauenesschutz. Im Termin bei der Rentenberatungsstelle habe ich nachgefragt wie hoch der Abschlag bei Rentenbezug ab 01.01.17 sein wird. Es sind 6,6 %. Bei der Rentenberatung hat mich der Rentenberater darüber aufgeklärt das ich nur noch 11 Monate sozialversicherungspflichtige Zeit benötigen würde um danach nächstes Jahr im Mai abschlagsfrei in Rente gehen zu können.

Er empfahl mir mich nach einem angemeldeten 165 Euro Minijob umzusehen. Ich habe vergessen zu fragen, ob dies auch möglich ist, wenn mir meine Schwägerin für Haus- und Gartenpflege einen Minijob anbietet und mich bei der Minijobzentrale anmeldet. Sie ist berufstätig und alleinstehend mit grossem Haus und Garten und hatte bis vor Kurzem einen Gärtner bei der Minijobzentrale angemeldet. Oder ob zwingend nur ein Selbstständiger den Minijob mit mir abschliessen darf, damit er bei den 45 Jahren Versicherungszeit mitzählt und die Auszahlung der Rente somit nach 11 Monaten abschlagsfrei erfolgen kann.

von
senf-dazu

Minijob ist Minijob.
Ob diese geringfügige Beschäftigung nun bei einem gewerblichen oder privaten Arbeitgeber aifgenommen wird, ist egal. Wichtig ist nur, dass die Beschäftigung angemeldet ist und die Grenze von max. 14 * 450 Euro nicht überschritten wird.
Das macht zwar nur Centbeträge für die Rente aus, aber der Hauptzweck in Ihrem Falle ist ja, dass durch die zusätzlichen Monate an Wartezeit die Abschläge purzeln.
Dann mal "ab in den Garten" ;)

von
Hasenberg

Hallo Senf dazu,

Danke für die Antwort. Da ich ja arbeitslos bin darf ich nicht mehr als 165 Euro im Monat dazuverdienen ohne das dies für das alg1 schädlich ist. regelt das alles die minijobzentrale damit nach Steuerabzug und sozialversicherungspflicht nachher genau 165 Euro herauskommen oder kann der Betrag dann auch auch unter 165 Euro sein damit er trotzdem auf die 45 Jahre angerechnet wird?

von
Herz1952

Hallo Hasenberg,

es darf auch unter 165 Euro sein. Zu beachten ist, dass Sie allerdings durch die Aufstockung etwas mehr an Beiträgen bezahlen müssen, da ein Mindestverdienst von etwas mehr zugrunde gelegt wird.

Außerdem müssen Sie auch mehr Beiträge aufstocken, da bei Privathaushalten weniger RV vom Arbeitgeber (Schwägerin) aufgebracht werden muss.

Wie die Anrechnung durch das Arbeitsamt erfolgt, weil Sie selbst noch Beiträge zuzahlen, müssten Sie durch das Amt klären. Sie bekommen praktisch "brutto für Netto", außer dass Sie noch RV zuzahlen.

Ihre Schwägerin kann 20 % der gesamten Aufwendungen für Sie, max. 520,-- von ihrer Steuerschuld absetzen (falls sie natürlich Steuern zahlt). Der Höchstbetrag wird nicht erreicht werden können, weil Ihr Verdienst so hoch wäre, dass er wieder beim ALG 1 angerechnet werden müsste.

von
Herz1952

Wie "senf-dazu" bemerkt hat, kommen mit Sicherheit die Mehrzahlungen für RV durch die Abschlagsminderung wieder "raus", auch bei 165,-- Euro-"Job".

von
KPJMK

Hallo. Schauen sie mal in der Minijobzentrale. Da ist alles erklärt über Minijob in Privathaushalt und im gewerblichen Bereich. Hier auch der Link.
https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/node.html

von
W*lfgang

Zitiert von: KPJMK
Hallo. Schauen sie mal in der Minijobzentrale. Da ist alles erklärt über Minijob in Privathaushalt und im gewerblichen Bereich. Hier auch der Link. https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/node.html
änzend:

die Anmeldung kann per Formular auch auch online erfolgen:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/03_mj_in_privathaushalten/08_an_und_abmeldung/07_hhs_online/node.html

Gruß
w.

Experten-Antwort

Bei wem Sie einen Minijob annehmen ist unerheblich. Sie müssen jedoch beachten, dass Sie die Erklärung über den Verzicht auf die Versicherungspflicht nicht unterschreiben. Des weiteren sollten Sie noch über die Agentur für Arbeit klären, in welchem Umfang Sie den Minijob ausüben dürfen, ohne dass der Minijob Einfluss auf die Höhe des Arbeitslosengeldes hat.