Abschläge auf EM-Rente

von
Karina13

also ich muß ja auch diese Abschläge von 10,8 % hinnehmen. Leuchtet mir irgendwie auch ein. Nur was mich sehr ärgert, daß ich lt. Aussage einer DRV Beratung gar keine Chance auf meine volle Rente habe. Einmal Abschläge, immer Abschläge, so wäre die derzeitige Gesetzeslage. es handelt sich bei mir immerhin um 109, € Bruttorente, um die gekürzt wird.Bin jetzt bis 10/2010 voll erwerbsgemindert, werde zu diesem Zeitpunkt 61,5 Jahre alt sein. werde dann entscheiden, was ich mache.Vielleicht gibt es ja nach einer Wahl 2009 mal wieder neue Möglichkeiten zugunsten der Rentner. Na, wir werden sehen. Habe aber trotzdem gegen die Kürzung erst mal ein Veto eingelegt. Im Falle der fälle besser man hat als man hätte.
Gruß karina13

von
?

In welchem Paragraph steht denn das drin?

von
Glücklicher

Die haben bei mir eine Ausnahme gemacht. Ich bin erst 58 und kann daher keine Altersrente bekommen.

Vorgegangen bin ich wie folgt:
1. Hinweis auf Urteil (schriftlich)
2. Ablehnender Bescheid
3. Widerspruch eingelegt
4. Widerspruch stattgegeben
5. Freude über erhöhte Rente!

von
spezi

Hallo Glücklicher,

5 % dividiert durch 0,3
ergibt 16.6666 Monate.

Wie geht das?

von
@Karina

Wenn Sie am 16.11.2000 bereits berufs- bzw. erwerbsungfähig oder mind. 50% schwerbehindert waren, sollten Sie bereits kurz vor Ihrem 60. Geburtstag bei einer Beratungsstelle vorsprechen. Dann könnten Sie nämlich (bei Erfüllung der 35-jährigen Wartezeit) ohne Abschlag in Altersrente gehen.

von
Wunderer

Ich denke einfach mal, hier versucht jemand sein Wunschdenken als Realität zu verkaufen.

Vorgehensweise:

1. Überprüfungsantrag
2. Angebot Wartefach bis Entscheidung oder Angebot über Widerspruch zu entscheiden.
3. Wenn auf Entscheidung bestanden wird, Ablehnung mit Verweis auf Klageweg über Sozialgericht

von
Liz

Ich kann dazu nur sagen das ich seit Geburt an Schwerbehindert bin und das mit eiem GdB von 80 und jetzt bin gerade mal mitte zwanzig und habe diese Abschläge.Ich kann doch nichts für meine Schwerbhinderung und das ich deswegen nicht arbeiten kann und somit doppelt gestrafft!

von
Tom

Es wurde in einem Einzelfall entschieden und an diese Entscheidung hält sich die DRV selbstverständlich!!

Nur nicht über diesen Einzelfall hinaus.

Was denken Sie denn wieso momentan Musterklagen geführt werden von der DRV gewollt?
Nämlich um Rechtssicherheit zu erlangen.

Das zu der Aussage, die DRV hält sich nicht an Urteile.

Es steht nirgends geschrieben, dass Einzelfallentscheidung, selbst vom höchsten Sozialgericht, allgemeinverbindlich sind!

Gruß Tom

von
Wunderer

Deshalb sollen die die bis 60 gearbeitet haben und mit einer Schwerbehinderung in Rente gehen GERECHTERWEISE 10,8% Kürzung hinnehmen?

Denn das wäre der Umkehrschluss!

Abgesehen von der verlängerten Zurechnungszeit

Gruß

von
Liz

Hallo Wunderer
Das ist doch unsinn was sie da schreiben es gibt genug 60 jährige Schwerbehinderte die auch 45 Jahre gearbeitet habe warum sollten die die 10,8% hinnehmen.

von
?

Was denken Sie denn, wie hoch Ihre Rente wäre, wenn Sie die Abschläge nicht hätten, aber dafür auch die Zurechnungszeit nicht? Da würden einfach mal 35 Jahre fiktive Beitragszeit fehlen...

von
Antonius

Ihre Krankheit ist natürlich bedauerlich ! Aber irgendwo muss das Geld für die Rentner schließlich herkommen. Warum sind die Abschläge, Ihrer Meinung nach, denn überhaupt eingeführt worden? WEIL DIE KASSEN LEER SIND und nicht, weil man Sie aushungern will !!!

von
Auszug aus BSG-Urteil

Das Gesetz selbst sagt aber ausdrücklich, dass der Bezug einer Erwerbsminderungsrente vor Vollendung des 60. Lebensjahres nicht als Zeit einer vorzeitigen Inanspruchnahme gilt (§ 77 Abs 2 Satz 3 SGB VI - dazu unten). Ferner sagt es ausdrücklich (§ 77 Abs 2 Satz 2 SGB VI - dazu sogleich), dass bei Beginn der Erwerbsminderungsrente vor dem 61. Lebensjahr (ausnahmsweise) für die Bestimmung des Zugangsfaktors (= Maßgeblichkeit eines anderen Zugangsfaktors als 1,0) "die Vollendung des 60. Lebensjahres" maßgebend ist.

von
!

Tja, und bei Vollendung des 60. Lebensjahres ist der Zugangsfaktor eben 0,892 - und das entspricht 10,8% Abschlag...

von
@Liz

Was denken Sie denn wie viele in Altersrente mit 60 gehen, eine Schwerbehinderung und trotzdem 10,8% Kürzung (auch nach 45 Arbeitsjahren)

Ist nunmal so.

Gruß

von
@Liz

Auf was sie mit den 45 Jahren rauswollen ist die neue Anhebung auf 67.

Da muß ich aber 45 Arbeitsjahre haben und kann dann mit 65 in die ungekürzte Rente. Gehe ich mit 60, Schwerbehinderung und 45 Jahren habe ich trotzdem 10,8% Kürzung.

Bitte jetzt keine Antworten wegen der Anhebung der AR Schwerbehinderung, denke mal das ist bekannt. Im Ergebnis bleibt die Kürzung von 10,8%

von
Schade

schlage vor wir beenden diese Diskussion und verlagern das Ganze auf heute Abend in die Gartenwirtschaft bei einem schönen Glas Hefeweizen.

Das ist m.E. sinnvoller!

von Experte/in Experten-Antwort

Wie schon von verschiedenen Teilnehmern gesagt, folgen alle Rentenversicherungsträger dem Urteil des Bundessozialgerichts vom 16.Mai 2006 über den Einzelfall hinaus nicht.

Die Gremien der Deutschen Rentenversicherung haben ausführlich über dieses Urteil beraten und sind zum Ergebnis gekommen, dass die Ausführungen des BSG nicht schlüssig sind. Es wurde z.B. keine Aussage zur gleichzeitigen Verlängerung der Zurechnungszeit und zur beabsichtigten Angleichung der Abschläge an die Altersrente für schwerbehinderte Menschen gemacht. Es wurde deshalb beschlossen, weitere Verfahren zu führen, um diese Widersprüche und Fehlinterpretationen aufzuklären.

Auch ich rate Ihnen deshalb, einen Überprüfungsantrag unter Hinweis auf das besagte BSG-Urteil zu stellen, der dann bis Abschluss der Musterstreitverfahren zurückgestellt wird.

Zu dem Beitrag von "Karina" ist zu sagen, dass die Abschläge für die Entgeltpunkte, die Ihrer jetzigen Rente wegen Erwerbsminderung zugrunde liegen, auch bei Ihrer Altersrente zu berücksichtigen sind. Die von "Karina" angeführte "Vertrauensschutzregelung" für Personen, die am 16.11.2000 berufs- oder erwerbsunfähig oder schwerbehindert waren, gilt nur für Personen, die vor dem 01.01.1951 geboren sind.

von
john61

Ist bekannt, aber darum geht es doch gar nicht!

Zu mir:

Mit 34 an MS erkrankt, mit 40 volle EM-Rente!

Soll ich mal vorrechnen, wieviel Kohle mir vorenthalten wird?

Aber ehemaligen Stasi-Mitarbeitern und SED-Bonzen 'ne ordentliche Rente zahlen, das ist sozial gerecht, oder was?

von
Antonius

Ihnen wird überhaupt nichts vorenthalten ! Die Abschläge sind politisch gewollt und angesichts der chronisch leeren Kassen auch dringend erforderlich. Und sollten die Abschläge tatsächlich eines Tages für unrechtmäßig erklärt werden, würde eine umgehende Gesetzesänderung erfolgen, die die Abschläge wieder erlaubt. Und wie bereits mehrmals erwähnt, stünde Ihnen dann auch keine Zurechnungszeit mehr bis zum 60. sondern nur noch bis zum 55. Lebensjahr zu, so wie es vor der Gesetzesänderung war. Ob Ihnen das dann gefallen würde, wage ich zu bezweifeln. Und Ihr Vergleich mit den "Stasi-Mitarbeitern" gehört in die Rubrik "FUTTERNEID" und taugt nicht als sachliches Argument !

MfG