Abschläge GdB bei Rentenbeginn

von
cokimoon

Hallo,
ich habe mich im vorherigen Beitrag falsch ausgedrückt. Daher jetzt noch einmal:
Seit dem 29.03.2006 bin ich arbeitsunfähig.Am 09.11. habe ich beim Versorungsamt Essen einen Antrag gestellt rückwirkend zum 29.03.2006. Meinem Antrag wurde mit 30 % stattgegeben. Aufgrund meines Widerspruchs wurde dieser auf 40 % erhöht. Da dieser immer noch zu niedrig angesetzt wurde habe ich eine Klage beim Sozialgericht eingereicht.
Im Juli 2007 habe ich einen Antrag auf volle EU-Rente gestellt. Diese wurde mir rückwirkend per 10.2006 bewilligt.
Nun habe ich eine Frage zum den Abschlägen bei Beginn der Altersrente zum 60. LJ. Falls eine Erhöhung des GdB abgelehnt wird findet sicherlich ein Abschlagvon 18,6 % statt.
Es ist doch nun so, die 10,8 % gibt es nur wenn bei Rentenbeginn mindestens 50 % GdB bestehen.(Es zählt ja auch die jetzige EU-Rente) Sollte das Gericht also positiv entscheiden dann wird meine Altersrente nur mit 10,8 % besteuert.
Was ist aber wenn die Klage abgelehnt wird und im Laufe der Jahre verändert sich der GdB auf 50 % oder mehr?
Wird dann die Rente ebenfalls mit 10,8 % besteuert?
Ich frage dies nur im voraus da es noch ein paar Jahre bis zur Altersgrenze sind.

Herzlichen Dank für die Hilfe
cokimoon

von
Rosanna

Nochmal: Der HÖCHSTE Abschlag für eine VORZEITIGE Altersrente kann NUR 18 % sein (frühester AR-Beginn = 60. Lebensjahr, spätester Beginn = 65. Lebensjahr > 60 Monate X 0,3 % = 18 %).

Da sich bei der Umwandlung von einer vollen EM-Rente in eine vorzeitige AR für schwerbehinderte Menschen die bisherige (EM-)Rente sowieso in den wenigsten Fällen erhöht, ist es belanglos, ob Sie die EM-Rente in eine AR umwandeln lassen oder nicht.

Die 50%-ige Schwerbehinderung ist aber BEDINGUNG für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen (zu Beginn der AR MUSS diese vorliegen). Mit dem Abschlag hat dies nichts zu tun. Der richtet sich nach dem Geburtsdatum des Versicherten und ob Vertrauensschutz für einen Versicherten für einen NIEDRIGEN Abschlag besteht oder nicht.

Unabhängig davon haben Sie u.U. natürlich schon ein paar "Vorteile" mehr, wenn Sie einen höheren Grad der Behinderung haben als jetzt.

MfG Rosanna.

von
Schiko.

Rosanna hat sie ja schon gekonnt aufgeklärt, dass sie
rentenabschläge wegen vorzeitiger rente mit der renten-
steuer verwechselt haben.
Der satz" Im übrigen wird u.U. auch schon die EM-rente
besteuert, nicht erst die altersrente" wird durch die buchstaben
u.U. sehr abgemildert.

Ganz allgemein mein hinweis, da muß die altersrente schon
recht hoch sein, dass für rentner bei rentenbeginn 2006 mit 52%
versteuerung überhaupt steuer anfällt.

Gehe einfach mal von monatlich 1500 bruttorente aus und rechne:

9.360 52% steuerpflichtig aus 18.000 bruttorente
1.800 abziehbar für kranken/pflegevers.
0.102 pauschbetrag zur rente
0.36 pauschbetrag sonderausgaben
7.422 zu versteuerndes einkommen, null steuer, da 7.664
als existenzminimum steuer unbelastet sind.
Im übrigen freue ich mich, dass frau rosanna nicht zu den
drei zukunftsbeschwörer und feinde der riesterrente gehört.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Rosanna

Hallo Schiko,

mit "u.U." meinte ich natürlich die Rentenhöhe bzw. den Freibetrag, wollte aber nicht näher darauf eingehen (Sie haben die Zahlen eher im Kopf als ich) :-))

Und an den Diskussionen beteilige ich mich deshalb nicht so engagiert, denn 1. sehe ich die Zukunft nicht ganz so düster wie manche anderen User und 2. kann ich nicht verstehen, wie man bestimmte Produkte der Altersvorsorge NUR schlecht macht, ohne auch gewisse Vorteile zu sehen. Z.B. denke ich auch, dass viele nicht 100 % in der Lage sind, den Kapitalmarkt RICHTIG UND 100 %ig zu VERSTEHEN und schon aus diesem Grund davor scheuen, sich auf das "Abenteuer" mit Aktienfonds und solchen Anlageformen einzulassen. Ich bin mit einer Altersvorsorge ähnlicher Art auch schon ganz böse auf die Nase gefallen!!! Dagegen ist Otto-Normalverbraucher mit einem Riester-Produkt mit den Förderungen und Zulagen meiner Meinung nach besser bedient, auch wenn die Rendite schlechter ausfällt.

Das soll jeder so halten, wie er es für richtig findet. Hauptsache, es wird überhaupt Altersvorsorge betrieben. Diejenigen, die einen Riestervertrag abgeschlossen haben, als Dummköpfe zu beschimpfen, finde ich einfach nur dreist und unverschämt!

MfG Rosanna.

Experten-Antwort

Sie erhalten in Ihrer EM-RT 10,8% Kürzung, da Sie noch keine 60 sind. Bei der Umwandlung mit 60 in die Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist es egal, ob 30 oder mehr % MdE/GdB haben es bleibt bei den 10,8%. Die Kürzung hat mit der Besteuerung Ihrer Rente nichts zu tun.