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Abschläge-Schwerbehinderung ?

von
Frührentner

Frage bitte :. Schwerbehindert seit 2009, volle Erwerbsunfähig seit 06/2010, über 35 Vers. Jahre geb. 08/1950. Rentenbeginn / wegen Schwerbehinderung war der 09/2011 allerdings ---- mit Abschlägen --- !!

Würde nicht unten genanntes / ---- Abschlagsfrei ----- für mich zutreffen ? Danke

Vollendung des 60. Lebensjahres - abschlagsfrei

Die Altersrente für schwerbehinderte Menschen kann von Versicherten bereits mit Vollendung des 60. Lebensjahres ohne Abschläge in Anspruch genommen werden, wenn diese bis einschließlich 16.11.1950 geboren wurden und am 16.11.2000 nach den Rechtsvorschriften des Neunten Buches Sozialgesetzbuch – SGB IX – schwerbehindert oder nach dem am 31.12.2000 geltenden Rentenrecht berufs- oder erwerbsunfähig waren.

von
wodisc

Sie haben es doch selbst geschrieben: ... und am 16, 11, 2000
.... schwerbehindert warren. Sie sind erst nach 2009 schwerbehindert

von
Frührentner

Dann, trifft das ,,,,oder nach dem am 31.12.2000 geltenden Rentenrecht berufs- oder erwerbsunfähig waren,,,, auch nicht zu ?

von
wodisc

Für sie in diesem Fall leider nein

von
=//=

Das sehe ich nicht ganz so wie @wodisc.

Der Satz "...oder nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht berufs- oder erwerbsunfähig waren ..." wird oft mißverstanden. Es bedeutet NICHT, dass am 31.12.2000 Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorgelegen haben muss!

Wenn Sie seit 06/2010 voll erwerbsgemindert sind und das Leistungsvermögen (vermutlich) unter 3 Stunden lag, waren Sie auch nach dem bis 31.12.2000 geltenden Recht erwerbsunfähig.

Sie sollten sich mal direkt bei Ihrem RV-Träger erkundigen, ob sich durch den Vertrauensschutz (denn darum handelt es sich und nicht um die Anspruchsvoraussetzungen an sich, wie viele Leute denken) etwas an der Höhe Ihrer Altersrente ändert. Denn die EM-Rente hatte auch bereits einen Abschlag.

von
wodisc

@=//= aber die Schwerbehinderung muss am 16.11.2000 vorgelegen haben.

von
Frührentner

Warum muss eine Schwerbehind. vorgelegen haben ? im Gesetz heisst es :... ,,,,,, bis ein schließlich 16.11.1950 geboren wurden ,,,,,,, ,,,,,,,, o d e r nach dem am 31.12.2000 geltenden Rentenrecht berufs- oder erwerbsunfähig waren.

von
=//=

Zitiert von: wodisc

@=//= aber die Schwerbehinderung muss am 16.11.2000 vorgelegen haben.

Nein, eben nicht. Sie müssen am 16.11.2000 schwerbehindert ODER berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht gewesen sein.

Bei dieser Vorschrift (§ 236 a Abs. 4 SGB VI) geht es alleine um den Vertrauensschutz - mit 60 ohne Abschlag.

Im § 236 a Abs. 3 SGB VI ist aufgeführt, dass VOR DEM 01.01.1951 geborene Versicherte diese Altersrente AUCH beziehen können, wenn sie bei Beginn der AR berufs- oder erwerbsunfähig nach dem bis 31.12.2000 geltenden Recht sind. Dies hat NICHTS mit dem Vertrauensschutz zu tun, sondern es gibt die AR für schwerbehinderte Menschen für ab dem 01.01.1951 geborene Versicherte NUR, wenn eine Schwerbehinderung von mind. 50% bei Rentenbeginn vorliegt.

von
Frührentner

Heisst das ,,,, ODER berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht gewesen sein ,,,, ich falle mit meiner Erwerbsunfähigkeit ab 07/10 ,,,, nicht mehr unter das obig gen. Recht. Sorry ist eine komplizierte Materie, danke schon mal.

Experten-Antwort

Unter die Vertrauensschutzregelung fallen Sie, wenn Sie berufs- oder erwerbsunfähig nach dem bis 2000 geltenden Recht waren.

Ob dies bei Ihnen der Fall ist, können wir hier im Forum leider nicht überprüfen.

Deshalb sollten Sie sich direkt mit Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen.

von
=//=

Zitiert von: Frührentner

Heisst das ,,,, ODER berufs- oder erwerbsunfähig nach dem am 31.12.2000 geltenden Recht gewesen sein ,,,, ich falle mit meiner Erwerbsunfähigkeit ab 07/10 ,,,, nicht mehr unter das obig gen. Recht. Sorry ist eine komplizierte Materie, danke schon mal.

Ja, es heißt ODER. D.h. aber nicht, dass Sie AM 16.11.2000 bu oder eu sein mußten, sondern NACH DEM BIS 31.12.2000 GELTENDEN RECHT!

Auch wenn Sie erst ab 2010 erwerbsgemindert war, ist zu prüfen, WIE das Leistungsvermögen zu diesem Zeitpunkt (2010) war und ob dieses LV dem bis 12/2000 geltenden Recht ENTSPRACH.

Beispiel:

Leistungsvermögen 2010 auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter 3 Std. tgl. = auch nach dem "ALTEN" bis 12/2000 geltenden Recht ERWERBSUNFÄHIGKEIT.

Lassen Sie es vorsorglich durch Ihren RV-Träger überprüfen, kostet ja nix! ;-) Stellen Sie einen Überprüfungsantrag nach § 44 Sozialgesetzbuch X.

Ob es sich allerdings bei der Rentenhöhe tatsächlich positiv auswirkt, kann nur Ihr RV-Träger feststellen, da es sich um eine Unwandlung der EM-Rente in Altersrente handelt und die EM-Rente bereits einen Abschlag hatte.