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Abschlag auf EM-Rente

von
uwe

Deshalb:
&#34;Und ungerecht bleibt ungerecht, egal was der Gesetzgeber beschließt!&#34;

von
Michael1971

Nun,

die komplette Berechnung einer Erwerbsminderungsrente kann zu gerechten oder ungerechten Ergebnissen führen, unabhängig von den Abschlägen.

Das klassische Versicherungsrisiko der Erwerbsminderung orientiert sich normalerweise immer am versicherten Verdienst bei Eintritt des Leistungsfalles.

Die Erwerbsminderungsrente in der gesetzlichen Rentenversicherung bildet hier eine Ausnahme. Es besteht z.B. unter Umständen Anspruch auf EM-Rente, wenn zum Zeitpunkt des Leistungsfalles überhaupt keine Beitragszahlung erfolgte. Hier ist der komplette Rentenanspruch "ungerecht", weil ein versicherter Verdienst nicht vorliegt.

Der Rentenanspruch berechnet sich dann auch nach den bisherigen Beiträgen und der Zurechnungszeit und stellt damit eine Mischberechnung aus einer Altersrente und wegen der Hochrechnung auf das 60. Lebensjahr eines klassichen EM-Anspruches dar. Allein wegen dieser Mischberechnung ist z.B. eine Übertragung der Abschlagsregelung von Altersrenten auch auf EM-Renten nicht von vorneherein ungerecht.

von
uwe

Das heißt: wenn die EM Rente auf das Versicherungsziel, also das Erreichen der Regelaltersrente ausgerichtet wäre, müsste der Versicherungsverlauf sogar auf das 65(67) Lebensjahr hochgerechnet werden und auf Abzüge verzichtet werden.

von
Michael1971

Ist Sie aber nicht. Bis 1991 war eine Hochrechnung nur bis zum 55. Lebensjahr vorgesehen, jetzt bis zum 60. Lebensjahr. Im Gegenzug gibts dafür aber nun Abschläge.

Ist zwar aufgrund der unterschiedlichen Berechnung nicht völlig vergleichbar, aber auch bei privaten Versicherungen wird der Beitrag unverhältnismäßig teuer, wenn Sie eine Bezugsdauer auf das 65. oder 67. Lebensjahr abschließen. Wollen Sie eine lange Laufzeit bei gleichem Beitrag, sinkt die Rentenhöhe. Nichts anderes macht der Gesetzgeber.

von
Vollständige Wahrheit

Das ist ein Stück aUS dem TOLLHAUS!!!

Vorhang auf, 1.Akt:

Das BSG (4.Senat) urteilt zu den Abschlägen bei Erwerbsminderungsrenten

und begründet sein Urteilstenor, fundiert und sachlich.

(Auszug Klagebegründung: Urteil des Bundessozialgerichts vom 16.5.2006,

Aktenzeichen ):

"Die kombinierte Anfechtungs- und Leistungsklage ist zulässig und

begründet, denn die Praxis der Beklagten, bei einem Recht auf Rente

wegen Erwerbsminderung, das bereits vor Vollendung des 60. Lebensjahres

entstanden ist, auch für Bezugszeiten vor Vollendung des 60.

Lebensjahres durch Bestimmung eines niedrigeren Zugangsfaktors (=

"Rentenabschlag") einen Teil der vom Rentner für die Rentenversicherung

erbrachten Vorleistung unbeachtet zu lassen, ist gesetz- und

verfassungswidrig."

Der Satz "ist gesetz- und verfaassungswidrig" ist auch für den

Nichtjuristen nur so zu verstehen, dass diese Entscheidung eben

NICHT eine Einzelfallentscheidung ist wie von der Deutschen

Rentenversicherung immer wieder behauptet wird sondern generellen Charakter hat.

2. Akt:

Die Deutsche Rentenversicherung behauptet, dieses Urteil wäre eine

Einzelfallentscheidung und sie würde dem Urteil nicht folgen. Kurzum:

Die Deutsche Rentenversicherung erkennt ein Urteil des höchsten

deutschen Sozialgerichts nicht an. Das selbst hochmögende Fachleute

dieses Verhalten der Rentenversicherungsträger nicht gutheißen, ja

kritisieren, egal, man hat ja politischen "Rückendeckung".
Der oberste damalige Rentenkürzer Müntefering lässt ebenfalls

verlauten, dass sein Minsterium (BMSA) dem Urteil ebenfalls nicht

folgen will.

3.Akt:

08/2007: Dem 4. Senat des BSG, also demjenigen der dieses wegweisende Urteil gesprochen hat, wird die Kompetenz in "Rentenfragen allgemeiner Art" zu urteilen, entzogen!!! Begründet wird dies mit der Überarbeitung/Überlastung der Kammer,nur, die betroffenen wissen nichts von Überarbeitung/Überlastung. Der Kammer-Vorsitzende, Prof. Dr. Wolfgang Meyer wird defakto kaltgestellt. Die Kammer darf nur noch über Marginalien Urteilen.

4.Akt:

Jetz ist der Weg frei, um weitere Musterverfahren vor den sicherlich Staatstragenderen Kammern abzuwickeln. Die Herren haben den Wink der Politik sicherlich verstanden. Wer will denn schon seine Karriere aufs Spiel setzen. Ergebnis siehe heute.

5.Akt (ZUkunft)

Die 5. Kammer ruft die 13. Kammer, die wiederum bei der 4. Kammer "anfragt", ob sie ihr nicht so Staattragendes Urteil B 4 RA 22/05 R aufrecht erhält oder nicht. Die so disziplinierte 4. Kammer wird sicherlich der Aufhebung zustimmen. Die 13. Kammer verkündet sodann im Brustton der Überzeugung "ihr" Urteil.

Und, was lernt der Bürger daraus?
Wer mit solchen Tricksereien arbeitet, hat den Anspruch, ein Rechtsstatt zu sein, verloren. Dies ist meine sehr persönliche Meinung.
Ich kann garnicht so viel kotzen, wie mir schlecht wird über dieses Possenspiel.

von
Antonius

Sie kommen sich wohl besonders klasse vor, Sie Pausenclown, was ?

von
dirk

Bleibt doch bitte SACHLICH

Auch wenn ich oft nicht Antonius Meinung bin: JEDER hat Achtung verdient!

von
!!!

........&#34;skat&#34;, verzieh dich in deine klappsmühle und den Spinner &#34;?-?&#34; nimmst du am besten gleich mit !

von
Rosanna

Hallo @uwe,

&#34;Wie bitte sollte man in eine Krankheit flüchten?
Selbstverstümmelung?&#34;

Man kann etwas auch mißverstehen, wenn man will.

Ich hatte nicht geschrieben, dass man in die Krankheit, sondern in die EU-Rente &#34;geflüchtet&#34; ist, weil es bei dieser VOR 2001 noch keine Abschläge gab (dafür auch eine Zurechnungszeit - bis zum 55. Lebensjahr volle Anrechnung, danach bis zum 60. Lebensjahr 20 Monate).

Das hat aber nicht gleichbedeutend damit etwas zu tun, dass diese EU-Rentner ihre Rente UNGERECHTFERTIGT erhielten. Das ist völliger Schwachsinn und wurde von mir niemals so behauptet!!

Hätte damals zum Beispiel ein 60-jähriger Versicherter Anspruch auf eine vorzeitige Altersrente gehabt, bei dieser aber einen Abschlag in Kauf nehmen müssen, er AUSSERDEM krank war (was ja trotzdem nicht unbedingt Erwerbsunfähigkeit bedeutete!), wurde in häufigen Fällen kein Antrag auf Altersrente (mit Abschlag), sondern auf EU-Rente (OHNE Abschlag!) gestellt.

Selbstverständlich hat dies nicht jeder getan, aber eben eine ganze Menge von Versicherten.

Ich habe seinerzeit ja sogar selbst einigen Versicherten dazu geraten. Es war also nichts Verwerfliches.

Aber es ging nun einmal zu Lasten derer, die ihre Altersrente mit Abschlag in Kauf genommen haben. Selbst wenn sie vielleicht auch krank waren.

Ich möchte hier keine Diskussion anzetteln, aber ich finde, man kann doch auch mal Denkanstösse geben!?

MfG Rosanna

von
... die sich den Wolf liest...

Hallo zusammen,

nur zur Info:
Bin Jahrgang 1970 und habe mit 17 angefangen zu arbeiten. Wenn meine Gesundheit mir keinen Strich durch die Rechnung macht, dann werde ich das wohl auch bis zu meinem &#34;67&#34; Lj. machen. Wenn ich dann also mit 67 in meine (wohlverdiente) Altersrente gehe habe ich insgesamt gute 50 Jahre Beitragszeiten.
Nehmen wir mal an ich möchte mit 65 in die Rente, dann habe ich aufgrund der 45&#39;er Regelung ja keine Minderung und kann meine Rente ohne Kürzung erhalten.
Da habe ich dann ziemlich genau 48 Jahre Beitragszeiten.
Jetzt spinnen wir das ganze mal weiter...
Ich bin jetzt 63 und möchte die vorgezogene Altersrente beantragen, weil ich ja schon nunmehr 46 Jahre gearbeitet habe (46 Jahre lang Beitragszahler!), dann behält die DRV mal so eben 14,4 % meiner Rente ein (0,3 x 48)
OK vielleicht habe ich in der Zeit ja mal eine Reha gehabt.
Aber bitte, kann mir jetzt mal jemand sagen, warum ein Abschlag in der vorzeitigen EM-Rente nicht gerechtfertigt sein soll?

Auch wenn die betreffenden Personen wirklich nix dafür können, weil sie krank sind. Sie fehlen definitiv als Beitragszahler und wollen aber eine Rente mit der man Leben kann. Das wünschen wir uns auch, aber wenn es nicht reicht, dann springt die Grundsicherung oder die Sozialhilfe ein. Bei mir nicht!

Ich hoffe, dass sich niemand persönlich angegriffen fühlt. Das ist nicht mein Ziel!

Auf ein gesundes Miteinder...

von
Schmidts

Der Vorsitzende Richter vom Senat 5a hat also auch Angst
ein &#34; anderes Aufgabengebiet &#34; zugeteilt zu bekommen ...

Darum &#34; schiebt &#34; er die Verantwortung rüber zum Senat 13.

Wie der Vorsitzende dort wohl entscheiden wird ????

Unglaublich was es in diesem unserem Lande alles so gibt....

von
uwe

Ich wollte da nichts Falschverstehen:
Diese Möglichkeit wäre ja heute EU Rente oder Altersrente mit Abschlag, geht ja aber nur noch wenn Erwerbsunfähigkeit vorliegt.

Ich gebe Ihnen soweit Recht, dass ich bisschen von meiner Situation ausgehe, Altersrente nicht mehr möglich, da die Lebenserwartung nicht mehr hergibt.

Mit jedem Cent mehr Rente könnte ich als Alleinerziehender meine Kinder besser für die Zeit absichern, wo ich nicht mehr da bin.

Ist kein Gejammer, meine Lebensplanung war mal ganz anders

von
nochmal die mit dem Wolf

eine kleine Anmerkung noch..
Meine Rechnung geht natürlich nur auf, wenn es bei einem Abschlag von 0,3 % pro Monat bleibt. Vielleicht (und davon gehe ich aus) ändert der Gestzgeber das ja auch noch und macht 0,5 oder mehr daraus.
Der EM-Rentner behält aber seinen Abschlag von max. 10,8 Prozent! (vorausgesetzt er /sie bezieht schon Rente)

Was sagt man denn dazu?

Na ja, wie gesagt ist alles nur rein hypothetisch und niemand soll sich angegriffen fühlen.

machts mal gut

von
uwe

bleiben wir rein hypothetisch und niemand soll sich angegriffen fühlen: Wann ist denn eine EM Rente leine vorzeitige EM-Rente?

Noch ein Denkaspek: Meine EM Rente wird nicht mehr sehr lange gezahlt werden müssen...

von
ulli

Endlich eine familie weniger
die vom deutschen staat durchgefüttert werden muss.
ich bin mal gespannt ob es ihnen im Ausland besser gehen wird.
sowas wie finanzielle unterstützung (hartz4) werden sie in keinem anderen land finden.
Viel spaß!

von
Auswanderer

Wir können auf den ganzen Mist verzichten.
Soll das Land doch seine Almosen behalten.
Und die gesicherte ArmutsRente können sie sich von miraus sonstwo hin stecken.

Der Auswanderer

von
Unverstanden

Manchmal wünscht man sich das einige Leute hier im Forum mal selbst so schwer erkranken, das Sie EM-Rente beziehen müssten.
Dann wüssten Sie worum es eigentlich geht und was der Unterschied
zwischen einer EM-Rente und der Altersrente ist....

Nur aus einer
&#34; gesunden &#34; Position heraus,
lassen sich manche Beiträge hier erklären und auch ertragen ...

von
Rosanna

Hallo Uwe,

meine Lebensplanung war auch einmal eine ganz andere: Bis zum 60. Lebensjahr arbeiten, dann die Altersrente für Frauen erhalten. Danach habe ich - bereits vor 40 Jahren - auch meine zusätzliche Altersvorsorge ausgerichtet. Aber auch mir wurde vom Gesetzgeber ein Strich durch die Rechnung gemacht, indem es diese Altersrente nur noch für Frauen bis Jahrgang 1951 gibt.

Das bedeutet für mich auch ein herber Rückschlag. Aber - vorausgesetzt, ich kann zumindest noch 5 Jahre arbeiten - habe ich ja wenigstens meine 45 Jahre Pflichtbeiträge und darf dann endlich mit 65 OHNE Abschlag oder mit 63 MIT Abschlag in Rente gehen.

So hatte ich es mir auch nicht vorgestellt. Und das nach 40 Jahren ohne einen Monat Fehlzeit.

Aber alles Klagen nützt halt mal nix!

MfG Rosanna

von
Rosanna

Noch eine kurze Anmerkung:

Schon vor 20 oder 30 Jahren haben einige (männliche) Versicherte es als ungerecht empfunden, dass Frauen bereits mit 60 in Altersrente gehen können, wenn sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen (Wartezeit 180 Monate, in den letzten 20 Jahren mindestens 121 Monate versicherungspflichtig beschäftigt) erfüllt hatten.

Dafür sehen es viele Frauen als ungerecht an, wenn sie als WEIBLICH Versicherte in der Krankenversicherung einen höheren Beitrag zahlen müssen. Und und und ... es gibt viele Beispiele.

Es gab schon immer Ungerechtigkeiten und wird sie auch immer in allen Bereichen des Lebens geben. Müßig, sich immer wieder darüber aufzuregen.

Wer mir im Falle der gesetzl. Rentenversicherung leid tut, sind die jungen Versicherten, die wirklich nicht wissen, wo es noch hinführt und ob sie tatsächlich noch Rente bekommen!

von
Karina13

Auch ich bin von den Abschlägen betroffen. Durch diese 10,8% Kürzung fällt meine Rente um fast 100 &#8364; geringer aus. Aber wenn es denn sein soll, kan man es auch nichtändern. Was mich aber am allermeisten ärgert ist eigentlich, daß dieser Abschlag mir lebenslang bleibt, auch bei der RAR mit 65 Jahren.Obwohl meine Rentenberaterin meinte, daß ich bei 50% GdB die ungekürzte Rente erhalten würde. Karina13