Absicherung und Rente

von
Was geht noch?

Ich bin seit 10 J. Selbstständiger, zahle freiwillig in die Rentenversicherung ein und weil es kein Versorgungswerk für Hausmeisterdienste gibt, will ich jetzt privat meine Altersvorsorge aufstocken. Ich habe ca. 100 bis 200 Euro im Monat frei, die ich auch noch gerne in die Absicherung einer schweren Krankheit investieren würde. Wegen Bandscheibenvorfall kriege ich aber keine Berufsunfähigkeitsversicherung mehr. Hat jemand Tipps? Danke!

von
Maria L.

Hallo,

eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für viele unerreichbar, das stimmt. Es gibt noch die sogenannte "Dread-Disease-Versicherung", da kann man ganz bestimmte schwere Krankheiten wie z.B. Krebs absichern. Aber die typischen Wohlstandskrankheiten (Rücken, Psyche, Diabetes...) kann man damit nicht absichern. Mit einer Unfallversicherung kann man sich gegen die Folgen von Unfällen absichern, das ist aber von allen Berufsunfähigkeitsfällen nur ein ganz geringer Prozentsatz und außerdem ist das ein Produkt, an dem die Versicherungsgesellschaften gut verdienen - und man erhält meines Wissens keine dauerhafte Rente, sondern nur eine Einmalzahlung. Dann gibt es noch eine Grundfähigkeitsversicherung (oder so ähnlich), damit kann man motorische Fähigkeiten absichern, ist wohl vor allem für handwerkliche oder künstlerische Berufe sinnvoll.

Die Alternative zu einer unvollkommenen Absicherung wäre eine Erhöhung des monatlichen Spar- und Investitionsbetrags, um so schnell und so sicher wie möglich eigenes Vermögen aufzubauen. In einem Zeitraum von ca. 20 Jahren sollte das gelingen, so daß man DANN vom eigenen Vermögen leben könnte, wenn der Notfall eintritt. Hier muß man selber abwägen, was einem wichtiger ist.

Für den Vermögensaufbau (= Altersvorsorge) eignen sich nach meiner Überzeugung nur Beteiligungspapiere, insb. Aktienfonds. Mehr Infos dazu finden Sie u.a. in diesen Threads:

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Gruß,
Maria L.

Experten-Antwort

Dem Beitrag von Maria L. habe ich nur noch hinzuzufügen, dass zum Aufbau einer Altersvorsorge evtl. eine Rürup-Rente in Betracht kommt. Diese ist jedoch nicht immer lohnenswert s. auch http://www.versicherung-in.de/uwe/ruerup-rente-fuer-selbstaendige-oft-unsinn/

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-/1314665/1314665/1321542/
/

von
Stimmt nicht!

Habe mich in Rürup eingelesen. Ich glaube, der "Verpuffungseffekt" ist - so meine Info - passé (seit 2007).

Wichtiger ist der Punkt "Doppelbesteuerung" - siehe:

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Aktueller Artikel von Stiftung Warentest:

http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Ruerup-Rente

Warnung vor Kombi-Abschluss "Rürup-Rente + Berufsunfähigkeitsversicherung"

http://www.welt.de/welt_print/article2108429/Ruerup-Rente.html

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