Abzüge bei vorzeitiger Rente mit 63 nach 45 Jahren

von
ukedo

Hallo, ich bin Baujahr 09.57 und müsste jetzt normalerweise bis 65Jahre und 11 Monate arbeiten. Mein AG bietet eine ATZ mit 63 an. Da ich nach dem neuen Gesetzt aber bis 63 Jahre und 10 Monate arbeiten soll muss ich 10 Monate früher in Rente gehen. Wie berechnet sich jetzt die Rentenkürzung? Sind es 10 Monate mal 0,3 % oder 35 Monate mal 0,3%? mfg Uwe

Experten-Antwort

Hallo, ukedo!

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden. Bei Geburtsjahrgang 1957 kann sie erst mit 63 Jahren und 10 Monaten in Anspruch genommen werden.
Daher bliebe bei einem gewünschten Rentenbeginn nach Vollendung des 63. Lebensjahres nur die bisher schon so geregelte Altersrente für langjährig Versicherte. Diese kann ab Vollendung des 63. Lebensjahres mit Abschlag in Anspruch genommen werden. Der Abschlag beträgt bei Jahrgang 1957 10,5% (35 Monate x 0,3%).
Voraussetzung für den Rentenanspruch ist natürlich jeweils, daß die Wartezeit von 45 Jahren bzw. 35 Jahren erfüllt ist.

von
Info

Gerechtigkeit gibt es in diesem System nicht:
z.B. bei obigem Alter
63+ 0 = 35% Abzug - bei 45 Jahren
63+ 9 = 26% Abzug - bei 45 Jahren
63+10 = 0% Abzug - bei 45 Jahren
1 Monat zu früh und es gibt "Strafpunkte", auch wenn statt 45 schon 50 Jahre Beiträge gezahlt wurden - so macht man Gesetze!
Wohl dem der bis zum Ende durchhält!

von
W*lfgang

Zitiert von: ukedo
Da ich nach dem neuen Gesetzt aber bis 63 Jahre und 10 Monate arbeiten soll
ukedo,

weder alte noch neue Gesetze haben Sie jemals 'gezwungen' zu arbeiten - wir sind hier nicht in Drittstaaten mit Zwangsarbeit ;-)

Wenn Sie Ihre spätere Rente an Ihren Arbeitsmöglichkeiten/an dem Angebot Ihres Arbeitgebers ausrichten wollen, informieren Sie sich vorher in der nächsten Beratungsstelle, was zum Tag X als Rente auf Sie zu kommt. Die Abstände (mit/ohne Abschlag) werden deutlich sein - abgewägt gegen Lebensqualität/das reicht mir völlig ...ohne Info haben Sie keine konkreten Zahlen (auf den Quatsch-Beitrag von Desinfo verzichten wir mal eben!)

Gruß
w.

von
GroKo

Zitiert von: Info

Gerechtigkeit gibt es in diesem System nicht:
z.B. bei obigem Alter
63+ 0 = 35% Abzug - bei 45 Jahren
63+ 9 = 26% Abzug - bei 45 Jahren
63+10 = 0% Abzug - bei 45 Jahren
1 Monat zu früh und es gibt "Strafpunkte", auch wenn statt 45 schon 50 Jahre Beiträge gezahlt wurden - so macht man Gesetze!
Wohl dem der bis zum Ende durchhält!


Ja die Liebe Mathematik. ;-)

Experten-Antwort

Zitiert von: Info

Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden. Bei Geburtsjahrgang 1957 kann sie erst mit 63 Jahren und 10 Monaten in Anspruch genommen werden.
Daher bliebe bei einem gewünschten Rentenbeginn nach Vollendung des 63. Lebensjahres nur die bisher schon so geregelte Altersrente für langjährig Versicherte. Diese kann ab Vollendung des 63. Lebensjahres mit Abschlag in Anspruch genommen werden. ...

Weitergehende Empfehlung: Sprechen Sie bitte erneut Ihren Arbeitgeber an, inwieweit dieser immer noch auf die Altersgrenze von genau 63 Jahren fixiert bleiben möchte.
Sofern Sie Altersteilzeit machen, dürfte diese ungefördert stattfinden, was einen anschließenden Anspruch auf AloGeld nicht ausschließt. Gehen Sie allerdings in die Alo für 10 Monate nach der ATZ, wird nur das 50%ige Entgelt für die Berechnung des AloG zugrunde gelegt. Ist dann nicht so sehr viel. Diese Lösung könnte für alle interessant sein, die die erforderlichen 45 Jahre bis zum Ende der ATZ erreicht haben, so dass die letzten 10 Monate wartezeitrechtlich unerheblich sind.
Es würde jedoch auch ein Mini-Job bei Vorliegen von Versicherungspflicht ggf. weiterhelfen. Es käme bei ausreichenden Einkünften anderer Familienmitglieder sogar eher in Betracht als die alo-Meldung - und könnte noch Mon. für die 45 Jahre bringen.