Abzugfreie Rente nach 46 Arbeitsjahren

von
HGL

Ich habe in einer Zeitung gelesen,das man ohne kürzung der Rente in den Ruhestand gehen kann wenn man mehr als 45 Jahre gearbeitet hat mit einer Akten Nummer vom Bundesverfassungsgericht, 1 Bvl 3/05-12/08.Weiß jemand etwas darüber ob das so stimmt, oder ist das eine Zeitungsente?

von
Gerd

45 Beitragsjahre,und 65 Jahre alt gibts keinen Abschlag. Ich komme auf 50 Arbeitsjahre,14 J. angefangen, und bis 65 arbeiten,wenn ich keinen Abschlag will. Eine Frechheit, der kleine Mann arbeitet bis er nicht mehr laufen kann. Viele Beamte liegen mit 50 J. im Süden in der Sonne. Im nächsten Leben versuche ich auch auf der anderen Seite zu stehen.

von
HGL

Ich muß noch dazu sagen, das ich juli 1948 geboren bin und so wie es aussieht ab März 2010 arbeislos werde.Nach 2 Jahren Arbeitslosigkeit muß ich ja dann die Rente beantragen.Also ab März 2012 Rentner

von
Wolfgang

Tja Gerd,

> Eine Frechheit, der kleine Mann arbeitet bis er nicht mehr laufen kann. ...

Irgendwie haben Sie die Abzweigung in der fernen Vergangenheit zum großen Mann verpasst - und Schuld haben immer die ...

Gruß
w.
PS: Erklären Sie mir bitte ganz schnell, wie ich mit 50 als Beamter in den Süden komme ?! ...und, woher wissen Sie das nur, dass die alle rumliegen, wenn Sie nur kleiner Mann sind ? ;-)

von
Wolfgang

Hallo HGL,

trauen Sie keiner Zeitung, die Sie nicht selbst gedruckt haben ;-)

Es ist richtig, dass Sie nach 45 Jahren Pflichtbeiträgen (auf die Feinheiten verzichte ich hier unter Männern mal) ohne Abschlag in Rente gehen können - nur, die Rente, die das ermöglicht, heißt Altersrente an langjährig Versichert AB 65. Sie sehen den Unterschied ...wer ab 65 ohne Abschlag in Rente gehen will, braucht dann die 45 Jahre - bis dahin, egal wie viele Jahre früher er/sie voll hat.

Mit Jahrgang '48 steht Ihnen allerdings auch die Rente nach Arbeitslosigkeit ohne Abschlug zu. Problem nur, Sie werden ALG I nicht bis dahin und möglicherweise auch ALG II auch nicht bis dahin erhalten. Trotzdem werden Sie nach Auslaufen ALG I - wenn Sie so lange den 'Bemühungen' der Arbeitsagentur widerstehen können - einen kleineren Abschlag haben (ab 65 pro Monat 0,3 % rückgerechnet), als die, deren Regelaltersrente für nur andere infrage kommende Rentenarten (AR an 'nur' langjährig Versicherte nach 35 Jahren z. B.) schon über 65 angehoben ist.

Klingt sicher etwas verwirrend. Auch hier der Rat, ab in die nächste Beratungsstelle/das nächste Rathaus und nachfragen.

Gruß
w.

von
Aha

Nun, das kommt leider heraus, wenn eine Zeitung in einem 5-Zeiler das Urteil zusammenfasst, welches 19 Seiten DIN A4 füllt. Lesen Sie das Urteil doch einfach kostenfrei auf der Seite des BVG nach und Sie werden sehen, dass dort nur die Frage der evtl. Ungleichbehandlung beim vertrauensschutz alter Art gemeint war - die 'Altersrente für besonders langjährig Versicherte' ist ein ganz anderes Paar Schuhe und m.E. zu einem guten Teil 'Augenwischerei', da nur wenige in den Genuss kommen werden, die nicht ohnehin bis 65 hätten arbeiten wollen / können!

Experten-Antwort

Hallo HGL,
leider handelt es sich um eine "Zeitungsente". Für Geburtsjahrgang 1948 wird die Regelaltersgrenze auf 65 Jahre und 2 Monate angehoben. Soweit Sie die Wartezeit von 45 Jahren zurückgelegt haben, verbleibt es bei der Regelaltersgrenze von 65 Jahren.

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