Abzugshöhe so oder so . . .

von
Eiderfee

Ich, Jahrgang 1954 muss also bis 65 J. und 8 Mon. arbeiten. Mit 60 J. habe ich 45 Versicherungsjahre voll. Frühsteter Beginn der Altersrente ist 63 - wobei ja für jeden Monat des vorgezogenen Ruhestandes 0,3% abgezogen wird.
Nun die eigentliche Frage: würden 24 x 0,3% abgezogen, da man ja mit 45 Versicherungsjahren mit 65 abzugsfrei in Rente gehen kann, oder würden 32 x 0,3% abgezogen, da der Jg. 1954 ja bis 65 + 8 Mon. tätig sein soll.

Schon hier besten Dank für die Antwort/en und Gruß
Eiderfee

von
RFn

Ausgangspunkt für die Ermittlung der Abschläge bei vorgezogenen Renten ist immer die Regelaltersgrenze.
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Bei der Altersrente für langjährig Versicherte beträgt die Rentenminderung also 9,6 %.
Die Wartezeit beträgt hier 35 Jahre, wobei alle Versicherungszeiten gewertet werden.
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Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte können Sie erst mit 65 in Anspruch nehmen. Hier gibt es keinen früheren Rentenbeginn.
Für die 45 Jahre werden nur Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit und Berücksichtigungszeiten gewertet.

Experten-Antwort

Hallo Eiderfee,
für den Jahrgang 1954 wird die Regelaltersgrenze auf 65 Jahre und 8 Monate angehoben. Diese Altersrente kann nicht vorzeitig in Anspruch genommen werden. Eine Ausnahmeregelung gilt hier, wenn 45 Jahre an Pflichtbeitragszeiten und Berücksichtigungszeiten wegen Kindererziehung zurückgelegt wurden. Mit 65 kann in diesem Fall die Regelaltersrente ohne Abschlag in Anspruch genommen werden. Dies ist die einzige Auswirkung der 45 Jahre. Soweit Sie die Altersrente für langjährig Vers. nach Vollendung des 63. Lebensjahres beziehen wollen, ist allein die Regelaltersgrenze maßgebend. Der Abschlag würde 9,6 % betragen.