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Adaptionmaßnahme

von
Stern75

Hallo,
bei meinem Freund wurden 16 Woche Kerntherapie (Drogen) in einer Reha Klinik in Baden Württemberg genehmigt so wie gleich die anschließende Adaptionsmaßnahme. Die wird er aber nicht in Anspruch nehmen da er sich bereits jetzt um Wohnung, Arbeit ect. kümmert und diese Zeit so mit eigentlich unnütz wäre. Kann man diese von der Rentenversicherung bereit genehmigte Maßnahme einfach nicht antreten oder muss man da irgendwas beachten? Die Reha-Klinik selbst ist sich nicht schlüssig.
Grüße Stern75

von
Maus

Zitiert von: Stern75

Die wird er aber nicht in Anspruch nehmen da er sich bereits jetzt um Wohnung, Arbeit ect. kümmert und diese Zeit so mit eigentlich unnütz wäre.

Eine Adaptionsmaßnahme dient auch der Stabilisierung des Erfolgs der teuren Therapie. Wenn er bereits Arbeit und Wohnung und eine Selbsthilfegruppe gefunden hat, wäre sie sicher nicht nötig. Wenn er aber nur ab und zu ein Bewerbungsbriefchen schreibt, um nicht mehr unter Kontrolle zu stehen...

von
Stern75

Nein er schreibt keine Briefchen nur um da weg zu kommen, sondern das hat schon Hand und Fuß davon mal abgesehen habe ich da ein Auge drauf. Es geht ja auch darum das sein Kind wieder zu ihm kann und zum Schulbeginn im Herbst wieder in "seine" Schule gehen kann. Es wurde ja auch von den Therapeuten befürwortet das er sich bereits JETZT darum kümmern soll. Aber nun wo alles so gut wie in trockenen Tüchern ist fängt die Reha-Klinik an rum zu eiern. Aber die Maßnahme wäre wirklich unnütz weil er dann Job und Wohnung hätte sowie die ambulante Nachsorge und dies nicht antreten kann wegen der Adaptionmaßnahme. Man könnte sich dahin gehend Geld sparen. Und meine Frage war ob man diese Adaptionmaßnahme nun einfach nicht antreten kann oder man im Bezug auf die Rentenversicherung was beachten muss. Er will ja auch nichts falsch machen.

von
=//=

Er sollte sich auf jeden Fall mit der DRV in Verbindung setzen, seinen Fall dort schildern, dann macht er nichts verkehrt. Was die Reha-Klinik meint oder nicht meint, ist nicht unbedingt maßgebend. Da aber die Maßnahme von der DRV gezahlt würde, ist diese auch für weitere Entscheidungen zuständig.

Experten-Antwort

Die Adaptionsbehandlung dient, wie bereits beschrieben, der Festigung der vorangegangenen Therapie, der Arbeitsplatz- und Wohnungssuche, sodass man nach der Adaptionsbehandlung in ein geregelteres Umfeld entlassen werden kann.

Wenn Ihr Freund aber tatsächlich nach der Kerntherapie bereits eine Wohnung und Arbeit gefunden sowie Kontakte für die Nachsorgebehandlung geknüpft hat, ist eine Adaption nicht mehr zwingend notwendig. In diesem Fall wäre es wichtig, wenn uns die Reha-Klinik mitteilt, dass die Adaption nicht benötigt wird.
Grundsätzlich besteht von unserer Seite keine Verpflichtung die bewilligten Maßnahmen auch anzutreten, dies ist vom jeweiligen Versicherten selbst zu entscheiden.
Falls Ihr Freund jedoch eine gerichtliche Auflage für eine Therapie bekommen hat, müsste er die Adaption durchführen, um die Auflage zu erfüllen.

Sprechen Sie oder Ihr Freund vor Ort am besten mit dem Bezugstherapeuten, damit mit ihm abgeklärt werden kann, was eventuell für die Adaptionsmaßnahme vorgesehen ist. Vielleicht möchte der Bezugstherapeut/die Reha-Klinik zunächst abwarten, ob tatsächlich zum Therapie-Ende der Kerntherapie eine Wohnung und eine Arbeitsstelle vorhanden sind. Falls dies doch nicht bis zum Ende der Kerntherapie erreicht wurde, könnte Ihr Freund die Adaption auch antreten und hieraus früher entlassen werden, sobald er alles geregelt hat.

von
Stern75

Vielen Dank für Ihre Antwort, Sie haben uns sehr damit geholfen.
LG Stern75