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Änderung des Rentenbescheides?

von
Olli

hallo,

ich hole mal etwas weiter aus.
Im Aug. 07 hab ich nen Antrag auf Erwerbsminderungsrente gestellt. Dem wurde mit einer Teilerwerbsminderungsrente ab März diesen Jahres entsprochen. Da ich auch lieber eine Teilerwerbsminderungsrente haben wollte, war ich ganz zufrieden.
Nun hab ich heute nen Bescheid bekommen, das ich rückwirkend zum März eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten soll. Da schaue ich nun nicht durch.
Für mich ist es eine Verschlechterung, da ich auf Grund der geringen Zuverdienstgrenze finanziell wesentlich schlechter dran bin und ich gerad erst ne Stelle gefunden habe, wo ich meine alte Zuverdienstgrenze mit den Max 30Std/Woche gut ausgeschöpft hatte.
Das könnte ich in dem Falle jetzt knicken!

von
LS

Werter User Olli, allgemein geht man ja davon aus, das eine Erwerbsminderungsrente immer auch eine Einschränkung von beruflicher Tätigkeit bedeutet, man zwangsläufig genötigt ist kürzer zu treten.

Wenn der RV-Träger letztlich zur Erkenntnis gelangt, dass nur noch unterhalb drei Stunden täglich eine Beschäftigung zugemutet werden kann, Sie aber 30 Arbeiten, ist ja eigentlich etwas faul im Getriebe.

Im Gegensatz zu Ihnen würden sich andere freuen, anstatt der teilweisen Erwerbsmindrungsrente die volle zu bekommen.

Wenn Ihnen aber trotz der vorhandenen gesundheitlichen Befindlichkeit der Verdienst wichtiger ist als die Gesundheit, ich will es mal so krass sagen, dürfen Sie weiterhin 30 Stunden je Woche arbeiten.

Der Rentenversicherungsträger kappt dann bei Bekanntwerden und Feststellung der Überschreitung die gewährte volle Erw.-Mindrg-Rente von Amts wegen, möglicherweise auch verbunden mit Rückforderungsansprüchen und Sie erhalten dann nur wieder die teilweise Erw.-Mindrg-Rente oder auch gar keine, wenn die für Sie festgelegten Hinzuverdienste überschritten werden.

Wenn Sie die Beschäftigung nicht beenden bzw. auf dann nur noch 400&#8364; reduzieren wollen, teilen Sie es dem RV-Träger mit.

Sie dürfen sich aber auch nicht wundern, dass man bei Verschlechterung Ihres Gesundheitszustandes kritisch prüfen wird, Ihnen die volle Rente wieder zuzuerkennen, da Sie wissentlich zur Verschlechterung beitragen.

von
Realist

Sind Sie sicher, dass Sie wirklich nur 30 Stunden pro Woche arbeiten können und nicht vielleicht sogar 30,5? Dann hätten Sie nämlich überhaupt keinen Rentenanspruch mehr!
Irgendetwas scheint bei Ihrer Leistungsbeurteilung gründlich schief gelaufen zu sein!

von
Olli

war leider etwas schnell bei der Enter-Taste!

Kann ich Widerspruch einlegen ohne die Rente in gänze zu gefährden und warum wird ohne Antrag von mir so ein neuer Bescheid erstellt?

Würd gern wieder den &#34;alten&#34; Zustand wieder hergestellt haben. Der ja auch noch günstiger für die Rentenkasse ist.

von
Hobbyoptimierer

Hallo Olli,

haben Sie die Möglichkeit Widerspruch gegen die volle EMR einzulegen? Waren Sie denn bei einem Gutachter, der Ihre Leistungsfähigkeit nun so schlecht einstuft (obwohl Sie tatsächlich 30h/Woche arbeiten!). Was haben Sie denn beim Antrag als Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit angegeben?

Allgemein heisst es ja - auch hier im Forum - dass die DRV Bund &#34;froh sei&#34;, wenn eigentlich voll EMRentner nur eine Teilerwerbsminderungsrente wollen.

von
Realist

........gar keine Rente wäre noch viel günstiger für die Rentenkasse!

von
Hobbyoptimierer

Soweit ich das weiss haben Sie das Recht gegen jedweden Bescheid innerhalb von 4 Wochen einen Widerspruch einzureichen. In diesem Falle würde ich noch eine Kontaktaufnahme mit einem Sozialverband - z.B. VdK - vorschlagen, da können Sie auch juristischen Beistand erhalten.

von
Realist

Selbstverständlich kann &#34;Olli&#34; Widerspruch gegen den Bescheid einlegen! Ob er sich allerdings einen Gefallen damit tut, ist eine andere Frage. Offensichtlich ist er nämlich viel leistungsfähiger, als sein RV-Träger glaubt. Und im Widerspruchsverfahren käme all das noch einmal auf den Prüfstand!

von
Olli

Es ist ja sinnig, das ich den Antrag gestellt hab. Darum gehts dabei ja nicht.

von
Olli

Um das kurz zu klären.
Ich bin nicht in der Lage Vollzeit zu arbeiten. Sonst hätte ich den Antrag nicht gestellt.
Da ich nebenbei wegen der selben Erkrankung auch zu 50% Schwerbehindert bin ist es wohl oder übel leider so, das ich nicht viel leistungsfähiger bin als der Realist meint. &#62;&#62;&#60;&#62;
Nur würde ich ansonst gerad 400&#8364; hinzuverdienen können bzw. eine wesentlich reduzierte Stundenzahl. Da geht es nicht um Leistungsfähigkeit meiner seits sondern, darum am Erwerbsleben teilzunehmen und wenigstens soviel hinzuverdienen um meine laufenden Lebenshaltungskosten zu decken.

von
Hobbyoptimierer

Hallo Realist,

dieses Risiko steht natürlich, vor allem vor dem Hintergrund einer 30h/Woche Beschäftigung, was ja nur 1 Minute von der Vollerwerbsfähigkeit = NULL Rente entfernt ist. Aber trotzdem seltsam, wie es zu so einer krassen Fehlbeurteilung kommt?

von
Realist

DAS wundert mich auch sehr! &#34;Olli&#34; sollte besser keine schlafenden Hunde wecken und seine Rente solange wie möglich genießen!

von
Olli

Nein, ich arbeite keine 30/Std. die Woche... aber ich könnte das ja nach dem ersten Bescheid tun. Wenn also mal mehr zu tun wäre und bei dem Stundensatz, den ich bekomme wären das &#34;nur&#34; noch 6,5Sd./Woche. um unter 400&#8364; zu bleiben.

Ich habe derzeit die Möglichkeit mir selbst auszusuchen wie lange ich für das Unternehmen tätig bin. Das erlaubt mir sehr gut auf meine eigene Leistungsfähigkeit Rücksicht zu nehmen.

von
Realist

Sie können ganz offensichtlich mindestens sechs Stunden erwerbstätig sein und sind somit nicht erwerbsgemindert - Schwerbehinderung hin oder her!

(Ich habe sogar einen GdB von 60 % mit Merkzeichen &#34;G&#34; und bin trotzdem noch vollschichtig leistungsfähig!)

von
Hobbyoptimierer

Okay, wenn Sie also keinen festen AV haben in dem 30h/Woche stehen und sich selbst in der Lage fühlen mehr als 3h/Tag zu arbeiten und dies auch wollen und das Geld brauchen, dann würde ICH Widerspruch einlegen.

Ich habe im übrigen bei meinem baldigen Antrag auf EMR selbiges vor. Da ich eine HEIMARBEITSSTELLE in Aussicht habe könnte ich im Rahmen dieser auch mehr als 3h am Tag arbeiten. Vom Krankheitsbild bin ich aber eher voll EMR. Mal sehen, was die DRV Bund dazu sagen wird.

von
Olli

Um das kurz richtig zu stellen.

Es geht mir um die Hinzuverdienstgrenze, die ich einhalte und nicht die 30Std. Woche. Ich arbeite weit weniger als die 30 und bin damit an der Grenze des Hinzuverdienstes. Das ist einfach von der Vertragsgestaltung abhängig und nicht von den 30Std.
Die schaffe ich so oder so nie. Würde damit auch die Zuverdienstgrenze sprengen.

von
Olli

so ähnlich gehts mir auch.
Ich kann häufig von zu Haus aus arbeiten und bin daher in der Lage meine Hinzuverdienstgrenze auszuschöpfen. Die Stundenzahl von 3 je Tag überschreite ich dabei regelmässig. Aber ich komme trotzdem nicht ansatzweise über die 5Std. am Tag hinaus. Und brauche viele längere Pausen...

Viel Glück bei dem Antrag

von
KSC

dann halten Sie doch einfach die Verdienstgrenze für die halbe Rente ein, achten drauf, dass Sie das nicht überschreiten und teilen das so dem Rententräger mit.

Dazu brauchen Sie doch nicht Widerspruch einlegen!

Weiß eigentlich der Arbeitgeber, dass der Staat Sie für voll erwerbsgemindert hält?
Der könnte nämlich auf die Idee kommen, dass er aus seiner Fürsorgepflicht heraus darauf achten muss, dass Sie weniger 3 Stunden täglich arbeiten.
Sonst machen Sie ihm später womöglich Vorwürfe, dass er Sie arbeiten läßt, obwohl Sie das gar nicht können - auch so was soll es schon gegeben haben.

von
Hobbyoptimierer

Hallo KSC,

soll das heissen, wenn man eine volle EMR zugesprochen bekommt kann/darf/ist es der DRV Bund egal, ob man tatsächlich doch länger arbeitet (und auch solch einen schriftlich fixierten Arbeitsvertrag hat)? Und nur die Hinzuverdienstgrenzen sind der Hemmschuh? Und sind die HZVG nicht in den Abzügen identisch mit denen bei der tEMR?

von
KSC

eigentlich ja,
entweder man kommt zum Ergebnis, dass Olli sich durch die Arbeit völlig kaputt macht (dann ist das der DRV zunächst egal und Olli ist als erwachsener Mensch selbst für seine Gesundheit verantwortlich)

oder man stellt fest, dass der Gesundheitszustand besser ist als ursprünglich angenommen und wenn man dann die volle Rente wieder wegnimmt und nur die halbe bewilligt, wäre das ja im Sinne von Ollis Anfrage.

Die Zuverdienstgrenzen für die halbe Vollrente oder die volle Teilrente dürften identisch sein - aber das kann Olli ja ganz einfach in seinem Rentenbescheid nachlesen ;-)

Doof wäre es nur, wenn man plötzlich eine Leistungsfähigkeit von über 6 Stunden feststellen würde....