Änderung Halbwaisrente 2017

von
Silas

Ich bin 22 Jahre alt, besuche noch bis 2018 eine Fachschule und beziehe eine Halbwaisenrente.

Ist es richtig, dass ich ab 2017 keine Beiträge für die Krankenversicherung mehr zahlen muss? Falls ja, wann bekommen ich einen neuen Rentenbescheid?

Danke

von
Tante Charlie

Die Neuberechnungen laufen derzeit.
Bei über 300.000 Waisenrenten in ganz Deutschland wird das aber etwas dauern, bis alle ihren Bescheid in Händen halten.
Vor Mitte Dezember würde ich mir an Ihrer Stelle aber keine Sorgen machen.

Experten-Antwort

Hallo Silas,

ab dem 01.01.2017 zahlen Waisen bis zum Erreichen der Altersgrenzen für eine Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung aus ihrer Waisenrente keine Beiträge, wenn sie ausschließlich wegen des Bezugs ihrer Waisenrente in der gesetzlichen Krankenversicherung und der sozialen Pflegeversicherung versicherungspflichtig sind.

Dies trifft auf Sie zu.

Sobald die Krankenkassen die entsprechenden Meldesätze an die Rentenversicherungsträger übermitteln, werden die Renten neuberechnet und entsprechende Bescheide verschickt.

von
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Hallo Silas,
die Feststellung der Versicherungspflicht / Beitragsfreiheit für die Waisenrenten wird von den zuständigen Krankenkassen festgestellt und anschließend an die RV-Träger gemeldet.
Ob alle Waisen von der RV danach einen neuen Bescheid erhalten ist fraglich, evtl. gibt es nur eine Mitteilung über den Kontoauszug ihrer Bank.

von
Carlos

Ich beziehe ebenfalls eine H-Waisenrente, studiere und bin 26 Jahre alt. Bisher war ich über den Rentenbezug bei meiner Krankenkasse (TK) pflichtversichert. Nun will diese von mir den Beitrag für Studenten von zur Zeit ca. 90 € haben. Damit werde ich wesentlich schlechter gestellt. 190 € Rente minus 90 € STU-Beitrag an die Krankenkasse. Ist das so richtig?

von
Carlos

Ich beziehe ebenfalls eine H-Waisenrente, studiere und bin 26 Jahre alt. Bisher war ich über den Rentenbezug bei meiner Krankenkasse (TK) pflichtversichert. Nun will diese von mir den Beitrag für Studenten von zur Zeit ca. 90 € haben. Damit werde ich wesentlich schlechter gestellt. 190 € Rente minus 90 € STU-Beitrag an die Krankenkasse. Ist das so richtig?

von
GroKo

Zitiert von: Carlos

Ich beziehe ebenfalls eine H-Waisenrente, studiere und bin 26 Jahre alt. Bisher war ich über den Rentenbezug bei meiner Krankenkasse (TK) pflichtversichert. Nun will diese von mir den Beitrag für Studenten von zur Zeit ca. 90 € haben. Damit werde ich wesentlich schlechter gestellt. 190 € Rente minus 90 € STU-Beitrag an die Krankenkasse. Ist das so richtig?

Und was hat Dein Studentenbeitrag mit der RV zu tun?

Experten-Antwort

Zitiert von: Carlos

Ich beziehe ebenfalls eine H-Waisenrente, studiere und bin 26 Jahre alt. Bisher war ich über den Rentenbezug bei meiner Krankenkasse (TK) pflichtversichert. Nun will diese von mir den Beitrag für Studenten von zur Zeit ca. 90 € haben. Damit werde ich wesentlich schlechter gestellt. 190 € Rente minus 90 € STU-Beitrag an die Krankenkasse. Ist das so richtig?

Hallo Carlos,

wenn Sie über Ihren Rentenbezug bei Ihrer Krankenkasse pflichtversichert sind, dann passt eigentlich der Studentenbeitrag nicht, weil eine Pflichtversicherung in der Krankenversicherung der Rentner eine studentische Krankenversicherung verdrängen würde.

Es kann aber auch sein, dass Sie über die studentische Krankenversicherung pflichtversichert sind, weil Sie die Voraussetzungen in der Krankenversicherung der Rentner nicht erfüllen. Dann ist es richtig, dass dennoch Beiträge aus Ihrem Rentenbezug abgeführt werden. Fragen Sie Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger, der kann Ihnen sagen, ob Sie in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert sind.

Sollte es so sein, dass Sie über die studentische Krankenversicherung pflichtversichert sind, müssen Sie den Studentenbeitrag zahlen. In dem Fall besteht aber die Möglichkeit, sich auf Antrag den Eigenanteil an den Beiträgen aus der Rente unter Umständen von der Krankenkasse erstatten zu lassen, soweit dieser Eigenanteil den Studentenbeitrag nicht übersteigt. Hierzu müssten Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden.