Ärger mit dem Befundbericht R3214

von
Andrea K

Ich habe einen EM Rentenantrag gestellt.
Nun bekam ich von der DRV den Befungbericht zur Weitergabe an meinen behandelten Facharzt zugesendet.GOTT SEI DANk!

Ich gab ihnumgehen zur Bearbeitung an die Praxis. Mehrer Nachfragen und Erinnerungen später bekam ich nach 2,5 Wochen den Anruf ich könnte den Bericht abholen. das tat ich umgehend. Als ich dann zu Hause war,stellte ich fest, dass der Bericht voller Fehler war und die Hälfte der Diagnosen fehlte. Auch die Berichte über KH Aufenthalte fehlte. Und am wichtigsten der eigene Befundbericht des Arztes fehlte auch.
Gleich am nächsten Tag bin ich wieder in die Praxis und habe reklamiert. Es stellte sich heraus, dass der Bericht von einem anderen Arzt der Praxis ausgefüllt wurde. Mein behandelter Arzt war auf Fortbildung und Urlaub. Die Helferin versprach mit ihm persönlich nach seiner Rückkehr den Bericht vorzulegen. Dies geschah auch nach nun mittlerweile 3,5 Wochen. Nun ist der Bericht wieder unvollständig ausgefüllt. Statt eines eigenen Befunds verweist der Arzt auf die ausführlichen Befundberichte der Krankenhausaufenthalte. Allerdings hab ich der DRV diese Berichte, da sie mirin Zweitschrift vorlagen gleich bei Antragsstellung mitgeschickt.

Nun habe ich mir einen Termin bei dem Arzt geben lassen, um die Angelegenheit selber zu klären. Der Termin ist allerdings erst in 2 Wochen. Vorher war es nicht möglich.

Dann wären 5,5 Wochen seit der Aufforderung der DRV verstrichen. Eigentlich wird von der DRV ja eine Rücksendung nach 5 Tagen erwartet, was sicher auch in den meisten Fällen unrealistisch ist, da die meisten Praxen wohl länger brauchen.

Hat jetzt die verspätete unverschuldete Rücksendung des Formulars Konsequenzen für mich?

P.S. Ich bin ja heilfroh, dass dieser Bogen über mich lief und nicht direkt um Arzt geschickt wurde!

von
Bertl

Kurzer Anruf beim zuständigen Mitarbeiter, den Sachverhalt erklären und um Fristverlängerung bitten.

So einfach ist das.

Experten-Antwort

Ich empfehle Ihnen, sich telefonisch mit Ihrem zuständigen Sachbearbeiter in Verbindung zu setzen und den Sachverhalt kurz zu schildern.

von
Cassandra

Die Konsequenzen sind lediglich die längere Bearbeitungsdauer Ihres Rentenantrags.
Teilen Sie den Grund der Verzögerung der DRV mit und gut.
Ich verstehe aber auch nicht sio ganz, was Sie nun noch von Ihrem Facharzt wollen ? Wenn er bereits auf die Krankenhausberichte verwiesen hat, dann ist doch dem offensichtlich nichts hinzuzufügen (sonst hätte er es ja getan).

von
Andrea K

Hallo Cassandra,
bei dem Facharzt bin ich jahrelang in Behandlung Er hat die laufende Verschlechterung dokumenoiert und auch die einzelnen Behandlungen. Als Patient hat man schließlich auch ein Anrec hat auf einen Befundbericht ganz unabhängig ob die DRV oder KK dies anfordert. Und in diesem Fall bekommt der Arzt ja sogar noch 27 € . Da kann man wohl auch einen ordentlich ausgefüllten Bogen und einen zuzätzlichen Bericht erwarten. Schließlich wird das ja auch explizit von der DRV gefordert, sonst hätte ihnen ja der KH-Bericht genügt, den ich bereit mitsandte

von
Bertl

Zitiert von: Andrea K

Hallo Cassandra,
bei dem Facharzt bin ich jahrelang in Behandlung Er hat die laufende Verschlechterung dokumenoiert und auch die einzelnen Behandlungen. Als Patient hat man schließlich auch ein Anrec hat auf einen Befundbericht ganz unabhängig ob die DRV oder KK dies anfordert. Und in diesem Fall bekommt der Arzt ja sogar noch 27 € . Da kann man wohl auch einen ordentlich ausgefüllten Bogen und einen zuzätzlichen Bericht erwarten. Schließlich wird das ja auch explizit von der DRV gefordert, sonst hätte ihnen ja der KH-Bericht genügt, den ich bereit mitsandte

Da stimme ich Ihnen vollkommen zu, es sollte ja wohl möglich sein für seine 27,20 Euro die Diagnosen 1-5 auszufüllen. Außerdem arbeitet die Rentenversicherung mit der sogenannten Prognose, hier werden die aktuellsten Befunde benötigt. Ein Befund des Krankenhauses z.B. von vor zwei Jahren interessiert da eigt. kaum.

@Cassandra
Es besteht ja auch die Möglickeit, dass sich die Beschwerden verschlechtert oder verbessert haben seit dem letzten Befund.

von
Martha

Bei mir hat genau dieser Bericht vom Facharzt zu guter Letzt dafür gesorgt, dass ich nach 6 langen Jahren endlich die EM Rente erhalten habe.
Es ist ja stets der jetztige Gesundheitszustand zu benennen, darum geht es ja warum man einen Rentenantrag gestellt hat.

Martha

von
W*lfgang

Zitiert von: Andrea K
Und in diesem Fall bekommt der Arzt ja sogar noch 27 €
Andrea K,

genau da kann/wird das Problem liegen. Ich glaube nicht, dass ein praktizierender Arzt ein besonderes Interesse daran hat, Sie erst 1-2 Std. gründlich zu untersuchen/zu begutachten, anschließend seine 'Verwaltung' mit einem Statement für den schriftlichen Bericht 'lahmlegen' muss, um dann fürstliche 27 EUR dafür zu erhalten. Da kann ich verstehen, dass Berufsethik gegen monetäres Ergebnis abgewogen wird.

Gruß
w.

von
Aha

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Andrea K
Und in diesem Fall bekommt der Arzt ja sogar noch 27 €
Andrea K,

genau da kann/wird das Problem liegen. Ich glaube nicht, dass ein praktizierender Arzt ein besonderes Interesse daran hat, Sie erst 1-2 Std. gründlich zu untersuchen/zu begutachten, anschließend seine 'Verwaltung' mit einem Statement für den schriftlichen Bericht 'lahmlegen' muss, um dann fürstliche 27 EUR dafür zu erhalten. Da kann ich verstehen, dass Berufsethik gegen monetäres Ergebnis abgewogen wird.

Gruß
w.

Das glauben Sie doch wohl selber nicht, dass eine Untersuchung so lang dauert... Der Arzt brauch für die Ausfüllung, wenn er seinen Patienten kennt, ca. 10 min. Das weiß ich von einer Ärztin im Bekanntenkreis. das ist wohl doch ein ganz guter Stundenlohn.

von
Martha

Davon träume ich Nachts, dass sich ein Gutacheter 1-2 Stunden Zeit für einen lässt.
Maximal 30 Minuten eher kürzer waren da meine Erfahrungen bei 8-10 Gutachtern.
Egal ob MDK, VA oder DRV.
Mein erster Gutachter ein Orhtopäde, der hat sich wirklich Zeit für mich genommen so ca. 1,5 Stunden, das war aber eine einmalige Erfahrung.

LG
Martha

von
Schorsch

Zitiert von: Aha

Der Arzt brauch für die Ausfüllung, wenn er seinen Patienten kennt, ca. 10 min. Das weiß ich von einer Ärztin im Bekanntenkreis. das ist wohl doch ein ganz guter Stundenlohn.

Ach, kommt das nicht auf den Umfang der Krankenakte an?

Wenn es sich um ein einfach zu beschreibendes Krankheitsbild handelt, geht das Ausfüllen der Fragebögen in der Tat erheblich schneller, als bei umfangreicheren Diagnosen.

Offenbar behandelt Ihre "Ärztin aus Ihrem Bekanntenkreis" nur Heuschnupfen-Patienten.

Darüberhinaus sind 27 Euro brutto für einen Arzt mit gutgehender Praxis alles andere als ein "guter Stundenlohn".

Deshalb lehnen es auch viele niedergelassene Ärzte ab, für DRV und MdK als Gutachter zu fungieren.

Das weiß ich von mehreren Ärzten aus meinem Bekanntenkreis.....

von
Schorsch

Zitiert von: Martha

Maximal 30 Minuten eher kürzer waren da meine Erfahrungen bei 8-10 Gutachtern.
Egal ob MDK, VA oder DRV.
Mein erster Gutachter ein Orhtopäde, der hat sich wirklich Zeit für mich genommen so ca. 1,5 Stunden, das war aber eine einmalige Erfahrung.

Auch hierbei kommt es darauf an, ob es sich um leicht zu diagnostizierende Krankheiten handelt oder um kompliziertere Krankheiten.

Außerdem können Sie gar nicht wissen, wie viel Zeit der Gutachter nach Ihrer Verabschiedung noch mit der Auswertung eventueller Vorgutachten aufwendet.

Er muss sein Gutachten formulieren und diktieren. Und die Helferin, die dieses Gutachten dann zu Papier bringt, macht das auch nicht umsonst.

Dieses "fürstliche Honorar" ist also ruck zuck aufgebraucht.

von
W*lfgang

Zitiert von: Aha
Der Arzt brauch für die Ausfüllung, wenn er seinen Patienten kennt, ca. 10 min.
Aha,

ist wie mit Rentenberatung. Man kann in 10 min. punktuell die beste Option liefern unter Kenntnis aller Fakten/Unterlagen, oder auch 2 Std. brauchen, um 'verworrene' Versicherungsverhältnisse mit 'schwierigen' Kunden erst einmal zu beleuchten.

Vorteil: 'wir' werden nicht per Fall bezahlt ;-)

Gruß
w.
...ein 10-min-Gutachten, das eine _Ablehnung_ der EM-Rente nach sich zieht, ist grundsätzlich immer ein prima Aufhänger für einen Widerspruch. Bei positiver Entscheidung reichte eigentlich auch ein Blickkontakt.

von
Aha

Ich merk schon alles Experten, entweder selbst Ärzte oder Versicherte mit x Millionen Befunden.

Die Fragestellerin schreibt, das ihr behandelnder Arzt im Urlaub sei, daraus folgt für mich sie ist öfter bei ihm. Meines Erachtens nach, brauch da der Arzt für 2 Seiten Befundebericht nicht zwei Stunden. Aber naja bei euch dauert es bestimmt länger

von
Schorsch

Zitiert von: Aha

Meines Erachtens nach, brauch da der Arzt für 2 Seiten Befundebericht nicht zwei Stunden. Aber naja bei euch dauert es bestimmt länger

So so, IHRES ERACHTENS.
Na denn....