Ärger mit Sozialgericht?,

von
Hajo

Eine volle Erwerbsminderung wurde von der DRV anerkannt, jedoch ohne Geld, weil Versichungsverlauf nicht ganz stimmt, daraufhin suchte ich mir einen Anwalt,dieser reichte auch Klage beim Sozialgericht für mich ein. Wußte jedoch auf einmal nicht mehr wie Sie eine Klageschrift aufsetzen soll,(obwohl ich vorher geschilderte, das mein VersicherungsHajoverlauf nicht korrekt ist, Akteneinsicht hatte Sie auch) daraufhin entzog ich der guten Frau das Mandat. Geld für einen zweiten Anwalt habe ich nicht. Meine Frage ist,da ich beim Sozialgericht eine Klagenr. habe,was passiert jetzt damit ? Bekomme ich jetzt Ärger?

von
Michalsky

Nein, es herrscht kein Anwaltszwang in diesem Rechtszug. Sie dürfen das Verfahren als Kläger selbst führen, es läuft unabhängig von irgendwelchen erteilten oder entzogenen Bevollmächtigungen weiter.

von
Herz1952

Hallo Hajo,

ich rate Ihnen sich einen unabhängigen Rentenberater zu suchen. Dieser hat auch mir vor dem Sozialgericht geholfen. Ganz nebenbei: Die "Rechnung" zahlt anschließend nicht der "Wirt" sondern die DRv (smile)

Experten-Antwort

Hallo Hajo,

vor dem Sozialgericht besteht kein Anwaltszwang. Bei finanziellen Problemen könnten Sie bei Gericht Prozeßkostenhilfe beantragen. Allerdings wird dabei geprüft, ob tatsächlich Bedürftigkeit vorliegt.

von
Michalsky

Zitiert von: Herz1952

Hallo Hajo,

ich rate Ihnen sich einen unabhängigen Rentenberater zu suchen. Dieser hat auch mir vor dem Sozialgericht geholfen. Ganz nebenbei: Die "Rechnung" zahlt anschließend nicht der "Wirt" sondern die DRv (smile)

Das ist ein sehr gefährlicher Rat, denn die DRV übernimmt die entstandenen Auslagen des Klägers nur, wenn dieser im gerichtlichen Verfahren obsiegt. Bekommt er mit seiner Klage nicht Recht, bleibt er auf seinen Kosten sitzen, und die sind bei sog. unabhängigen Rentenberatern nicht gerade niedrig.

Im vorliegenden Fall wird zur Begründung der Klage behauptet, der Versicherungsverlauf sei nicht korrekt. In Folge dessen wird wahrscheinlich geltend gemacht, die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für die Rente wegen Erwerbsminderung seien im Gegensatz zur Feststellung im angegriffenen Bescheid sehr wohl erfüllt. Für weitergehende Tipps wäre es nun wichtig und interessant zu wissen, ob die Fehlerhaftigkeit von Hajo nachgewiesen werden kann. Wenn ja, kann man - in Kenntnis des Einzelfalls - weitere Ratschläge geben, ob die Klage Aussicht auf Erfolg bietet. Das erledigen auch kostenfrei die Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger, und an dieser Stelle möge man bitte nicht mit dem nicht zutreffenden "Argument" der Voreingenommenheit kommen...

von
Sandra Ahrens

Hallo Hajo,

Eine Kollegin von mir ist ohne Rechtsbeistand vor das Sozialgericht gegangen. Es ist auch gut ausgegangen.
Eine große Hilfe ist auch immer der Sozialverband! Dort wird Ihnen sehr gut geholfen. Sie gehen mit Ihnen auch vor das Sozialgericht!

LG von Sandra Ahrens

von
****

Hallo Hajo,

was meinen Sie mit "weil Versichungsverlauf nicht ganz stimmt" ?

von
KSC

Ich könnte mir folgende Situation vorstellen:

Hajo ist voll em bekommt jedoch kein Geld - nicht weil der Versicherungsverlauf nicht ganz stimmt - sondern weil in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der EM eben keine 36 Pflichtbeiträge liegen.

Falls es so ist - und Hajo den Sachverhalt unglücklich beschrieben hat - müsste er entweder weitere Versicherungszeiten im 5 Jahreszeitraum nachweisen oder darlegen, dass die EM zu einem anderen Zeitpunkt eingetreten ist.

Für ersteres braucht es eigentlich keine Hilfe, denn wenn es Unterlagen gibt, die der DRV noch nicht bekannt sind, braucht Hajo diese nur einreichen, das kann er selbst.....

Für zweiteres bräuchte es weniger einen "gescheiten Anwalt" sondern eher eine gute medizinisch überzeugende Begründung, dass die EM am xx.xx.xxxx eingetreten ist (zu einer Zeit wo der Versicherungsschutz noch bestanden hat.

Aber vielleicht ist alles auch ganz anders.......????

von
GroKo

Zitiert von: Herz1952

Hallo Hajo,

ich rate Ihnen sich einen unabhängigen Rentenberater zu suchen. Dieser hat auch mir vor dem Sozialgericht geholfen. Ganz nebenbei: Die "Rechnung" zahlt anschließend nicht der "Wirt" sondern die DRv (smile)


Wieso wird bei deinen Ratschlägen den Fragern immer das Geld von den Rechtsverdrehen aus der Tasche gezogen?

von
Herz1952

Hallo GroKo,

Bei mir hat nicht die DRV gezahlt, sondern die Krankenkasse 400 Euro für einen einzigen Brief. Dann bekam ich meine Krankengeld.

Aber ich halte dich schon für so schlau, dass du schon merkst, wenn mein "Avatar" schreibt.