Ärzte vergessen?

von
Pudel

Ich habe bei meinem Antrag auf EU-Rente 6 versch.Ärzte angegeben. Ich mußte aber nur zu 2 versch.Gutachtern. Die rest. 4 wurde weder angeschrieben noch erwähnt, noch mußte ich zu Gutachtern der div.Fachärzte. Ein Gutacher (Neurologe) schrieb im Gutachten, ich solle unbedingt zu einer rheumatologischen Untersuchung nebst Gutachten. Das hat aber bei der DRV keinen interessiert und der Antrag wurde abgelehnt. Habe Widerspruch eingelegt. Nun meine Frage:
Werde ich zusätzl.noch zu anderen Gutachtern geschickt oder wars das ??

von
KSC

ja wer im Forum soll denn wissen, was medizinisch notwendig ist, um Sie zu beurteilen.

Natürlich können Sie 6 Ärzte angeben (meinetwegen auch 15), das heißt aber doch ncht, dass die RV Sie auch zu 6 Gutachtern schicken muss!
Möglicherweise wurden ja "Ihre 6 Ärzte" befragt und die Antworten ausgewertet - wer weiß?

Und was im Widerspruchsverfahren passiert, wissen außer der konkreten Sachbearbeitung und dem ärztlichen Dienst nur Proheten und Hellseher.

Das hängt wohl im Wesentlichen von Ihrer Widerspruchsbegründung ab (und die haben Sie doch hoffentlich mit Ihren Ärzten abgesprochen?)

von
Unbekannt

Im Forum sind wir Teilnehmer gerne bei versicherungsrechtlichen Problemen behilflich.

Wir sind keine Ärzte und können daher keine Aussagen treffen. Selbst wenn hier Ärzte wären, wie soll man bitte irgendwas über das Internet klären?

von
Kathrin

Die Frage, die mich in diesem Zusammenhang bewegt, ist :
Wer entscheidet über die Auswahl, also die Fachärztliche Ausrichtung des Gutachters sowie die ihm zugesandten med. Unterlagen.

Im Rahmen der Neutralität kann ich doch hier auch das Ergebnis vorweg beeinflussen:
Ich meine das so: Eine innere Erkrankung wird vom Psychologen beurteilt, dem nur die med. Unterlagen übersandt wurden, die Nebenaussagen über die Krankheit enthalten, obwohl neuere und auch aussagefähigere vorhanden sind. Ich meine das so: bei der inneren Erkrankung werden alle Unterlagen der chirurgie, Arztbefunde und Gutachten weggelassen, obwohl hier durch extreme Wundheilungsstörungen und Muskelfehlreaktionen die Hauptursache für den Verlust der Leistungsfähigkeit liegen.
Der Psychologe muss bei Fehlen des chirurg. Hintergrundes doch zu falschen Ergebnissen kommen !

von
KSC

und was , Kathrin, wollen Sie uns mit Ihrem Beitrag sagen?

Wichtig ist (sowohl beim Rentenantrag, wie auch bei einer Widerspruchs- und Klagebegründung), dass vom Antragsteller in Absprache mit seinen Ärzten a l l e! für den Rentenanspruch maßgeblichen Krankheiten aufgeführt und belegt werden.

Wenn, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, ein Mensch mit gravierenden "chirurgischen" Problemen zum Psychologen geschickt wird, erscheint das natürlich unglücklich - es weiß aber kein Forumsteilnehmer, welche Informationen der Entscheidung zu Grunde lagen.

Und natürlich ist klar, dass immer wieder Fehler vorkommen - aber in so einem Fall kann der entsprechende "Heimatfacharzt" das Problem mit einem entsprechenden Schreiben klären (falls er dazu bereit ist).

Aus der Praxis sind andererseits immer wieder die Fälle feststellbar, wo beim Rentenantrag nicht alle Krankheiten angegeben werden (oft weil der Antragsteller im Vorfeld des Antrages gar nicht mit seinen Ärzten darüber geredet hat).
Und in solchen Fällen braucht man sich eigentlich über nichts zu wundern....

Es gibt wirklich Anträge, bei denen der Aufnehmende auf die Frage nach dem Grund des Antrages die tolle Antwort: "ja ich kann nicht mehr arbeiten" erhält und mehr ist aus dem Versicherten nicht rauszuholen. Wundert es da jemanden, wenn dieser Patient zum falschen Gutachter geschickt wird????

von
Pudel

Es kann doch aber nicht sein, daß mei HNO (beids.schwerhörig) total übergangen wurde, d.h. weder befragt noch als Krankheit anerkannt. Ebenso das Rheuma usw. Da kann man ja auch würfeln. Aber manches muß man nicht vestehen.

von
KSC

Ist Schwerhörigkeit ein Grund für die Berentung?

Das hängt wohl sehr von der Arbeit ab - es gibt Jobs, die man auch machen kann, wenn man nichts hört. (ein Klavierstimmer wäre mit dieser Krankheit allerdings berufsunfähig).

Auch ist unklar, ob Sie schon immer schwerhörig waren (und trotzdem gearbeitet haben) oder ob das ein neu dazu gekommenes Leiden ist, das Ihre Arbeit unmöglich macht.

Aber nochmal: besprechen Sie das mit Ihrem Ohrenarzt, ob die Schwerhörigkeit ein wichtiger Grund für die Berentung ist- der kann Sie jeder Zeit mit Attesten und Bescheinigungen unterstützen.

Und zweitens: wenn diese Schwerhörigkeit festgestellt ist, braucht das ein weiterer Gutachter nicht nochmals prüfen.

Das kann aber online auch niemand klären.

von
@Pudel

Es kann auch sein, dass Ihr behandelnder Hausarzt die Unterlagen vom HNO bereits hatte und diese zur Verfügung gestellt hat.

Die Geschichte mit der Neutralität wurde hier schon tausend mal diskutiert. Ich drehe mal den Spieß um behaupte mal, dass Ihr behandelnder Arzt auch nicht neutral ist? Wenn Sie damit argumentieren, dann müsste man auch auf die medizinischen Unterlagen Ihrer behandelnder Ärzte verzichten.

Außerdem: Ihnen steht der Widerspruchsweg und Klageweg offen. Im Widerspruchgemium sind zu gleichen Teilen beide Interessenvertreter vorhanden.

Zuletzt: In den häufigsten Fällen kommen Gutachter, die vom Gericht beauftragt wurden, auch zum gleichen Ergebnis.

Kurz um: Das Problem ist nicht die Neutralität, wenn überhaupt höchstens, die hohen medizinischen Hürden für die Bewilligung einer Rente.

von
!!!

In den häufigsten Fällen
kommen Gutachter,
die vom Gericht beauftragt
wurden, auch zum gleichen
Ergebnis

Dies ist unwahr

von
Frage

Ist es richtig, dass "Pudel" und "@Pudel" verschiedene Users sind?

Experten-Antwort

Entscheidend bei der med. Beurteilung ist tatsächlich nicht, welche Ärzte angeschrieben, gehört oder zu einer Begutachtung aufgefordert wurden, sondern ob die von Ihnen angegebenen Diagnosen bei der Entscheidung berücksichtigt wurden. Dies kann man aus dem Ablehnungsbescheid erkennen. Ansonsten kann auf die Ausführungen von KSC verwiesen werden.

von
Pudel

Was soll ich mit meinem HNO besprechen, wenn der nicht mal angeschrieben wird? Die Schwerhörigkeit habe ich erst seit 2 Jahren, also nach meiner Berufstätigkeit. Und eine Tätigkeit am Telefon mit Schwerhörigkeit kann ich mir auch nicht vorstellen. Ebenso ist es mit d. chron.Rheuma, unvorstellbare Schmerzen trotz Cortison seit Jahren, aber mehr als 6 Std.tgl. arbeitsfähig. Es ist eine Frechheit.