Ärztekammer und Rehabericht

von
Gudrun

Hallo lieber Sozialrechtler,

habe heute mit dem Juristen der für meine Reha-Einrichtung zuständigen Ärztekammer telefoniert.

Der nette Herr hat mich nun zurückgerufen und gesagt, dass es in der Tat keine Rechtsgrundlage für die Übersendung meines Entlassungsberichtes gibt, wie es auch die Ärztekammer Niedersachsen auf ihrer Homepage sagt.

Er sagte mir, dass er den Ärzten schreiben wird, dass ein Berufsvergehen und eine Straftat gegeben seien, wenn die Ärzte gegen meinen ausdrücklich erklärten Willen den Entlassungsbericht der DRV xy überlassen würden.

Deshalb, lieber Sozialrechtler,
Ihr Tip war 1. Klasse! Lassen Sie sich nicht von den Pöbeleien und anderen Anfeindungen beirren. Soziale und gesellschaftliche Fortschritte hat es immer erst gegeben, wenn sich Leute gegen gewohnheitsmäßiges institutionelles Handeln, welches Unrecht war, aufgelehnt haben.

Ich werde deshalb das mit dem Rehabericht bis zum Ende ausfechten, wenn die DRV xy es wagen sollte noch einen Mucks zu tun, nachdem ihr die verbindliche Ansicht der Ärztekammer mitgeteilt wurde.

Lieben Gruß

und ein fröhliches Weihnachtsfest

Gudrun

von
Prima

wird ja der Sozialrechtler gerne auch für Sie die Rechnung über die Reha Massnahme zahlen,die demnächst ins Haus flattert.

Ihr Beide erinnert mich an Don Quixote de la Mancha und seinen Knappen Sancho Pansa.

von
Nix

Hallo, liebe Gudrucn!
Machen Sie sich keine Sorgen.
In Kürze flattert die Kostenrechnung für Ihre Rehabilitationsleistung ins Haus.
Das können dann schonmal EUR 100,-- pro Tag plus Sozialversicherungsbeiträge sein.
Viele Grüsse
Nix

von
RFn

Im Grunde ist das Ganze eine sinnlose akademische Diskussion.

Bevor über einen EM-Rentenantrag (bei dem vorher eventuell eine Reha-Massnahme durchgeführt wird) oder einen Reha-Antrag entschieden wird, werden Befundberichte und Gutachten eingeholt. Logischerweise können im Reha-Abschlussbericht keine gravierenden Neuigkeiten enthalten sein, die nicht bereits in der Reha-Akte bzw. der Rentenantragsakte vorliegen.

Und ohne den Bericht kann, wie schon genügend gesagt, die DRV nicht entscheiden, ob die Reha-Massnahme den gewünschten Erfolg erzielt hat, ob weitere Massnahmen angebracht sind oder der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet werden kann bzw. eine beantragte EM-Rente abzulehnen oder zu gewähren ist.

Aber wass solls. Immer nur zu. Die Schweigepflichtsentbindung zuerst unterschreiben, dann bei jedem behandelndem Arzt oder jedem Gutachter die Erklärung zurücknehmen.
Dann werden die EM-Rente wegen mangelnder Mitwirkung abgelehnt und damit soviel Geld eingespart, dass die Regelaltersgrenze wieder auf 65 abgesenkt werden kann.

Und auch können dann erneute Reha-Anträge sofort abgelehnt werden mit der Begründung, dass nicht absehbar ist, ob die Massnahme hilft, weil die Vorlage der Ergebnisse der letzten Massnahme verweigert wurde.

von
Gudrun

Zitiert von: Nix

Hallo, liebe Gudrucn!
Machen Sie sich keine Sorgen.
In Kürze flattert die Kostenrechnung für Ihre Rehabilitationsleistung ins Haus.
Das können dann schonmal EUR 100,-- pro Tag plus Sozialversicherungsbeiträge sein.
Viele Grüsse
Nix

Lieber Herr Nix,

die zuständige Ärztekammer stellt fest, dass es keinerlei Pflicht meiner Ärzte gibt, den Rehabericht herauszurücken und dass das Herausrücken ein Berufsvergehen und eine Straftat wären.

Sie schreiben mir - als Mitarbeiter der DRV - dass ich demächst eine Rechnung der DRV bekommen werde, weil ich es nicht dulde, dass Ärzte Berufsvergehen und Straftaten gegen mich begehen?

Ich kann nicht glauben, dass Sie MA der DRV sind, denn sonst wüßten Sie, dass im SGB eine Bestrafung wegen des Bestehens auf Einhaltung von Gesetzesnormen verboten ist.

Ihr Angstmache prallt bei mir locker ab und bestärkt mich in der Überzeugung, dass bei der DRV etwas oberfaul ist.

Ein besinnliches Fest wünsche ich Ihnen

Gudrun

von
W*lfgang

Hallo Gudrun,

ohne es im Einzelnen zu kommentieren (da fehlt mir die Sachkenntnis). Aber könnte es sein, dass nicht nur eine Pflicht im Verfahren besteht, da mehrere Beteiligte sind?
Sie verpflichten die Ärzte, alles zu unterlasen - okay, machen die, kostet die ein Wimperzucken, ist Standes- und anderweitig rechtlich geregelt.

Nur, Sie haben eine Reha-Maßnahme in Anspruch genommen - gern, wofür 10.000 EUR selbst investieren, trägt ja die Versichertengemeinschaft. Sie sind Versicherte und haben das Recht dazu und die DRV die Pflicht, diese zu genehmigen/zu bezahlen.

Ihnen könnte folgend die Pflicht erwachsen, daraus einen Rentenantrag folgen zu lassen - seitens der Krankenkasse (denen sag ich aber nichts bzw. lasse es nicht zu, die sollen schön weiterzahlen). AU entlassen - geht keinen was an, den Arbeitgeber schon gar nicht, seh ich keine Pflicht zu Mitteilung.
Folgemaßnahmen seitens der DRV - warum, ich nehm was ich kriegen und gut ists ...'meine' Pflichten nehm ich da nicht so genau.

Verstehen Sie, die Ärzte/der Rehabericht ist doch das schwächste Glied in der Kette - Sie stehen in der Pflicht, Ihre erhaltenen Leistungen nachgehend zu legitimieren.

Sag ich mal so laienhaft ...

Gruß
w.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: RFn

Im Grunde ist das Ganze eine sinnlose akademische Diskussion.

Bevor über einen EM-Rentenantrag (bei dem vorher eventuell eine Reha-Massnahme durchgeführt wird) oder einen Reha-Antrag entschieden wird, werden Befundberichte und Gutachten eingeholt. Logischerweise können im Reha-Abschlussbericht keine gravierenden Neuigkeiten enthalten sein, die nicht bereits in der Reha-Akte bzw. der Rentenantragsakte vorliegen.

Und ohne den Bericht kann, wie schon genügend gesagt, die DRV nicht entscheiden, ob die Reha-Massnahme den gewünschten Erfolg erzielt hat, ob weitere Massnahmen angebracht sind oder der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet werden kann bzw. eine beantragte EM-Rente abzulehnen oder zu gewähren ist.

Aber wass solls. Immer nur zu. Die Schweigepflichtsentbindung zuerst unterschreiben, dann bei jedem behandelndem Arzt oder jedem Gutachter die Erklärung zurücknehmen.
Dann werden die EM-Rente wegen mangelnder Mitwirkung abgelehnt und damit soviel Geld eingespart, dass die Regelaltersgrenze wieder auf 65 abgesenkt werden kann.

Und auch können dann erneute Reha-Anträge sofort abgelehnt werden mit der Begründung, dass nicht absehbar ist, ob die Massnahme hilft, weil die Vorlage der Ergebnisse der letzten Massnahme verweigert wurde.

Sehr geehrter Herr RFn,

die Rücknahme der m.E. ohnehin rechtlich unwirksamen pauschalen Schweigepflichtentbindungserklärung bewirkt nur, dass den Gutachtern der DRV nur das zukommt, was ihnen zuzukommen hat, nämlich Auskünfte und Tatsachen und nicht abstruse Meinungen und Falschdiagnosen.

Im Fall von Gudrun geht es m.W. um eine AHB aufgrund eines Unfalls mit Knochenbruch.

Die Reha ist aufgrund eines Arztberichtes bewilligt worden.

Wo ist im Gesetz festgelegt, dass der DRV einen sog. Reha-Entlasungsbericht seitens des behandelnden Arztes zu übersenden (offenbaren) ist?

Her mit der Vorschrift oder bitte zukünftig die Schnauze halten.

ich wünsche Ihnen ein paar besinnliche Weihnachtstage beim Lesen des SGB I bis X.

von
Merkbefreit

Sind Sie dermaßen Merkbefreit daß Sie einfachste Zusammenhänge nicht verstehen wollen?
Klipp und klar,ohne Ihre Zustimmung keine weitergabe Ihres Entlassungsberichtes,ohne Entlassungsbericht keine Verpflichtung der DRV die Kosten der Massnahme zu tragen.
Amen.

von
Gudrun

Zitiert von: Merkbefreit

Sind Sie dermaßen Merkbefreit daß Sie einfachste Zusammenhänge nicht verstehen wollen?
Klipp und klar,ohne Ihre Zustimmung keine weitergabe Ihres Entlassungsberichtes,ohne Entlassungsbericht keine Verpflichtung der DRV die Kosten der Massnahme zu tragen.
Amen.

Hallo,

meinen Sie ernsthaft mich mit Ihrem dummerhaftigem Geschreibsel beeindrucken zu können?

Die DRV hat nicht die Möglichkeit mir die AHB in Rechnung zu stellen. Was genehmigt wurde, ist genehmigt und von dem zu zahlen, der es genehmigt hat.

In den nächsten Tagen haben Sie Gelegenheit zur Besinnung. Nutzen Sie die.

Gudrun

von
Neugieriger

Guten Tag werte Gudrun,
würden Sie mir bzw. uns allen berichten wie es in der Sache weitergeht ?
Meine Vermutung ist ja, dass der Sachbearbeiter sich weiter im Recht fühlt aber einfach weil er besseres zu tun hat die Akte schließt und nichts weiter passiert. Damit wäre Ihrem Ansinnen entsprochen und der dortige Mensch hätte auch seine Ruhe.
Leider wäre dann diese Frage immer noch nicht endgültig geklärt.

von
Gudrun

Zitiert von: Neugieriger

Guten Tag werte Gudrun,
würden Sie mir bzw. uns allen berichten wie es in der Sache weitergeht ?
Meine Vermutung ist ja, dass der Sachbearbeiter sich weiter im Recht fühlt aber einfach weil er besseres zu tun hat die Akte schließt und nichts weiter passiert. Damit wäre Ihrem Ansinnen entsprochen und der dortige Mensch hätte auch seine Ruhe.
Leider wäre dann diese Frage immer noch nicht endgültig geklärt.

Liebe Neugierige,

selbstverständlich werde ich berichten, wie es weitergegangen ist. Das bin ich schon Sozialrechtler schuldig.

schöne Weihnachten

Gudrun

von
Skatrentner

Liebe Leute,

nehmt doch zu diesem Thema nicht weiter Stellung denn so wird nur das Forum vollgesülzt und jeder will Recht haben.

Gudrun ist nun mal dem Rat des Sozialrechtlers gefolgt, warum auch immer, und soll damit glücklich werden und auch die Konsequenzen tragen. Aber sich weiter auf blödes Geschwätz einzulassen bringt hier nix.

Frohe Feiertage an alle Forumsleser wünscht der Skatrentner

von
Knut Rassmussen

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

"Wie war" (spricht er sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
"möglich, wie dieses Unglück, ja -:
daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?
Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu den Toten
umzuwandeln, - kurz und schlicht:
D u r f t e hier der Kutscher nicht -?"
Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
"Nur ein Traum war das Erlebnis.
"Weil", wo schließt er messerscharf,
"nicht sein k a n n, was nicht sein d a r f."

von
Knut Rassmussen

Auf der Internetseite der Ärztekammer ist nichts zu finden. Seien Sie doch bitte so lieb und schreiben den Link zu der von Ihnen aufgeführten Behauptung in dieses Forum.

von
User

liebe gudrun
vielleicht ersparen sie jetzt den mitarbeitern der DRV viel stress.

wenn die drv jetzt keine entlassungsberichte mehr bekommt, ist das um einiges weniger arbeit für die mitarbeiter der reha-abteilung.

von
gudrun

Zitiert von: Knut Rassmussen

Auf der Internetseite der Ärztekammer ist nichts zu finden. Seien Sie doch bitte so lieb und schreiben den Link zu der von Ihnen aufgeführten Behauptung in dieses Forum.

@Rassmussen

googeln Sie ganz einfach:

Der schnelle Überblick:
Anfragen von Krankenkassen, MDK und anderen

von
egal

Ich behaupte jetzt einfach mal, dasß der Arzt doch durch eine gesetzliuche Grundlag edazu verpflichtet ist... Sie können diese ja nachgoogeln...

Für alle anderen Teilnehmer ist dieser Beitrag nicht ganz ernst gemeint, also bitte Kommentare dazu sparen (besonders diese schizophrene Typ, der hier öfters sein Unwesen treibt)

von
die lösung

Zitiert von: Gudrun

Zitiert von: Neugieriger

Guten Tag werte Gudrun,
würden Sie mir bzw. uns allen berichten wie es in der Sache weitergeht ?
Meine Vermutung ist ja, dass der Sachbearbeiter sich weiter im Recht fühlt aber einfach weil er besseres zu tun hat die Akte schließt und nichts weiter passiert. Damit wäre Ihrem Ansinnen entsprochen und der dortige Mensch hätte auch seine Ruhe.
Leider wäre dann diese Frage immer noch nicht endgültig geklärt.

Liebe Neugierige,

selbstverständlich werde ich berichten, wie es weitergegangen ist. Das bin ich schon Sozialrechtler schuldig.

schöne Weihnachten

Gudrun

...Das bin ich schon Sozialrechtler schuldig??

Sie sind doch ein und dergleiche. Das sie hier alle an der Nase rumführen, finden sie sicher unheimlich komisch.

Sitzen alleine zuhause und lachen sich über alle kaputt, weil jeder auf Ihre Beiträge eingeht. Mal unter dem Synonym "Sozialrechtler", dem über allem erhabenden, der alles weiss und alles kann.

Oder lieber doch unter dem Synonym Gudrun, die durchgeknallte Soziologin, die eine Frau mit Doppelnamen nachahmt, und ein ganz kleines bisschen narzistisch veranlagt ist..nur son büsschen...kaum der Rede wert.

Oder doch lieber als die liebe Elisabeth, die sich als naive Dame, die keiner Fliege etwas zu Leide tun kann,darstellt.

Und schwups, geht das Büumchen- Wechsel-Dich jeden Tag wieder aufs neue los.

Wenn man es mal von der komischen Seite nimmt, ist es wirklich lustig, aber wen man es dann doch mal ernst betrachtet, können sie einem wirklich Leid tun, liebe Grudrun, ach ich meine Elisabeth, upss...meien natürlich Soziualrechtler.

von
Elisabeth

Hallo von egal!
Angenommen du wärst Unfallopfer und müsstest wegen einer dauernden Gesundheitsbeschädigung Forderungen geltend machen. Das ist ein Riesenproblem, kann ich dir sagen. Nun wirst du aber aufgefordert sämtliche Ärzte von der Schweigepflicht zu entbinden. Ich denke, dass du in so einem Fall auch mit einer Schweigepflichtentbindung zurückhaltend wärst, wenn du ein Gutachten eines Arztes hättest, der behauptet, dass dein Unfall gar nicht stattgefunden hat.

von
Gudrun

Zitiert von: W*lfgang

Hallo Gudrun,

ohne es im Einzelnen zu kommentieren (da fehlt mir die Sachkenntnis). Aber könnte es sein, dass nicht nur eine Pflicht im Verfahren besteht, da mehrere Beteiligte sind?
Sie verpflichten die Ärzte, alles zu unterlasen - okay, machen die, kostet die ein Wimperzucken, ist Standes- und anderweitig rechtlich geregelt.

Nur, Sie haben eine Reha-Maßnahme in Anspruch genommen - gern, wofür 10.000 EUR selbst investieren, trägt ja die Versichertengemeinschaft. Sie sind Versicherte und haben das Recht dazu und die DRV die Pflicht, diese zu genehmigen/zu bezahlen.

Ihnen könnte folgend die Pflicht erwachsen, daraus einen Rentenantrag folgen zu lassen - seitens der Krankenkasse (denen sag ich aber nichts bzw. lasse es nicht zu, die sollen schön weiterzahlen). AU entlassen - geht keinen was an, den Arbeitgeber schon gar nicht, seh ich keine Pflicht zu Mitteilung.
Folgemaßnahmen seitens der DRV - warum, ich nehm was ich kriegen und gut ists ...'meine' Pflichten nehm ich da nicht so genau.

Verstehen Sie, die Ärzte/der Rehabericht ist doch das schwächste Glied in der Kette - Sie stehen in der Pflicht, Ihre erhaltenen Leistungen nachgehend zu legitimieren.

Sag ich mal so laienhaft ...

Gruß
w.

Lieber W*lfgang,

nachträglich muß ich nun wirklich nichts legitimieren. Die DRV hat geprüft, entschieden und bewilligt.

Mir ist natürlich klar, was die DRV wirklich will. Die wollen an meine gesamte Krankengeschichte ran, die ja einer der Ärzte aufnehmen sollte. Die wollen auch ein sozialmedizinisches Gutachten auf Vorrat.

Das geht nun entschieden zu weit. Niemanden geht meine Krankengeschichte etwas an.

Lieben Gruß

Gudrun