Ärztetag und ärztliche Grundsätze - Wahrheit und Geld

von
Machts Sinn

Zum Ärztetag in Kiel mit der Eröffnungsrede des Präsidenten der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, mit dem Motto: „Die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit“ und nicht wie in einer gesundheitspolitischen Castingshow, „Lügen aber richtig“, passt vielleicht auch folgende Anmerkung:

In einer aktuellen Beschwerde-Beantwortung vertritt die Ärztekammer zum Einwand, anlässlich der Untersuchung für das „Psychiatrische Fachgutachten zum Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung“ sei der Arzt-Patienten-Kontakt auf wenige Minuten begrenzt gewesen und das Gutachten auf eine Momentaufnahme aus insgesamt höchstens 20-minütigen Kontakten gestützt, die Auffassung:

„Da für die Erstellung eines Gutachtens kein bestimmter Aufwand hinsichtlich Zeit und Umfang sowie des Einsatzes von Personal und Sachmitteln vorgeschrieben ist, kann die Ärztekammer kein Fehlverhalten feststellen.“ Auf den Vorwurf der – in erster Linie verdienstbezogenen und weniger auf fundierte Gutachten ausgerichteten – „Gutachtertätigkeit als Fließbandarbeit mit einem Minimum an Zeitaufwand“ geht die Ärztekammer mit keinem Wort ein.

Also wie steht es mit der wieder aktuellen Forderung der Ärzte nach mehr Geld? Müssen Wildwuchs und Gier auch in dieser Branche - insbesonder bei Begutachtern für die DRV - einfach hingenommen werden – oder gelten da auch noch andere Grundsätze?

Gruß!
Machts Sinn

von
John

Zitiert von: Machts Sinn

Zum Ärztetag in Kiel mit der Eröffnungsrede des Präsidenten der Bundesärztekammer und des Deutschen Ärztetages, Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe, mit dem Motto: „Die Wahrheit, und zwar die ganze Wahrheit“ und nicht wie in einer gesundheitspolitischen Castingshow, „Lügen aber richtig“, passt vielleicht auch folgende Anmerkung:

In einer aktuellen Beschwerde-Beantwortung vertritt die Ärztekammer zum Einwand, anlässlich der Untersuchung für das „Psychiatrische Fachgutachten zum Antrag auf Rente wegen Erwerbsminderung“ sei der Arzt-Patienten-Kontakt auf wenige Minuten begrenzt gewesen und das Gutachten auf eine Momentaufnahme aus insgesamt höchstens 20-minütigen Kontakten gestützt, die Auffassung:

„Da für die Erstellung eines Gutachtens kein bestimmter Aufwand hinsichtlich Zeit und Umfang sowie des Einsatzes von Personal und Sachmitteln vorgeschrieben ist, kann die Ärztekammer kein Fehlverhalten feststellen.“ Auf den Vorwurf der – in erster Linie verdienstbezogenen und weniger auf fundierte Gutachten ausgerichteten – „Gutachtertätigkeit als Fließbandarbeit mit einem Minimum an Zeitaufwand“ geht die Ärztekammer mit keinem Wort ein.

Also wie steht es mit der wieder aktuellen Forderung der Ärzte nach mehr Geld? Müssen Wildwuchs und Gier auch in dieser Branche - insbesonder bei Begutachtern für die DRV - einfach hingenommen werden – oder gelten da auch noch andere Grundsätze?

Gruß!
Machts Sinn

Hallo "Machts Sinn"!

Wie war das von gerade mal 3 Tagen noch mit den "Grundsatzfragen" und was der Experte dazu gesagt hat???

Man sollte gewisse Dinge -alles was RECHT ist- nicht übertreiben und vor allen Dingen Foren nicht dazu benutzen, sich -trotz großem Allgemeinwissen- über Alle zu stellen, nur um sein eigenen Ego zu bestätigen.
Der "Schuss" könnte alsbald "nach hinten" losgehen!
MfG
...John

von
Machts Sinn

Zitiert von: John
Der "Schuss" könnte alsbald "nach hinten" losgehen!

Hallo John,

daraus ergibt sich ein "Spannungsfeld zwischen gutem Rat und Drohung".

Aber Sie haben recht, hier muss die Frage anders gestellt werden:

Ist in der DRV tatsächlich allgemein anerkannt, dass ein psychiatrisches Fachgutachten auf der Basis einer Momentaufnahme aus insgesamt höchstens 20-minütigen Kontakten zutreffend sein kann?

Solche Fragen treiben doch - auch potentiell - Betroffene um.

Gruß!
Machts Sinn

von
Sozialrechtler

Wenn man in den Gerichtsurteilen liest, daß fachkundige (ärztliche) Gutachter für das Lesen von 100 Seiten eine Stunde vergütet bekommen stellt sich in der Tat die Frage nach der Qualität der Gutachten:

Eine Stunde hat 3600 Sekunden. Macht dann pro Seite 36 Sekunden, um einen Text zu lesen: Wer kann das?

Insofern wundert die schlechte Qualität´der medizinischen DRV-Gutachten nicht.

von
Emser

Zitiert von: Sozialrechtler

Wenn man in den Gerichtsurteilen liest, daß fachkundige (ärztliche) Gutachter für das Lesen von 100 Seiten eine Stunde vergütet bekommen stellt sich in der Tat die Frage nach der Qualität der Gutachten:

Eine Stunde hat 3600 Sekunden. Macht dann pro Seite 36 Sekunden, um einen Text zu lesen: Wer kann das?

Insofern wundert die schlechte Qualität´der medizinischen DRV-Gutachten nicht.

DU kannst das mit Sicherheit nicht...

Damit bist speziell du völlig überfordert. Das ist doch klar.

von
Machts Sinn

Zitiert von: Emser
DU kannst das mit Sicherheit nicht...

... kannst du es? Und wer es sonst noch kann: bitte melden!

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