Ärzteversorgung und BfA

von
babs

Ich selbst bin in der Ärzteversorgung versichert, mein Mann bei der BfA. Sollte ich vor meinem Mann sterben, zahlt die Ärzteversorgung meinem Mann bis zu dessen Tod 60% meiner Altersbezüge weiter und zwar unabhängig von der Höhe seiner eigenen Rentenbezüge. Wie sieht es im umgekehrten Falle aus? Inwieweit erhalte ich noch Witwenrente der BfA trotz eigener, aber vermutlich kleiner Rente der Ärzteversorgung?

von
Babs

Altes Hinterbliebenenrecht denke ich, Geburtsjahrgänge 1954 und 1958, verheiratet seit 1983

von
Rosanna

Hallo Babs,

da altes Hinterbliebenenrecht anzuwenden ist, erhalten Sie von der DRV Bund (ehemalige BfA) die ersten 3 Kalendermonate 100 % der Versichertenrente (volle EM-Rente oder Altersrente), danach 60 % große Witwenrente, da Sie das 45. Lebensjahr vollendet haben. Ab 2012 wird diese Altersgrenze allerdings auch angehoben, und zwar jedes Jahr um 1 Monat!

Auf die Witwenrente (und auch Witwerrente) ist das eigene Einkommen wie z.B. Arbeitseinkommen, Rente etc. anzurechnen. Die Freibeträge wurden heute schon mehrfach genannt.

Das den Freibetrag überschreitende (Netto-)Einkommen ist dann mit 40 % an der Witwen(r)rente anzurechnen bzw. in Abzug zu bringen.

MfG Rosanna.

von Experte/in Experten-Antwort

Bei uns ist die Sache ähnlich. Wenn Sie vor dem 1.1.2002 geheiratet haben und zu dem Zeitpunkt schon älter als 40 waren, sind es bei uns auch 60%. Im Gegensatz zur Ärztversorgung wird bei uns immer eigenes Einkommen angerechnet. Trotzdem muß es keinen Einfluß auf die Rente haben, da es einen Freibetrag in Höhe von circa 700,- Euro gibt.