ärztlicher befundbericht: warum muss ich mich drum kümmern?

von
franziska

hallo,

ich habe em-rente beantragt und heute von der DRV ein schreiben mit einem formular für meinen arzt (ärztlicher befundbericht) bekommen.

dieses soll ich von meinem arzt ausfüllen, binnen von 5 werktagen wieder abholen und an die DRV senden.

wofür habe ich denn die ärzte alle im antrag angegeben, wenn die DRV die berichte nicht direkt bei diesen anfordert?

bin ausserdem bei diesem arzt erst seit dezember 2012 in behandlung. ein wechsel war notwendig, da ich in eine 600 km entfernte stadt gezogen bin.

mein vorheriger arzt wurde seltsamerweise nicht angeschrieben und von diesem soll ich auch keinen befundbericht einholen.

wird die entscheidung über die em-rente dann auf basis dieses befundberichtes getroffen oder erfolgt noch eine begutachtung bei einem arzt, der von der DRV beauftragt wurde?

bin etwa irritiert über die vorgehensweise.

ist das so üblich?

danke.

von
Sonni

Hallo Franziska.

Wenn es den Medizinischen Dienst nicht reicht könntes du noch zum Gutachten aufgefoedert werden.Hast du denn wenigtens Röntgenbider und Mrt sowie schriftliche Befunde mit ein gereicht? Manchmal reicht das auch wenn du alles ausführliche mit geschickt hast.

Bei mir zog sich das fast ein einhalb Jahre hin ,hatte viele Unterlagen mit abgegeben und hatte grad ne Reha gehabt und dann brauchte mein Hausarzt nur was schreiben und 14 Tage später war die durch.

Drücke dir den Daumen das es klappt.

LG SONJA

von
Sonni

Hallo Franziska.

Wenn es den Medizinischen Dienst nicht reicht könntes du noch zum Gutachten aufgefoedert werden.Hast du denn wenigtens Röntgenbider und Mrt sowie schriftliche Befunde mit ein gereicht? Manchmal reicht das auch wenn du alles ausführliche mit geschickt hast.

Bei mir zog sich das fast ein einhalb Jahre hin ,hatte viele Unterlagen mit abgegeben und hatte grad ne Reha gehabt und dann brauchte mein Hausarzt nur was schreiben und 14 Tage später war die durch.

Drücke dir den Daumen das es klappt.

Vielleicht geht es schneller wenn du die Unterlagen selber besorgst .

LG SONJA

LG SONJA

von
sw

Ich sollte auch solche Befundberichte nachreichen. Hatte aber auch einen Arztwechsel. Bei mir war es aber so das ich bei dem Vorgänger schon lange nicht mehr war weil ich mich dort schlecht aufgehoben gefühlt habe. Der kaum eine Untersuchung gemacht und man war nach 5. min wieder aus seinem Sprechzimmer draussen. In der Zeit hat er es aber mit Spritzen eilig gehabt. Wurde dann von meinem Hausarzt weiter versorgt bis ich den Mut hatte einen anderen Facharzt aufzusuchen. Habe das der DRV mitgeteilt was denen total egal war. Mein neuer Facharzt hat den Befundbericht nicht ausgefüllt weil er sich selber erstmal ein genaues Bild machen wollte. Es folgte noch eine Konsiluntersuchung bei einem Kollegen und dann bekam ich den ersten Brief von ihm. So eine genaue Untersuchung hatte ich nicht mal in der Reha. Bericht wurde sofort zur DRV gefaxt. Anstelle das mich nun die DRV zu einem Gutachter schickte (angeblich konnte der ärztliche Dienst wohl nichts mit den Befunden anfangen) wurde mir mitgeteilt das meine Akte zurück zur Widerspruchstelle gegangen ist damit dieser zurückgewiesen wird. Habe deshalb jetzt einen Anwalt eingeschaltet.

Mal sehen wie es jetzt weiter geht.

Versuch mit der DRV zu sprechen aber mach dir keine Hoffnung das man dich ernst nimmt.

Na ja so ein Befundbericht ist für die DRV eben billiger als ein Gutachter. Mein Arzt musste lachen als es las was er für den Befundbericht bekommen sollte.

von
Jonas

Hallo.

Die erste Abklärung des Gesungdheitszustandes erfolgt häufig über einen Befundbericht. Dies wird in der Tat aus Kostengründen gemacht. Sollte dieser Bericht nicht ausreichen, würden entweder weitere Befundberichte angefordert (auch vom vorherigen Arzt) oder ein Gutachten in Auftrag gegeben.

Welche Unterlagen angefordert werden, sind von Fall zu Fall unterschiedlich.

Beispiele:
Sie haben eine Vielzahl von medizinischen Unterlagen eingereicht. Vielleicht wird nur ein aktueller Befund benötigt, weil die anderen Berichte etaws älter sind.

Sie haben die Ärzte nicht von der Schweigepflicht entbunden. Dann darf der RV-Träger dort nicht anfragen.

Richtig ist, dass der Befundbericht eigentlich direkt vom Arzt angefordert wird. Ohne Akte werden Sie hierüber im Forum aber keine Auskunft erhalten können .

Fragen Sie ggf. telefonisch beim Rentenversicherungsträger nach. Dort werden Sie auch, entgegen anderer Aussagen, ernst genommen.

MfG

Jonas

von
ich

Die vorgehensweise des RV-Trägers ist vollkommen korrekt.

Sie bekommen die Unterlagen (Befundbericht) zugeschickt mit der Bitte diese Ihrem behandelnden Arzt zum Ausfüllen vorzulegen. Das Verfahren ist so, weil Sie laut dem § 60ff.SGB I zur Mitwirkung verpflichtet sind.

Haben Sie im Antrag angegeben, dass der RV-Träger den Arzt gleich selbst anschreiben darf, tut er dies in der Regel auch.

Ihre behandelnden Ärzte haben Sie angegeben, damit der RV-Träger weiß, wo und bei wem Sie wegen welcher Erkrankung in Behandlung sind. Schließlich haben Sie ja eine EM-Rente, also eine Rente aus medizinischen Gründen, beantragt.

Kann der vom RV-Träger ausgesuchte Arzt Ihrer Meinung nach keine Angaben machen, weil Sie zum Beispiel dort erst sehr kurz in Behandlung sind, dann teilen Sie dies dem RV-Träger mit. Ergänzen Sie gleich, welcher Arzt Ihrer Menung nach am ehestens eine konkrete und korrekte Aussage zu Ihrem Gesundheitszustand machen kann.
Haben Sie ärztliche Berichte zu Hause liegen, die nicht älter als ein Jahr sind, lassen Sie diese dem RV-Träger in Kopie zukommen.
Ganz wichig, was viele immer wieder vergessen, der RV-Träger entscheidet nach Aktenlage. d.h. was dort nicht vorliegt (ärztliche Unterlagen, Hinweise Ihrerseits), kann der RV-Träger auch nicht beachten, weil er es schlichtweg nicht weiß.

von
Kim

Zitiert von: sw

Mein Arzt musste lachen als es las was er für den Befundbericht bekommen sollte.

Genauso viel wie alle anderen. Und meist schreibt er ja auch nur hin, was er in seiner Akte hat. Dass er nicht direkt angeschrieben wurde, kann ich mir auch nur mit fehlender Schweigepflichtsentbindung erklären. Obwohl auch meiner mit dem Ausfüllen ein paar Tage wartete, bis ich wieder mal kam (ich kam ohnehin oft), um Unklares zu erfragen bzw. nachzusehen.
Zitiert von: sw

wird die entscheidung über die em-rente dann auf basis dieses befundberichtes getroffen oder erfolgt noch eine begutachtung bei einem arzt, der von der DRV beauftragt wurde?

Unterschiedlich. Vor tatsächlicher Bewilligung meist Gutachter, manchmal auch noch Reha (dann ist die Einschätzung im Entlassungsbericht wichtig). Für Ablehnung könnten ggf. eher die eingereichten Unterlagen reichen.

Bei mir war das Verfahren nach 3 Monaten abgeschlossen. Ich hatte sämtliche Krankenhaus- und Rehaberichte mit eingereicht, nachgefragt wurde dann noch beim Hausarzt. Dann Gutachter und 4 Wochen später Bescheid über EM-Rente.

von
sw

"Kim
Genauso viel wie alle anderen. Und meist schreibt er ja auch nur hin, was er in seiner Akte hat. Dass er nicht direkt angeschrieben wurde, kann ich mir auch nur mit fehlender Schweigepflichtsentbindung erklären. Obwohl auch meiner mit dem Ausfüllen ein paar Tage wartete, bis ich wieder mal kam (ich kam ohnehin oft), um Unklares zu erfragen bzw. nachzusehen."

Was soll er aufschreiben wenn er mich noch gar nicht kennt? Dazu kommt noch, das er sich erstmal um das eine Problem kümmert und gezielt das erst untersucht und sich dann das nächste Problem annimmt. Da in der Vergangenheit sehr viel versäumt wurde zieht sich die Behandlung des ersten Problem hin bevor er sich um das nächste bemüht. Das habe ich der DRV nicht nur einmal mitgeteilt aber das interessiert dort keinen.
Da ich bei ihm bei Antragstellung noch nicht in Behandlung war, konnte ich ihn wohl kaum von der Schweigepflicht entbinden.
In so einem Fall hätte die DRV einen externen Gutachter einschalten müssen was nicht passiert ist.
Deshalb habe ich einen Anwalt eingeschaltet.
Erst werde ich in eine Rehaklinik geschickt die sich nicht mit meinem Krankheitsbild auskennen und lande in einer Schmerzgruppe für chronische Rpckenschmerzpatienten (bringt viel wenn man den ganzen Tag Rücken hier und Rücken da hört und man nichts mit dem Rücken hat) und dann noch so was. Gut ich habe eine chronische Schmerzerkrankung und eine leicht Schmerzverarbeitungsstörung aber meine Probleme betreffen mein linkes Knie und die rechte Schulter wobei man sagen muss das die Gelenke wirklich geschädigt sind. In der Klinik hätte man sich mehr um mein Gangbild kümmern und sich auch mal meiner Schulter annehmen können. Habe da ständig drum gebeten und zur Antwort bekommen das mir das nicht zusteht in der Schmerzgruppe.
'Es wurde in der Vergangenheit nicht nur von meinen Orthopäden was versäumt (der kannte nur Spritzen) sondern auch durch die Rehaklinik.

von Experte Experten-Antwort

Hallo Franziska,
die Anforderung ärztlicher Gutachten erfolgt üblicherweise immer über den Rentenantragsteller. Nur so haben Sie selber einen Überblick, welche Gutachten der Deutschen Rentenversicherung vorliegen und ob alle relevanten Befunde enthalten sind.
Bei einem Arztwechsel fordert normalerweise der aktuelle Arzt die Berichte seines Vorgängers an, die er dann seinem Befundbericht beifügen kann. Falls dem nicht so ist, sollten Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger nachfragen, ob die Gutachten benötigt werden.