Akteneinsicht bei Regressvorgang

von
Anton Müller

Hallo,

ich bin aufgrund von Unfallfolgen eines unverschuldeten Unfalls längstens bis zum Eintritt in die Regelaltersgrenze berentet.

Die Haftpflichtversicherung der Unfallverursacherin hat jetzt der DRV mitgeteilt, dass sie den kausalen Zusammenhang zwischen Unfall und Rente nicht mehr sieht. Die Ausgleichszahlung ist erfolgte bis 13 Monate nach Renteneintritt.
Neuere ärztliche Befunde liegen nicht vor.

Da auch auf zivilrechtlicher Ebene die Sache noch nicht abgeschlossen ist, will die DRV nun abwarten, bis ich mit meinem Anwalt die Sache zu Ende gebracht hat.

Nun will ich meine DRV-Akte einsehen. Ich weiß schon, dass man sehr genau angeben soll, was man sehen möchte.

Meine Fragen:
Habe ich das Recht, auch den Schriftwechsel zwischen DRV und Haftpflicht der Unfallverursacherin einzusehen?

Habe ich das Recht, die "Begründungen" einzusehen, die letztendlich zu meiner Berentung geführt haben?

Kann ich während der Einsichtnahme dann Kopien anfertigen (lassen)?

Wie lange dauert es, bis eine Akte zur Einsicht bereit gestellt ist?

Vielen Dank für Auskünfte

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Anton Müller,
ich habe soeben Informationen bei den Fachleuten des Bereichs Regress eingeholt.
Auskunft von dirt war folgende:
Akteneinsicht ist möglich, knn beantragt werden und ist in Regressfällen, wegen der Verfolgung privarechtlicher Ansprüche, nicht unüblich.
Im Regelfall wird der vollständige Vorgang zur Akteneinsicht zur Verfügung gestellt (Ausnahmen möglich, zB wenn med. Befunde nicht ohne Arzt eröffnet werden sollen).
Beantragen Sie gleich einen Ort wo Sie die Akteneinsicht vornehmen möchten (zB Auskunfts- und Beratungsstelle). Das kann das Verfahren nochmal beschleunigen (wobei eine Akteneinsicht idR nicht sehr lange Zeit zru Bearbeitung benötigt).
Im Regelfall können Sie auch Kopien von einzelnen Schriftstücken anfordern.