Akteneinsicht nur beim Arzt

von
mp

[quote="W*lfgang]Ergänzend:

und hier die Rechtsanweisung der DRV, besonders R4ff. und R5ff.:

http://raa.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB10_25R0

[/quote]

Danke W*lfgang für den link! Sehr hilfreich.
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R4.1
Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse der Beteiligten enthalten, kann nach Satz 1 statt der direkten Gewährung der Einsichtnahme der Inhalt der Akten durch einen Arzt vermittelt werden. Diese Möglichkeit dient insbesondere dem besseren Verständnis der nicht medizinisch ausgebildeten Beteiligten.
Nach Satz 2 soll der Akteninhalt durch einen Arzt vermittelt werden, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht den Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde.
In diesen Fällen ist daher vor einer Einsichtgewährung zu prüfen, ob die Betroffenen über ihre gesundheitlichen Verhältnisse Bescheid wissen und abzuwägen, ob sie durch die Kenntnisnahme Schäden erleiden können, wie Schock oder psychische Schäden. Regelmäßig wird diese Frage am besten von einem Arzt beurteilt werden können. Soll der Akteninhalt durch einen behandelnden Arzt der Betroffenen vermittelt werden, ist vor der Übersendung der Akte eine Einwilligung der Betroffenen erforderlich.
Beachte:
Bestehen Beteiligte darauf, die Akte persönlich einzusehen oder durch Bevollmächtigte einsehen zu lassen, so ist dem auch bei Vorliegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung zu entsprechen (Abschnitt 4.3).
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von
W*lfgang

Zitiert von: Herz1952
Diese Rechtsanweisungen verstehen nur DRV-Mitarbeiter aber keine Normalbürger.
Herz1952,

die sind manchmal erfrischend einfach zu verstehen - neben dem drögen/lückenhaften Gesetzestext. Man muss Sie nur lesen - versuchen Sie es ...alternativ aktivieren Sie Cortana, die hilft Ihnen schon/besonders im Alter/wenn es da 'oben' nicht mehr so ganz 'blitzt' ;-)

Gruß
w.

von
Lis

mp, Sie sollten das nicht gleich so persönlich nehmen, ich denke wir haben uns missverstanden.
Mit "nach Vorschrift" meine ich, dass Sie keiner in irgendeiner Weise als Depp dastehen lassen will. Wenn aber schon der ärztlich Dienst meint, dass eine Akteneinsicht im Beisein eines Arztes besser wäre, wird es dafür Gründe geben. Und das meine ich ganz sicher nicht böse.
Es gibt immer wieder Dinge die Versicherte nicht verstehen und dann muss man manchmal auch einfach ein Nein akzeptieren. (Datenschutz ist da ein tolles Thema)
Nun weiß ich nicht ob Sie direkt Akteneinsicht beantragt haben, oder ob Sie die Gutachten in Kopie angefordert haben. Letzteres wäre vermutlich einfacher gewesen. Daher erwähnte ich dies oben schon. Die Kopien wären notfalls auch an den Hausarzt gegangen und dann hätten Sie die wahrscheinlich einstecken können.
Und ja was die ganz dummen Kommentare hier um Forum angeht haben Sie definitiv Recht! Wie gesagt, wir haben uns da beide missverstanden.
MfG Lis

von
mp

Zitiert von: Lis

Nun weiß ich nicht ob Sie direkt Akteneinsicht beantragt haben, oder ob Sie die Gutachten in Kopie angefordert haben. Letzteres wäre vermutlich einfacher gewesen. Daher erwähnte ich dies oben schon. Die Kopien wären notfalls auch an den Hausarzt gegangen und dann hätten Sie die wahrscheinlich einstecken können.

Mir war bzw. ist der Unterschied gar nicht so richtig klar gewesen. Ich hatte beantragt, dass mir alle Gutachten zur Verfügung gestellt werden, aufgrund deren die DRV zu ihrern Befund kamen, dass mein Antrag abgelehnt werdn müsse. Das beinhaltete für mich automatisch sowohl alle Gutachten von Ärzten, die mich untersucht hatten, als auch die Schlüsse, die die Ärtze der DRV daraus zogen. Im Ablehnungsbescheid werden nämlich keinerlei Argumente oder Begründungen angeführt.

Mich hat es jedenfalls mehr als verwundert, dass man in einem Ablehnungsbescheid, der ja sehr weitreichende Konsequenzen für das Leben hat, keinerlei Gründe genannt bekommt.

von
Herz1952

So schlau wie ich, ist hier niemand (smile)

von
W*lfgang

Zitiert von: mp
Mich hat es jedenfalls mehr als verwundert, dass man in einem Ablehnungsbescheid, der ja sehr weitreichende Konsequenzen für das Leben hat, keinerlei Gründe genannt bekommt.
mp,

ist halt ein üblicher Textbaustein (sie sind noch fit für mind. 6 Std.tgl./folgende Einschränkungen wurden berücksichtigt...) für den Ablehnungsbescheid, aus dem die tieferen Gründe nicht hervorgehen. Deswegen ist es immer sinnvoll - falls man/frau in Widerspruch (WS) geht - sich die komplette Rentenakte einschließlich der med. Unterlagen anzusehen.

Üblicherweise kann die vor Ort in die nächste Beratungsstelle oder Rathaus/Versicherungsamt zur Einsichtnahme gesendet werden, und da bekommen Sie auch ausreichend Zeit, drinrumzuschmökern – erforderliche Kopien kriegen Sie auch noch mit.

Ich habe es aber auch schon anders erlebt, wo statt Komplettakte nur das letzte (Reha-)Gutachten übersandt worden ist - hat der MA-DRV wohl den Inhalt des WS nicht so ganz verstanden ;-)

Gruß
w.