ALG I, Erwerbsminderungsrente oder Schwerbehindertenrente?

von
Arbeiter

Ich habe eine Frage zur sicherung meines Lebensunterhaltes? Ich habe unheilbar Parkinson und bin derzeit krank geschrieben. Aufgrund meiner feinmotorischen Tätigkeit, die ich ununterbrochen seit meinem 14. Lebesjahr ausübe, kann ich nicht mehr arbeiten gehen. Ich bin am 10.11.1953 geboren. Soll ich nun ALG I beziehen, Erwerbsminderungsrente oder Schwerbehindertenrente? Wie kann ich das beste herausholen um über die Runden zu kommen. Schwerbehindertenausweis seit Mitte 2009 mit 50 % liegt vor.

Vielen Dank für die Hilfe.

von
Aha

1. über die Altersrente für schwerbehinderte Menschen brauchen Sie aktuell noch nicht nachzudenken - zu jung!
2. ALG1 berechnet sich aus Ihren letzten Bezügen - Wert ist hier nicht bekannt (max. Dauer 24 Monate bei voller Verfügbarkeit am Arbeitsmarkt!)
3. Rente wegen Erwerbsminderung (mit Abschlag 10,8%) wäre die nächstliegende Alternative - netto Vergleich zum aktuellen Krankengeld aber dringend geboten (Werte der Rente bzw. des KG sind hier nicht bekannt!)

Holen Sie dringend sachkundigen Rat bei Ihnen vor Ort ein!

von
Richter

Da Sie für die
" Schwerbehindertenrente " noch zu jung sind um diese
bekommen zu können, bleibt erstmal nur ALG I.

Die AfA wird Sie aber dann nach einer Untersuchung durch deren med. Dienst mit Sicherheit zur EM-Rentenantragstellung auffordern, da Sie ja wohl nicht vermittelbar sind und dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

Dieser Aufforderung müssen Sie dann auch nachkommen - ohne wenn und aber. Sonst bekommen Sie kein ALG I mehr.

Insofern bleibt ihnen keine
" Wahlmöglichkeit " in dem Sinne.

Experten-Antwort

Hallo Arbeiter,
das Mindestalter für den vorzeitigen Bezug der Altersrente für schwerbehinderte Menschen des Geburtsjahrgangs 1953 ist nach 60 Jahren und 7 Monaten mit 10,8 % Rentenabschlag (ohne Rentenabschlag nach 63 Jahren und 7 Monaten). Weitere Voraussetzung ist die Erfüllung der Wartezeit von 35 Versicherungsjahren.
Bei einer Rente wegen Erwerbsminderung wäre ebenfalls ein Abschlag von 10,8 % zu beachten. Ansonsten wird inhaltlich den Beiträgen von "Aha" und "Richter" zugestimmt.
Empfehlenswert ist auf jeden Fall eine persönliche Beratung beim für Sie zuständigen Rentenversicherungsträger

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