ALG II keine Zahlung zur Rentenversicherung

von
Ralf T.

Guten Abend,

seit Januar 2011 sollen für die im ALG II Bezieher laut angaben die Beiträge zur Rentenversicherung nicht mehr gezahlt werden.

Was kann hier getan werden, damit bestehende ansprüche nicht verfallen bzw. was kann getan werden um diese für das Alter zu sichern.

Kann bei den Rentenversicherungen dieser Betrag selber eingezahlt werden?

MfG

( Bitte nachvollziehbare und leicht erklärte Antworten )

von
Sozialrechtler

Es heißt doch immer, dass die ALG II-Regelsätze angeblich noch nicht einmal eine ausgewogene Ernährung sicherstellen.

Im Übrigen wären die zusätzlichen Rentenbeträge so gering, dass sich eine freiwillige Beitragszahlung überhaupt nicht rentieren würde.

Das Beste wäre, wenn Sie sich unverzüglich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung suchen würden.
Reinigungspersonal und Küchenhilfen werden immer irgendwo gesucht!

Viel Erfolg!

von
W*lfgang

Hallo Ralf T.,

es ist richtig, dass für ALG II keine Pflichtbeiträge mehr zur Rentenversicherung entrichtet werden.

Für langjährige 'Hartz4-ler' kein Problem. Die ALG II Zeiten sind ab 01.01.2011 so genannte (beitragsfreie) Anrechnungszeiten. Sie schließen Versicherungslücken und erhalten den (meist wichtigen) Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung, ohne das extra Beiträge eingezahlt werden müssten (eine freiwillige Beitragszahlung wäre für den Anspruch auf die Erwerbsminderungsrente auch nutzlos - sind eben nur freiwillige Beiträge, notwendig wären Pflichtbeiträge ...die es mit ALG II ab 2011 eben nicht mehr gibt).

Die ALG II Zeiten ab 2011 zählen auch mit für die 35 Versicherungsjahre, um z. B. den Anspruch auf die Altersrente an langjährig Versicherte ab 63 zu erlangen - 35 Versicherungsjahre dafür erforderlich.

Wenn Sie schon mindestens seit 01.01.2008 ALG II Bezieher sind, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen - die weiteren ALG II Zeiten sichern alle bisher bestehenden Ansprüche weiter.

Ansonsten der Rat: ab in die nächste Beratungsstelle und die individuelle Rentenlage hinterfragen.

Gruß
w.
> Sozialrechtler: Das Beste wäre, wenn Sie sich unverzüglich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung suchen würden.
...was versucht denn die ARGE/Jobcenter zu erreichen ?!! - schnüffeln Sie nicht immer nur in 'dubiosen' Arztberichten, machen Sie sich mit der Situation im 2. Arbeitsmarkt vertraut ;-)

von
Elisabeth

Hallo Wolfgang!
Nach unserer Rechtsordnung gibt es keinen Anspruch auf einen Job, leider.
Das Ministerpräsidium (ich war da persönlich) hat mir gesagt, dass ein Bewerber überhaupt keine Rechte hätte.

von
... grunz!

Zitiert von: Elisabeth

Nach unserer Rechtsordnung gibt es keinen Anspruch auf einen Job, leider. Das Ministerpräsidium (ich war da persönlich) hat mir gesagt, dass ein Bewerber überhaupt keine Rechte hätte.

Das "Ministerpräsidium" kann reden??? "Ministerpräsidium"??? Sowas gab es in der "DDR" und gibt es nach meiner Kenntnis in der Türkei. Wenn Sie persönlich da waren, muss das schon länger her sein oder Sie waren im Ausland.

Ihre Überschrift??? Art. 12 GG: "Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. ..." Was hat das mit dem Wegfall der Rentenversicherungsbeiträge für ALGII-Bezieher zu tun?

Sie haben das Thema absolut verfehlt! Mit welcher überwältigenden Erkenntnis wollten Sie das Forum eigentlich durch Ihren Beitrag erfrischen?

von
Ralf T.

Zitiert von: Sozialrechtler

Es heißt doch immer, dass die ALG II-Regelsätze angeblich noch nicht einmal eine ausgewogene Ernährung sicherstellen.

>> Stimmt = Das günstigste und die Hilfe derTafeln muss einem >> schon reichen.

Im Übrigen wären die zusätzlichen Rentenbeträge so gering, dass sich eine freiwillige Beitragszahlung überhaupt nicht rentieren würde.

Das Beste wäre, wenn Sie sich unverzüglich eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung suchen würden.

>> Alters und Krankheitsbedingt = Einschränkung

Reinigungspersonal und Küchenhilfen werden immer irgendwo gesucht!

Viel Erfolg!

Wenn eine Arbeitsagentur nur Fordert und nicht Fördert, ein Arbeitgeber mich deswegen nicht einstellen kann, was soll ich machen?
Dem Arbeitgeber sagen ich Arbeite Kostenlos für dich.
Oder soll ich noch einen 1 Euro Job dort machen?

von
Elisabeth

Hallo Grunz!
Es ist schön zu hören, dass sich einer noch mit der Geschichte des geteilten Deutschland auskennt.

von
chris

Wenn man die derzeitige Wirtschaftslage betrachtet, wäre es sinnvoller, das Geld für die Rentenbeiträge gering verzinst anzulegen.

Wenn ich mal addiere, vieviel ich in den vergangenen 45 Jahren in die Rentenversicherung investiert habe und dann die zu erwartende Rente anschaue, müsste ich noch locker 55 Jahre leben, um auch nur annähernd den eingezahlten Betragheraus zu bekommen.

Und - nein - ich habe nicht die D-mark Beträge als Euro gerechnet.

von
Stefannn

Wenn SIe die von Ihnen gez ahlten Beiträge nehmen sind es ungefähr 18 Jahre (ohne REntenanpassungen) ansonsten etwa das doppelte aber niemals 55 Jahre. Bitte rechnen Sie das nochmals nach ! Danke

von
Deutschland

Arbeitgeber hätten es natürlich am liebsten, daß Arbeitnehmer gezwungen werden, umsonst für sie zu arbeiten.
Damit sie sich selbst schon mit 40 auf die faule Haut legen können.
Irgendwann schaffen sie das auch noch, bei den erpressbaren Regierungen die wir haben.
Und einer Arbeitnehmerschaft, die sowieso widerstandslos alles mit sich machen läßt.

von
W*lfgang

Hallo chris,

schon mal nachgelesen, was dabei rauskommen würde - wie die DRV 'abschneidet' und private Einlagen im 'normalen' Lebensversicherungsvergleich? Mal davon abgesehen, dass Sie privat nie bereit gewesen wären, die adäquaten/hohen Beiträge über 45 Jahre einfach so freiwillig in ein privates System mit vergleichbaren Absicherungen zu stecken - incl Arbeitgeberbeitrag versteht sich.

Wie Sie locker 55 Jahre mit Ihrem Kapitaleinsatz im Alter überleben wollen, bleibt mir schleierhaft - Quellen ? Diese Kapitalanleger hätten ja ungeahnten Zulauf - da würde selbst die DRV investieren ;-)

Gruß
w.